Bundesliga

Bayern führt HSV vor nahendem Liga-Abschied wieder vor

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Franck Ribery (r) macht den Anfang und trifft zum 1:0 für den FC Bayern gegen den HSV. Foto: Tobias Hase

München (dpa) - Meister FC Bayern hat den Hamburger SV vor dem nahenden Premieren-Abstieg aus der Fußball-Bundesliga noch einmal gedemütigt. Mit dem 6:0 (3:0) setzten die Münchner am Samstag ihre Serie von Torfestivals gegen den desolaten Bundesliga-Dino fort.

Franck Ribéry (8./81. Minute), der dreimal erfolgreiche Robert Lewandowski (12./19./90./Foulelfmeter) und Arjen Robben (55.) sorgten für reichlich Jubel unter den 75 000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena. Lewandowski verschoss in der 86. Minute einen weiteren Strafstoß.

Der HSV rast weiter der 2. Liga entgegen. Nach der Beurlaubung von Vorstandschef Heribert Bruchhhagen und Sportdirektor Jens Todt droht nach der nächsten blamablen Vorstellung in München auch Trainer Bernd Hollerbach ein baldiges Ende bei dessen verkorkster Rettungsmission. In sieben Spielen glückte dem 48-Jährigen kein Sieg. Mit Rufen "2. Liga, Hamburg ist dabei" wurde sein Team auch am Samstag bedacht.

Wie bei den vorangegangenen sieben Schützenfesten mit insgesamt 44 Bayern-Treffern ging es auch diesmal unterhaltsam zur Sache. Lewandowski leitete den Führungstreffer ein, dessen Pass grätschte HSV-Kapitän Gotoku Sakai weiter zu Ribéry. Der Franzose veredelte beim Torschusstraining des Rekordmeisters zum dritten Saisontor.

Beim sehr schwungvollen Münchner Beginn jubelten die Bayern nach Vorarbeit von Robben und Joshua Kimmich zum zweiten Mal. Lewandowski köpfte locker ein. Der Pole, der in dieser Saison schon vor dem Spiel erfolgreicher war als der gesamte HSV-Angriff (18 Tore), schloss auch beim schönsten Bayern-Treffer ab. Ein langer Pass von Jérôme Boateng in dessen 250. Pflichtspiel für die Münchner segelte zu David Alaba, der legte direkt für den Torschützenkönig auf. Es war das 22. Saisontor des Polen.

Zum Glück für die Hanseaten ließen es die Gastgeber danach etwas ruhiger angehen. Nicht auszudenken, wie hoch die Pausenführung ausgefallen wäre, wenn die Bayern konsequenter gespielt hätten. Wie locker das Spielchen war, verdeutlichte ein Kuriosum aus der 18. Minute: Bayern-Torhüter Sven Ulreich führte einen Einwurfe aus.

Die zweikampfscheuen Hamburger präsentierten sich naiv, ihr vermeintlich mutiges Pressing eröffnete den Münchnern unerwartet große Räume. Der ärmste HSV-Spieler war immer der in Ballbesitz. Anspielstationen gab es für ihn keine. Persönlich abgestraft wurde Dennis Diekmeier von Trainer Hollerbach, der den Außenverteidiger schon nach 24 Minuten vom Platz beorderte. Für ihn kam Vasilije Janjicic, der vor zwei Wochen einen Verkehrsunfall auf der Autobahn ohne Führerschein und unter Alkoholeinfluss verursacht hatte.

Nach dem Seitenwechsel beendete Robben die 35-minütige Torpause der Münchner. Der HSV bekam den Ball nicht aus der Gefahrenzone, der Niederländer traf mit einem wuchtigen 16-Meter-Schuss. Schmerzhaft erwischte es Bayern-Profi Corentin Tolisso bei einem Pressschlag. Gestützt musste der Franzose eine Viertelstunde nach seiner Einwechslung vom Arena-Rasen geführt werden.

Thiago (67.), Sebastian Rudy (74.) und Mats Hummels (76.) verschonten die Hamburger bei ihren Chancen noch. Nicht Ribéry. Der Franzose vollendete ein feines Solo zum 5:0. Sein erster Doppelpack seit fünf Jahren. Als Zuschlag gab es noch die zwei Foulelfmeter.

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