Unparteiischer reagiert auf Vorwürfe

„Größter Skandal“: BVB-Trainer wütet nach Revier-Derby über eine Schiri-Entscheidung

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Hatte im Revier-Derby wenig Spaß: Dortmunds Trainer Lucien Favre regt sich über den Schiedsrichter auf.

Die Pleite gegen Schalke 04 hat wohl alle Titelhoffnungen von Borussia Dortmund begraben. Nach der prestigeträchtigen Partie macht BVB-Trainer Lucien Favre den Schuldigen aus.

Update vom 27. April, 19.41 Uhr: Nach dem hochemotionalen Spiel zwischen Dortmund und Schalke hat sich auch der von BVB-Trainer Lucien Favre schwer kritisierte Schiedsrichter Felix Zwayer geäußert. Über den diskutablen Handelfmeter sagte der Berliner: „Die Aufnahmen haben eindeutig gezeigt, dass es nach aktueller internationaler und nationaler Auslegung ein strafbares Handspiel war.“

Zugleich betonte Zwayer auch: „Ich mache die Regeln nicht. Wenn Fußball-Experten mit dieser Regel nicht einverstanden sind, ist es deren Recht. Wir Schiedsrichter sind dann aber die ärmsten Schweine. Wir setzen das Regelwerk um.“

Zum Platzverweis gegen Marco Reus, der Suat Serdar im Mittelfeld von hinten per Grätsche attackiert hatte, sagte Zwayer: „Ich bin total überzeugt, dass Marco Reus versucht hat, den Ball zu spielen. Das ist ihm aber nicht gelungen, weil die Situation anders gelaufen ist, als er sie eingeschätzt hat. Am Ende haben wir zu beurteilen, was passiert, und nicht, was die Absicht ist. Ein gestrecktes Bein auf die Achillessehne mit offener Sohle ist eine Gesundheitsgefährdung, und damit ist die Entscheidung klar.“

BVB gegen Schalke: Favre kritisiert Entscheidung auf Handelfmeter

Dortmund - Trainer Lucien Favre fühlte sich nach der bitteren 2:4-Niederlage im Revierderby gegen Schalke 04 betrogen. "Das ist so lächerlich. Die Leute, die diese Regel erfunden haben, können nicht mehr in den Spiegel sehen. Sie haben keine Ahnung vom Fußball. Das ist der größte Skandal. Das ist eine große Schande für den Fußball", sagte Favre bei „Sky“ und in der „ARD“ über den Handelfmeter von Daniel Caligiuri, der nach vier Minuten nach der Dortmunder Führung durch Mario Götze zum zwischenzeitlichen 1:1 führte.

Schalkes Stürmer Breel Embolo hatte BVB-Innenverteidiger Julian Weigl aus kurzer Entfernung angeschossen. Schiedsrichter Felix Zwayer entschied nach Studium der Bilder auf Hinweis des Video-Assistenten Guido Winkmann zum Entsetzen der Dortmunder auf Elfmeter. "Der Arm war auf Schulterhöhe ausgestreckt und damit hat er den Ball geblockt. Da war die Entscheidung für mich relativ leicht zu treffen. Es ist nach aktueller Auslegung ein Strafstoß", sagte Zwayer.

Favre sauer: „Man muss sich die Arme abschneiden“

Das beruhigte Favre nicht. "Man muss sich die Arme abschneiden. Aber ohne Arme hat man kein Gleichgewicht mehr. Das hat nichts mit Fußball zu tun", sagte der Schweizer, dessen Team nach den Roten Karten gegen Marco Reus und Marius Wolf das Spiel in doppelter Unterzahl beendete: "Es war keine gute Leistung vom Schiedsrichter", sagte Favre.

Unterstützung erhielt Favre von Huub Stevens. "Ich sehe oft die Verteidiger mit den Händen auf dem Rücken. Das ist doch kein Verteidigen. Da muss eine klare Linie kommen", sagte der Schalker Coach.

Bayern können mit Erfolg in Nürnberg davonziehen

Durch den Ausrutscher der Dortmunder kann sich Bayern München am Sonntagabend beim 1. FC Nürnberg (18 Uhr/ Live-Ticker auf tz.de*) um vier Punkte absetzen und hält damit alle Trümpfe im Titelkampf in der Hand. Der Rekordmeister tritt anschließend noch gegen Hannover 96, bei RB Leipzig und gegen Eintracht Frankfurt an. Auf den BVB warten noch die Spiele bei Werder Bremen, gegen Fortuna Düsseldorf und bei Borussia Mönchengladbach.

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sid, mol

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