Erfahrener Profi spielte in fünf Ländern

Kurzes Intermezzo als TV-Experte: Kevin-Prince Boateng verlässt ARD vorzeitig

Kevin-Prince Boateng beendet seine Tätigkeit für die ARD.
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Kevin-Prince Boateng beendet seine Tätigkeit für die ARD.

Die ARD hatte Kevin-Prince Boateng groß als Experten angekündigt, nun verlässt der Fußball-Profi das Studio nach zwei Wochen aufgrund seiner neuen Aufgabe.

Berlin - Vor der Europameisterschaft präsentierte die ARD ein Experten-Team aus den verschiedensten Fachleuten. Neben der Wolfsburger Nationalkeeperin Almuth Schult und dem doppelten U21-Europameister-Trainer Stefan Kuntz stand auch der Profi Kevin-Prince Boateng als TV-Experte vor der Kamera. Der 34-Jährige wird seinen Vertrag beim öffentlich-rechtlichen Sender bis zum Turnierende aber offenbar nicht erfüllen.

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Als er seine Aufgabe bei der ARD begann, stand er noch beim italienischen Zweitligisten und Berlusconi-Klub AC Monza unter Vertrag, mit dem er knapp den Aufstieg in die Serie A verpasste. Damals ahnte er wohl nicht, während der Europameisterschaft einen Vertrag in der Bundesliga* zu unterzeichnen. Doch so kam es letzten Endes.

Kürzlich verkündete der finanzkräftige Erstligist Hertha BSC die Verpflichtung des Offensivspielers*, der seine Experten-Tätigkeit im Zuge seines neuen Jobs abbrechen muss. Wie Bild berichtet, soll Boatengs ursprünglich bis zum Endspiel am 11. Juli gültiger Kontrakt vorzeitig beendet werden. Somit wird er bereits am Sonntag bei den Übertragungen der Achtelfinal-Partien fehlen, am Montag befindet sich der Profi bereits bei seinem neuen Verein. Trotzdem wird Boateng am Dienstagabend beim Klassiker zwischen England und Deutschland dabei sein, da seine Expertise hier als ehemaliger England-Legionär unbedingt notwendig ist.

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Im Alter von zwanzig Jahren wechselte er von seinem Jugendverein Hertha BSC* für fast 8 Millionen Euro zu Tottenham Hotspur ins Mutterland des Fußballs. Daraufhin begann Boatengs wilde Laufbahn, in der es ihn neben einigen Bundesliga-Intermezzi nach Italien, Spanien und in die Türkei zog. Dabei spielte der Halbbruder von Jerome Boateng bei weltbekannten Klubs wie Besiktas, dem AC Mailand oder dem FC Barcelona*.

Nun muss die ARD für die letzten beiden Turnierwochen auf den ehemaligen ghanaischen Nationalspieler verzichten. Bereits am Mittwoch, dem Tag nach dem deutschen Achtelfinale, startet Boateng mit seinem neuen alten Klub ins Mannschaftstraining, nur einen Tag später startet ein siebentägiges Trainingslager in Neuruppin, bei dem sich die Mannschaft auf die kommende Saison vorbereitet. „Vielen Dank an der Stelle an die Verantwortlichen der ARD für ihre Flexibilität“, wurde Herthas neuer Manager Fredi Bobic von Bild zitiert. (ajr)

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