„Da wird es Reaktionen geben“

Coronavirus: Diese Transfers sind beim FC Bayern jetzt in Gefahr - und eine Vertragsverlängerung

Sportdirektor des FC Bayern München: Hasan Salihamidzic.
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Sportdirektor des FC Bayern München: Hasan Salihamidzic.

Die Corona-Krise stoppt die Transfer-Verhandlungen beim FC Bayern offenbar nicht. Und dennoch wird es auch für die Münchner auf dem Transfermarkt knifflig. Wir erklären, warum.

  • Die Corona-Krise* legt den Transfermarkt weitgehend lahm.
  • Der FC Bayern München* führt angeblich Gespräche mit Wunsch-Transfer Leroy Sané.
  • Dennoch wackeln wegen des Coronavirus* gleich mehrere Transfers.

München - Der Fußball und die Corona-Krise: Auch der Transfermarkt, auf dem Verhandlungen im Frühjahr eigentlich Hochkonjunktur haben, ist derzeit weitgehend lahmgelegt. Das bestätigte Spielerberater Ali Bulut (früher Benjamin Henrichs und Stefan Kießling) der Ippen Digital Zentralredaktion.

Weil viele Klubs, Spieler und Manager in der Bundesliga sowie international schlicht nicht wissen, wie (und wann) es weitergeht. Ablösesummen werden aufgrund der Krise eher sinken, meinte Jonas Baer-Hoffmann, der Generalsekretär der Spielergewerkschaft FIFPro im ZDF: „Da wird es Reaktionen geben, alles andere wäre unrealistisch. Das wird Druck kreieren.“

Selbst auf den FC Bayern München? Den Weltkonzern? Den Branchen-Riesen? Wir erklären, welche Transfers und welches Vertragsgespräch durch das Coronavirus eine andere Ausgangslage haben.

Philippe Coutinho: Inter Mailand ist im Corona-Krisengebiet Italiens

Der 27-jährige Brasilianer betont gerne und nachdrücklich, wie gut er sich in München fühle. Ob die Bayern allerdings die Kaufoption für den Barca-Leihspieler ziehen werden, ist fraglich. 

Einzig: Der FC Barcelona hat offenbar wenig Interesse, den „kleinen Magier“ zurückzuholen. Als ein möglicher Abnehmer galt Inter Mailand, ein Ex-Klub Coutinhos.

Doch: Mailand ist die Hauptstadt der Lombardei, die Corona-Sperrgebiet ist. Wann es dort mit dem Fußball weitergeht, mit den beiden großen Mailänder Klubs, ist aktuell völlig vage.

Lesen Sie auch: Während der Corona-Krise möchte FC Bayern-Star und Fußball-Weltmeister Thomas Müller  den Helden seiner Heimat etwas Gutes tun. Nun hat er eine tolle Aktion gestartet.

Jerome Boateng: Der AC Mailand liegt im Corona-Hotspot Lombardei

Das könnte auch Jerome Boateng betreffen, schließlich soll sich der AC Milan schon länger für den Weltmeister von 2014 interessieren.

Boateng, mittlerweile 31, könnte dort seine Karriere gebührend ausklingen lassen. Italiener stehen nachweislich auf ältere Fußballer - und die Mode-Stadt Mailand hätte für Mode-Fan Boateng einiges zu bieten.

Doch aktuell haben die Italiener ganz andere Sorgen.

Corentin Tolisso: Corona verschärft die Transfer-Bilanz

Tolisso ist unter Bayern-Trainer* Hansi Flick nur Ersatz - in den Wochen vor Corona verfestigte sich das.

Englische Medien brachten den 25-jährigen Franzosen zuletzt mit Manchester United in Verbindung - und er soll demnach nicht abgeneigt sein.

Aber: Die Corona-Krise verschärft die miserable Transferbilanz von ManUnited, die aktuell bei minus 142 Millionen Euro liegen soll. Fallen die Transfersummen tatsächlich, dürften auch die Briten nicht mehr bereit dazu sein, immer ausschweifende Ablösen zu zahlen.   

Timo Werner: Die Chancen von RB Leipzig auf die Meisterschaft sinken

Obwohl Timo Werner vor der Saison seinen Vertrag bei RB Leipzig bis 2023 verlängert hat, schließt der Nationalstürmer einen Wechsel (irgendwann) zum FC Bayern weiter nicht aus.

Aber: RB Leipzig hatte vor der Corona-Krise die Chance vermasselt, im Meisterduell der Bundesliga vorzulegen. Und, der Mehrheitseigner, Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz hat eine Wette mit Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß am Laufen, dass die Sachsen mittelfristig die Schale gewinnen.

Dass wiederum Partien ohne Zuschauer für eine Wettbewerbsverzerrung sorgen, zeigten die wenigen Geisterspiele vor der Zwangspause. Kein gutes Zeichen für RB Leipzig, das wenig Anlass hat, Torgarant Werner ziehen zu lassen.

Leroy Sané: Dem DFB-Star bleibt wenig Zeit, sich für Bayern zu empfehlen

Die Premier League hat den Spielbetrieb wegen Corona bis Ende April (30.4.) unterbrochen. Eigentlich sollte Leroy Sané* gerade jetzt, nach seiner langen Ausfallzeit (wegen Kreuzbandriss), auf den Platz zurückkehren.

Letztes Pflichtspiel im August 2019: Leroy Sané (li.) von Manchester City.

 

Doch das fällt erstmal aus. Dem hochbegabten Außenstürmer wird wenig Zeit bleiben, zu beweisen, dass ihn die Verletzung nicht maßgeblich zurückgeworfen hat - und warum die Bayern erstmals einen dreistelligen Millionenbetrag überweisen sollten.

David Alaba: FC Bayern hat aktuell keine Planungssicherheit

Wiederholt schloss derweil David Alaba einen Abgang vom FC Bayern nicht aus. Auch, wenn er kürzlich bei Instagram emotional zu seinem Arbeitgeber postete.

Seit Jahren soll sich der FC Barcelona mit dem österreichischen Nationalspieler beschäftigen. Ein klares Bekenntnis zu den Münchnern vermied er bisher. Nun wechselte Alaba den Agenten. Kein Geringerer als Pini Zahavi berät ihn nun. Der Name lässt die Bayern-Verantwortlichen aufhorchen.

Weil dem Allrounder die Planungssicherheit fehlt? Fakt ist: Coach Flick, von den Profis hochgeschätzt, hat immer noch keinen neuen Vertrag. Und: Aktuell ist völlig unklar, wer dazustoßen wird, und wer nicht. Ob das Alaba gefällt, der mit 27 im besten Fußballer-Alter ist?

pm

*tz.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Während beim FC Bayern Transfers wegen Corona in Gefahr sind, ruhen die Hoffnungen im Kampf gegen das Coronavirus auch bei einem Bundesliga-Konkurrenten: Dietmar Hopp*. Wir erklären das Biotech- und Fußball-Imperium des Hoffenheim-Mäzens. Real Madrid trauert um Ex-Präsident Lorenzo Sanz, der an den Folgen des Coronavirus starb.

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