146. Revierderby

Klopp hat Respekt vor "Ergebnismaschine" Schalke

Jürgen Klopp und der BVB empfangen am Samstag Schalke 04 zum 146. Revierderby.
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Jürgen Klopp und der BVB empfangen am Samstag Schalke 04 zum 146. Revierderby.

Dortmund - Zehn Punkte und acht Tabellenplätze hat Schalke 04 vor dem Erzrivalen Borussia Dortmund Vorsprung. Dennoch ist der BVB Favorit im Revierderby am Samstag.

Ein Blindgänger brachte Jürgen Klopps Programm vor dem 146. Revierderby nur kurz durcheinander. Weil am Stadion von Borussia Dortmund eine britische Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurde, musste der BVB-Trainer umziehen. Ausnahmsweise im Trainingszentrum Brackel blickte der 47-Jährige auf den Klassiker am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Schalke 04 und hatte gleich die Lacher auf seiner Seite: „Ich hoffe, dass am Samstag nicht noch mehr Blindgänger im Stadion unterwegs sind.“

Klopp ist vor dem Ruhrpott-Evergreen gut gelaunt, denn die schwierigste Zeit hat der abgestürzte Vizemeister offenbar hinter sich. „Auf Augenhöhe“ sieht Schalkes Mittelfeldspieler Marco Höger die Erzrivalen. Allerdings sei die Wahrscheinlichkeit, dass die Gelsenkirchener auch am Saisonende vor dem BVB stünden, „momentan sehr hoch“.

Dass der sportliche Abstand geringer ist, als es die Zahlen in der Tabelle ausdrücken, liegt an den letzten Ergebnissen. Während der BVB mit drei Siegen in Folge die Abstiegszone verlassen hat, ist Schalke auf dem Weg zurück in die Champions League nach nur einem Punkt aus den vergangenen beiden Spielen ins Stolpern geraten.

Klopp fordert "Geduld ohne einzuschlafen"

„Sie haben sich erholt“, stellte Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes fest - wenig überrascht: „Für mich war es eine Frage der Zeit, bis da Normalität einkehrt. Sie haben eine Klassemannschaft.“

Klopp spricht ebenfalls mit viel Respekt vom Gegner - gerade wegen des Catenaccios seines Kollegen Roberto Di Matteo: „Sie sind eine wirkliche Ergebnismaschine geworden“ - auch wenn die letzten beiden Resultate nicht stimmten. „Wir brauchen Geduld, ohne einzuschlafen“, meinte der BVB-Coach mit Blick auf das Schalker Defensivsystem: „Wir werden die Chancen nicht im Sekundentakt bekommen.“

Gegen Schalke spricht nicht nur der aktuelle sportliche Trend, sondern auch die Personallage. Neun Verletzte hat der Tabellenvierte derzeit, darunter nicht nur die schmerzhaft vermissten Offensivkräfte Julian Draxler und Jefferson Farfan, sondern auch die beiden Torhüter Ralf Fährmann und Fabian Giefer.

Huntelaar kehrt zurück

Somit steht in Dortmund wieder der 19-jährige Timon Wellenreuther zwischen den Pfosten, der zuletzt bei drei Kopfball-Gegentoren nicht die beste Figur abgab. „Das sind Momente im Fußballerleben, aus denen er lernen muss“, meinte Höwedes. Immerhin kehrt Torjäger Klaas-Jan Huntelaar nach seiner Rot-Sperre zurück. „Er wird sicherlich eine unheimliche Hilfe sein“, sagte Di Matteo.

Klopps Ausfallliste ist deutlich kürzer. Lukasz Piszczek, der sich beim 1:2 im Achtelfinalhinspiel der Champions League bei Juventus Turin einen Syndesmose-Teilriss zuzog, ist der dritte verletzte BVB-Profi. Offen ist, ob der in Turin ausgewechselte Sokratis wieder zur Verfügung steht.

Für Schalke spricht dagegen die Statistik: Seit der Jahrtausendwende haben die Königsblauen nur zweimal in Dortmund verloren, aber siebenmal gewonnen.

SID

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