Brasilien von Covid-19 schwer betroffen

Corona-Pandemie zum Trotz: Neymar plant angeblich fette Silvester-Party in Brasilien

Neymar jubelnd im PSG-Trikot.
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Neymar will seine Silvester-Party trotz der Corona-Maßnahmen durchziehen.

Laut Medienberichten plant Neymar in seiner Heimat eine Silvester-Party. Die Corona-Maßnahme würden dabei nicht beachtet werden, seine Anwälte bestreiten jedoch etwaige Pläne.

München - Silvester 2020 wird ein besonderes Silvester. Nicht wegen der ausufernden Partys, sondern weil die Menschen weltweit darauf sensibilisiert worden sind, aufgrund der Corona-Pandemie* zu Hause zu bleiben und höchstens im kleinsten Kreis den Jahreswechsel zu zelebrieren. Für Einen sollen sich jedoch nicht allzu viel ändern.

Brasiliens Fußball-Superstar Neymar plant nämlich laut AFP eine große Fete in seiner Heimat Magaratiba. Das gigantische 10.000-Quadratmeter-Anwesen wurde offenbar schon mit Lärmschutzwänden ausgestattet, ein Hangar für Mini-Jets und Hubschrauber sei noch in Arbeit. Da sich der Stürmer von PSG wohl bewusst ist, dass sich öffentliche Bilder und Videos einer großen Feierei während der Pandemie nicht allzu gut auf sein Image auswirken würden, müssen die Gäste ihre Smartphones wohl am Eingang abgeben - das wollen lokale Medien bereits in Erfahrung gebracht haben.

Coronavirus: Erschreckende Zahlen in Brasilien

Wie viele Besucher tatsächlich kommen sollen, ist nicht ganz klar. Die Anwälte des 28-Jährigen sprachen lediglich von Familienangehörigen und dem Physio. Jedoch geisterten auch dreistellige Besucherzahlen durch die Medien. Private Feiern sind in und um Rio de Janeiro zwar nicht explizit verboten, jedoch ist die Bevölkerung angehalten, die üblichen Abstandsregeln* zu respektieren.

Die Zahl der Neuinfektionen am Mittwoch betrug 58.719, bereits über 192.000 Menschen sind in Verbindung mit dem Virus* gestorben. Kein Wunder also, dass Neymars Aktivitäten abseits des Platzes bei seinen Landsleuten längst nicht mehr auf vollste Unterstützung trifft.

Neymars Silvesterparty: Lokale Behörden wohl machtlos gegen Feiern

So düster die Zahlen im größten Land Südamerikas auch sind und so verrückt die Pläne der weltweiten Ikone angesichts dessen erscheinen - Konsequenzen hat er wohl vorerst nicht zu befürchten. „Es fehlt uns an der Manpower, jede einzelne Feier zu überprüfen“, gaben die Behörden in einem Statement zu. Die Gäste werden also in Ruhe im Pool und den weiteren Luxus- Angeboten des Nationalspielers feiern können. Hält sich jeder an das Handy-Verbot, wird außerdem niemand etwas mitbekommen.

Inwiefern sich Neymar, der sich zuletzt frustriert über die Weltfußballerwahl um Robert Lewandowski meldete, während der Feier- und Vorbereitungsstrapazen von seiner Knöchel-Verletzung erholen kann, bleibt dann abzuwarten. Diese ermöglichte es ihm erst, in seine Heimat zu fliegen und seine vertraglichen Pflichten bei PSG für kurze Zeit hinter sich zu lassen. Am 6. Januar ist das Comeback gegen den AS St. Etienne geplant. (ta) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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