Profi gibt Versprechen

„Ich zu den Bayern? Nie!“: Nationalspieler erteilt Wechsel klare Absage

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Marco Reus hat bisher 37 Länderspiele absolviert.

Jahrelang wurde Marco Reus mit dem FC Bayern München in Verbindung gesetzt. Nun hat der Nationalspieler einem Wechsel eine klare Absage erteilt.

Dortmund - Fußball-Nationalspieler Marco Reus hat einen Wechsel zu Bayern München kategorisch ausgeschlossen. „Ich? Zu den Bayern? Nie! Mich werden Sie nicht beim FC Bayern erleben. Das verspreche ich“, sagte der Mittelfeldspieler von Tabellenführer Borussia Dortmund im Interview mit der FAZ (Samstagausgabe) und fügt an: „Außerdem bin ich bald 30, die wollen doch ihre Altersstruktur auch verändern.“

Der 29-Jährige, vom Fachmagazin kicker und vom Sport-Informationsdienst (SID) zum Spieler der Hinrunde gekürt, ist derzeit mit sich und der Welt zufrieden: „Wenn man mich auf die Waage stellen würde, dann wäre ich komplett auf Mitte. Mich zieht nichts nach rechts und nichts nach links. Ich bin komplett zufrieden, wie es derzeit läuft, sportlich und privat.“

Fahren ohne Führerschein: Reus ist es peinlich

Sportlich wolle er an die Hinrunde anknüpfen, sagte Reus, der bei seiner Arbeit nicht nur auf das tägliche Training vertraut: „Wissen Sie, was mir dabei ehrlich gesagt auch hilft? Auch mal über Dinge nachzudenken, die nicht nur den Fußball betreffen.“

Dazu gehöre auch, sein eigenes Leben zu reflektieren. Im Nachhinein ist es ihm peinlich, dass er jahrelang ohne Führerschein Auto gefahren ist. „Ich stehe zu diesem Fehler, kann und will ihn auch nicht totschweigen. Ich wusste schon damals, noch bevor es rauskam, dass das ein großer Fehler war, aber ich habe das dann doch immer von mir weggeschoben. Ich dachte und hoffte: Es wird sich irgendwann von allein lösen, es wird schon irgendwie gehen. Auch wenn ich insgeheim wusste, dass es rauskommen würde.“

Marco Reus träumt vom Meistertitel

Die schlimmsten Konsequenzen waren damals „ohnehin, dass zum einen viele Leute und auch viele meiner Fans leider ein völlig falsches Bild von mir bekommen haben. Daran bin ich natürlich einzig und allein selbst schuld. Zum anderen, und für mich noch schlimmer, waren die Folgen für meine eigene Familie, die mit meinem Fehler konfrontiert wurde.“ Er habe aus diesem Fall die richtigen Lehren gezogen: „Aber auch diese Erfahrung gehört zu meinem Entwicklungsprozess. An den negativen Dingen wächst man mehr als in Zeiten, in denen die Leute einem nur auf die Schulter klopfen und sagen: ‚Super gemacht!‘“

Heute blickt Reus, dessen Berater einen 300-Millionen-Transfer erwartet, aber lieber nach vorne und würde gerne in dieser Saison mit dem BVB die Meisterschaft gewinnen: „Mit Dortmund als Dortmunder Junge das Ding irgendwann einmal hochzuhalten, das wäre brutal schön, gigantisch, ein Traum.“

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SID

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