Vor der Rückkehr nach Franfurt

Bayern-Coach Kovac: Supercup als „absolut besonderes Spiel“ - Boateng in Frankfurt dabei

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Bayern-Trainer Niko Kovac stellte sich votr 

Die Rückkehr von Niko Kovac nach Frankfurt steht bevor. Mit dem FC Bayern will der 46-Jährige sich für eine Niederlage revanchieren, die er dem Deutschen Meister eigenhändig zugefügt hat. 

München - Niko Kovac betrat am Freitag bestens gelaunt den kleinen Presseraum an der Säbener Straße. Dem 46-Jährigen war die Vorfreude auf das emotionale Wiedersehen mit seinem Ex-Klub deutlich anzusehen. "Es ist absolut ein besonderes Spiel. Ich komme wieder zurück, wo ich vor kurzen noch war und zweieinhalb wunderschöne Jahre hatte", sagte der neue Trainer des FC Bayern vor dem Supercup-Finale am Sonntag (20.30 Uhr/ZDF und Eurosport2) gegen Pokalsieger Eintracht Frankfurt - und grinste noch breiter als gewöhnlich. Ob er nach dem Spiel noch Grund zur Freude hat, verrät Ihnen am Sonntag unser Live-Ticker zum Supercup 2018, in dem Sie das Spiel verfolgen können.

Doch bei aller Gefühlsduselei: Kovac will nach sechs intensiven Vorbereitungswochen mit aller Macht seine erste Trophäe mit dem deutschen Fußball-Rekordmeister gewinnen - ohne Rücksicht auf seine Eintracht. "Wir haben den ersten Titel zu verteidigen. Den wollen wir unbedingt holen. Das ist ein wichtiger Titel", sagte der Kroate bestimmt.

Gegen Frankfurt „noch eine Rechnung offen“

Seine Stars brennen nach dem überraschenden 1:3 im Pokalfinale gegen die Hessen ohnehin auf Revanche. Die Mannschaft sei nach den Enttäuschungen der vergangenen Saison inklusive des WM-Desasters "extrem hungrig auf Erfolgserlebnisse", unterstrich Thomas Müller, einer der WM-Frustrierten. Man habe "noch eine Rechnung offen", sagte Joshua Kimmich.

Lesen Sie auch: Die Besonderheiten des Supercups - Das muss man vor dem Spiel wissen

Dass Kovac an jenem 19. Mai noch Trainer in Frankfurt gewesen war, biete laut Müller "schon eine besondere Konstellation". Deshalb erwartet Kapitän Manuel Neuer den Coach "hochmotiviert. Das werden wir Spieler aber auch sein. Für uns ist das nicht irgendein Spiel. Der Supercup hat schon seine Bedeutung und so gehen wir das auch an." Man werde "alles dafür tun, diesen Titel zu gewinnen", ergänzte Arjen Robben.

Wie der Empfang in seiner alten Heimat sein wird, wisse er nicht, sagte Kovac. Er gehe aber "davon aus, dass die Fans die gemeinsame Zeit nicht vergessen haben. Es war eine schöne Zeit. Mit dem Pokalsieg haben wir alles richtig gemacht." Sollte es dennoch Pfiffe gegen ihn geben? "Okay, so ist das Leben."

James angeschlagen - Aussage zu Boateng

Kovac kann bei seinem ersten Pflichtspiel mit den Bayern fast aus dem Vollen schöpfen. Nur James (Prellung) ist angeschlagen. Auch einen Einsatz von Jerome Boateng, der vor einem Verkauf zu Paris St. Germain steht, schloss er nicht aus (Die aktuellen Entwicklungen können Sie im News-Ticker auf tz.de* verfolgen)

Dass sich dessen Mitspieler wie etwa Robben oder Franck Ribery in den letzten Tagen vehement gegen einen Transfer des Innenverteidigers ausgesprochen hatten, wertete Kovac als gutes Zeichen. "Das zeigt, dass es in der Mannschaft stimmt. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die Saison als Team positiv gestalten", sagte er.

Lesen Sie auch: „Jedes Wort über ihn wäre meiner Meinung nach zu viel“

Entscheidung bei Rebic - kein Transfer zu Bayern München

Die Entwicklung bei der Eintracht, bei der er eine lebenslange Mitgliedschaft besitzt, beobachtet Kovac trotz seiner anspruchsvollen neuen Aufgabe noch immer interessiert. Auf seinen abgewanderten Führungsspieler Kevin-Prince Boateng wird er am Sonntag nicht mehr treffen, dafür überraschend auf den Kroaten Ante Rebic: Der umworbene WM-Star und Held des Pokalfinales verlängerte am Freitag seinen Vertrag bis 2022.

"Es gab sehr viele Angebote für ihn, und wir hätten locker eine Rekordsumme erlösen können. Für uns ist es ein Meilenstein, einen Spieler wie ihn zu halten. Das macht uns sehr glücklich und stolz", sagte Sportvorstand Fredi Bobic. Kovac gratulierte zu dem Coup: "Das spricht für den Klub und die Ambitionen des Klubs. Ante fühlt sich in Frankfurt sehr wohl und ist dort ein Idol."

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SID

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