Umstrittene Aktion der Fans

Eintracht Frankfurt: Ultras klauen Polizei-Banner - und setzen noch einen drauf

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Nach einem umstrittenen Polizeieinsatz haben die SGE-Fans mit einer Aktion beim Spiel gegen Hoffenheim für Aufsehen gesorgt.

Eintracht Frankfurt: Beim Spiel gegen Donezk kam es zu einem umstrittenen Polizeieinsatz. Jetzt haben SGE-Fans einen Polizei-Banner gerippt - doch damit nicht genug. 

Frankfurt - Die Auseinandersetzung zwischen den Fans von Eintracht Frankfurt und dem hessischen Innenminister Peter Beuth (51) geht in die nächste Runde, wie extratipp.com* berichtet. Auslöser war das Europa-League Rückspiel der Eintracht gegen Schachtar Donezk. In einem Interview gegenüber dem Sport-Streaming-Dienst DAZN sorgte SGE-Präsident Peter Fischer (63) mit seinen Äußerungen am Vortag der Partie für Verwirrung. „Wenn ich sage, dass das Stadion morgen brennt, dann brennt das morgen. Und zwar so, dass ihr kaputtgeht, weil ihr so viel Licht habt und das Spiel für euch etwas neblig wird“, forderte Fischer die heimischen Fans auf.

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SGE: Innenminister Beuth wird zum Feindbild - Fans erbeuten Banner der Bundespolizei

Bei Hessens Innenminister Peter Beuth schrillten angesichts der Frankfurter Pyro-Vergangenheit wohl alle Alarmglocken. Aufgrund der Aussagen von SGE-Präsident Fischer kam es deswegen zu einer Durchsuchung der SGE-Fankurve. 

Außerdem stellten die Beamten ein Transparent sicher, auf dem Beuth mit vulgären Worten beleidigt wurde. Bei dem Eingriff sind zwei SGE-Anhänger verletzt worden. Die Eintracht-Fans reagierten empört und sagten die zum Anpfiff geplante Choreografie ab. Beim Bundesliga-Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim ging der Protest dann weiter. 

Die SGE-Fans protestierten beim Bundesligaspiel gegen den umstrittenen Polizeieinsatz. 

Mit insgesamt 54 Plakaten demonstrierten die Eintracht-Fans gegen den Polizeieinsatz beim Europa-League Spiel, bei denen auch SGE-Anhänger zu Schaden gekommen sind. Dabei zeigte sich das Eintracht-Fanlager kreativ. Mit kreativen Wortspielen verschmähten die Fans den Innenminister. Auf einem großen Transparent war außerdem Beuths dienstliche E-Mail-Adresse zu sehen, mit der Bitte, ihm „Anregung und Kritik“ zukommen zu lassen. Außerdem zeigten die Eintracht-Fans ein erbeutetes Banner der Bundespolizei. Doch damit nicht genug: Die SGE-Anhänger zerrissen das Banner anschließend sogar. 

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SGE: Fischer relativiert Aussagen - „Mit Pyrotechnik hat das nichts zu tun“ 

Noch vor der Partie hat Eintracht-Präsident seine Aussagen relativiert. 

„Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass im Stadion heute eine besondere Stimmung herrschen muss, damit wir weiterkommen. Es darf in Sachen Pyrotechnik heute nichts passieren - gerade bei unserer Vorgeschichte. Ich habe vielmehr die Menschen im Stadion und die Atmosphäre gemeint. Mit Pyrotechnik hat das gar nichts zu tun“, so Fischer gegenüber hr-sport. Angesichts der im Vorfeld getätigten Aussagen sah Beuth sich dazu veranlasst, mit „entsprechenden Gefahrenabwehrmaßnahmen“ die Sicherheit anderer Stadionbesucher zu gewährleisten.

Die SGE-Anhänger habe in der Vergangenheit immer wieder mit Pyrotechnik gezündelt. Als Wiederholungstäter spielt die Eintracht bei der UEFA momentan auf Bewährung. Beim nächsten Verstoß drohen Verein und Fans drastische Strafen. Besonders beliebt im Fußball-Fanlager sind die bengalischen Feuer (kurz: „Bengalos“). Die Fackeln sorgen mit hellen Lichter und farbige Nebelschwaden durchaus für eine eindrucksvolle Stimmung. Allerdings erreichen sie eine Temperatur von bis zu 2500 Grad und können bei Umstehenden schwerste Brandverletzungen hervorrufen. Aktuell herrscht in allen europäischen Fußballstadien ein stricktes Bengalo-Verbot. 

*extratipp.com und fnmp.de* sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

lok

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