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Eintracht Frankfurts Youth League-Debüt gelingt

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Von: Johannes Götze

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Mehdi Loune (Frankfurt) im Zweikampf mit Dario Essugo (Lissabon) Eintracht Frankfurt vs Sporting CP, Fussball, Uefa Yout
Sportings Kapitän Dario Essugo war Dreh- und Angelpunkt der Portugiesen, hier schnappt er Eintracht Frankfurts Mehdi Loune den Ball weg, während Eintracht-Coach Damir Agovic beobachtet. © IMAGO/Eibner-Pressefoto

Die Premiere von Eintracht Frankfurt in der UEFA Youth League ist geglückt: Gegen die namhaft besetzte Talentschmiede von Sporting Lissabon, die im Vorjahr bis ins Viertelfinale vordrang, holte das Team um Chefcoach Damir Agovic ein 1:1 (0:1)-Remis.

Der Rahmen im Sportpark Dreieich passte: 1100 Zuschauer inklusive der Führungsriege der Eintracht kamen zur Premiere der Eintracht im Elite-Nachwuchswettbewerb der UEFA um 12 Uhr am Mittwochmittag. Und sie konnten aufgrund einer starken zweiten Halbzeit stolz auf die SGE sein, deren Team Trainer Damir Agovic aus Spielern des Hessenliga-Teams, der U19 und der U17 zusammengestellt hatte.

Youth League Premiere von Eintracht Frankfurt gelingt – Remis gegen Sporting

Denn die Portugiesen waren nicht älter, aber deutlich erfahrener als die Youngster von Eintracht Frankfurt aufgestellt. Beispiele gefällig? Kapitän Dario Essugo beackerte im 4-3-3 das zentrale Mittelfeld quasi allein. Schon seit neun Jahren spielt der 17-Jährige für Sporting und könnte sich einer der legitimen Nachfolger von Luis Figo, Cristiano Ronaldo oder Nani werden. Sie alle wurden beim 19-fachen portugiesischen Meister ausgebildet. Warum für Essugo ähnliches infrage kommt?

Schon mit 16 debütierte er für die erste Mannschaft in der Champions League bei Ajax Amsterdam. Eine Million beträgt sein Marktwert. Auch Rodrigo Ribeiro soll laut transfermarkt.de derzeit so viel wert sein. Er ist ebenfalls erst 17 und spielte bereits in Portugals erster Liga. Der Mittelstürmer erzielte die Führung für die Portugiesen, traf völlig freistehend aus acht Metern per Direktabnahme (10.)

Sportings Kapitän hat schon Champions League gespielt

Sporting hatte da einmal mehr die Eintracht auseinander gespielt. Insbesondere in Durchgang eins waren die Gäste im Sportpark Dreieich das bessere Team: beweglicher, robuster, laufstärker und spielfreudiger. Doch vielleicht im letzten Drittel etwas zu verspielt, weswegen die Agovic-Elf wenig klare Chancen zulassen musste, selbst aber nur ganz selten Gefahr ausstrahlte.

Die Jungs haben in der Halbzeit gesehen, da geht was – und dann können wir das Spiel sogar gewinnen.

Damir Agovic, Eintracht-Trainer

Besser wurde das in Durchgang zwei, in der Agovic zwar nicht das 4-3-3 umgestellt hatte, aber seinem Team die richtigen Mittel an die Hand gab. Frankfurt spielte offensiver, presste den Gegner besser, hatte deutlich höhere Ballbesitzzeiten und kam dadurch zum verdienten Ausgleich durch Linksaußen Gianluca Schäfer, der nach glänzender Vorarbeit von Nacho nur noch einschieben musste (62.).

U17-Torjäger Anas Alaoui spielt vor

Bitter für das Spiel – und wahrscheinlich auch für die Eintracht: Der armenische Schiedsrichter war nicht immer Herr der Lage, verweigerte erst Schäfer einen Foulelfmeter (65.) und in der Nachspielzeit Frankfurt einen Handelfmeter. Der aufgebrachte Louis Kolbe flog infolgedessen noch vom Platz. „Bei Gianluca will ich erst das Video sehen, weil ich weit weg stand, aber der Handelfmeter ist glasklar. Das ist extrem schade für uns“, trauerte Agovic der großen Siegchance hinterher, zeigte sich insgesamt aber vollauf zufrieden.

Agovic und sein Co-Trainer Ervin Skela nutzten das Spiel, um mit Junior Awusi, Derek Osei und Torjäger Anas Alaoui gleich drei Spielern der U17 Einsatzzeiten zu gewähren. Das Trio fügte sich im Laufe der zweiten Halbzeit nahtlos ins Team ein. Weiter geht es für die Eintracht in der kommenden Woche bei Olympique Marseille. Nur der Gruppensieger qualifiziert sich sicher für das Achtelfinale, der Zweite kann den Weg dorthin über Play-offs finden.

Die Statistik:

Eintracht Frankfurt U19: Matteo Bignett; Louis Kolbe, Dario Gebuhr, Tim Hannak (63. Derek Osei), Elias Baum – Marcel Wenig, Niko Kovac (72. Marko Mladenovic), Mehdi Loune – Divaio Bobson (78. Paul Wünsch), Nacho (63. Anas Alaoui), Gianluca Schäfer (72. Junior Awusi).
Sporting Club: Diogo Pinto; Diogo Travassos, Gilberto Batista, Joao Muniz, Flavio Nazinho – Mateus Fernandes, Dario Essugo, Samuel Justo (75. Marco Cruz), Diogo Cabral (75. Isnaba Mane), Rodrigo Ribeiro, Afonso Moreira (85. Rafael Nel).
Zuschauer: 1100.
Tore: 0:1 Rodrigo Ribeiro (10.), 1:1 Gianluca Schäfer (62.).
Gelb-Rote Karte: Louis Kolbe (90.+3, Eintracht Frankfurt).

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