Gelungene Generalprobe

Bayern bereit für Real - Unruhe um Heldt in Hannover

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Hannovers Miiko Albornoz (r) ist vor Bayern-Torschütze Thomas Müller am Ball. Foto: Swen Pförtner

Die Bayern sind bereit für Real Madrid. Die Bundesliga-Partie in Hannover war für den deutschen Meister erneut nur eine leichte Übung. Jetzt zählt es am Mittwoch.

Hannover (dpa) - Real kann kommen! Nach dem nächsten lockeren Sieg in der Bundesliga ist der deutsche Meister Bayern München heiß auf das Kräftemessen mit den Königlichen in der Champions League. "Wir sind bereit", sagte Arjen Robben nach dem ungefährdeten 3:0 (0:0) bei Hannover 96.

"Wir sind top in Form, es hat sich heute keiner verletzt, jetzt freuen wir uns auf Mittwoch", meinte der Niederländer mit Blick auf das Halbfinal-Hinspiel gegen Cristiano Ronaldo und Co. am Mittwoch in München. "Das sind die Spiele, bei denen man als Fußballer dabei sein will und auf die man sich freut."

Freude hatten die national längst enteilten Bayern aber auch in Hannover. Und gerade das macht das Bayern-Team 2018 so besonders. "Es ist nicht immer einfach, alle drei Tage seine Leistung zu bringen. Aber wir haben heute über 90 Minuten wieder ein sehr gutes Spiel gemacht", sagte Bayern-Coach Jupp Heynckes zufrieden.

Heynckes hatte seine Mannschaft wie schon zuletzt in der Liga kräftig umgekrempelt. Im Vergleich zum Sahne-Auftritt im DFB-Pokal-Halbfinale bei Bayer Leverkusen (6:2) standen gleich sieben neue Profis in der Anfangsformation. Die Stars Mats Hummels, Franck Ribéry, Javier Martinez, Robert Lewandowski, Thomas Müller und Joshua Kimmich saßen zunächst oder komplett nur auf der Bank. Der Österreicher David Alaba stand gar nicht erst im Kader. So gab der erst 18 Jahre alte Lukas Mai in der Innenverteidigung neben Nationalspieler Jérôme Boateng sein Bundesliga-Debüt. "Das hat er sehr gut gemacht", lobte Heynckes den Youngster.

Vor 49.000 Zuschauern in der ausverkauften HDI-Arena erzielten die eingewechselten Thomas Müller (57. Minute) und Robert Lewandowski (73.) sowie Sebastian Rudy (89.) die Treffer für die Münchner, die auch noch höher hätten gewinnen können. Doch der starke 96-Torwart Philipp Tschauner verhinderte mit zahlreichen Glanztaten vor der Pause zunächst einen Rückstand. So war Hannovers Kapitän gegen Sandro Wagner (16., 30.) und Niklas Süle (17.) zur Stelle.

Die Hausherren hielten mit vereinten Kräften dagegen und kamen vor dem Seitenwechsel ebenfalls zu Gelegenheiten. Die beste Chance der Niedersachsen vereitelte Bayern-Keeper Sven Ulreich mit einer starken Parade gegen einen artistischen Schuss von Timo Hübers (27.).

Die ordentliche Leistung des Teams von Coach André Breitenreiter geriet angesichts der Diskussionen um die Zukunft von Sportdirektor Horst Heldt aber in den Hintergrund. Heldt ist als Geschäftsführer Sport beim niedersächsischen Rivalen VfL Wolfsburg im Gespräch. Es soll zwischen beiden Seiten bereits Treffen gegeben haben.

96-Präsident Martin Kind reagierte verstimmt auf die neuerlichen Spekulationen. Die Frage, ob er es nicht befremdlich finde, dass einer seiner leitenden Angestellten nun bereits zum zweiten Mal in dieser Saison mit einem anderen Verein in Kontakt stehe, ließ Kind mit einem vielsagenden Gesichtsausdruck zumindest wörtlich unbeantwortet. Der 96-Boss erhöhte zugleich den Druck auf Heldt, der im Herbst 2017 bereits mit dem 1. FC Köln verhandelt hatte. "Die Unterlagen sind übergeben, in der kommenden Woche wird der neue Geschäftsführer-Vertrag unterschrieben", sagte Kind zur seit langem angestrebten Beförderung von Heldt.

Der wollte diesen Zeitplan allerdings nicht bestätigen. "Es stimmt, dass ich die Unterlagen erhalten habe, jetzt werde ich sie in aller Ruhe prüfen", sagte Heldt lediglich. Ansonsten wollte er die in diversen Medien berichteten Gespräche zwischen ihm und Wolfsburger Verantwortlichen nicht kommentieren. "Dazu sage ich nichts."

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