Ablösesumme wäre gering gewesen

Schnäppchen Lewandowski? Real Madrid ließ Billig-Klausel aus banalem Grund verstreichen

Wäre wohl beinahe doch nicht beim FC Bayern gelandet: Robert Lewandowski hätte per Klausel aus seinem Vorvertrag gekauft werden können.
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Wäre wohl beinahe doch nicht beim FC Bayern gelandet: Robert Lewandowski hätte per Klausel aus seinem Vorvertrag gekauft werden können.

Für den FC Bayern ist Robert Lewandowski ein Mega-Schnäppchen - weil er ablösefrei nach München kam. Dabei mussten die Roten wohl lange um den Transfer zittern.

  • Seit 2014 stürmt Robert Lewandowski* für den FC Bayern* und trifft und trifft und trifft.
  • Anscheinend hätte Real Madrid den ablösefreien Transfer aus Dortmund für eine verhältnismäßig läppische Summe verhindern können.
  • Doch dem Boss der „Königlichen“ waren die guten Beziehungen zu den Roten offenbar mehr wert.

München - Die Erfolgsära des FC Bayern mit der einmaligen Meisterserie und diversen Pokalerfolgen ist eng mit einem Namen verbunden: Robert Lewandowski. Seit 2014 stürmt der Pole für die Roten und schoss abgesehen von seiner ersten Saison in München jedes Jahr wettbewerbsübergreifend mehr als 40 Tore*.

Entsprechend neidisch schaut die Konkurrenz - auch die internationale - in Richtung Säbener Straße. Denn als Sahnehäubchen obendrauf kommt ja noch: Für Lewandowski war vor sechs Jahren nicht einmal eine Ablöse fällig. Weil sein Vertrag bei Borussia Dortmund ausgelaufen war. Und der Rekordmeister* schon zeitig angeklopft hatte. Schon nach dem 2:5-Desaster im Pokalfinale 2012 gegen den BVB sollen die Bosse angefangen haben, den Transfer einzufädeln.

FC Bayern: Klausel im Lewandowski-Vertrag? Ausstiegsmöglichkeit für 20 Millionen Euro offenbar möglich

Ein Jahr später war der Deal dieses Jahrtausends eingetütet - immerhin wäre für einen Spieler von Lewandowskis Klasse wohl schon damals eine Ablöse jenseits der 50 Millionen Euro aufgerufen worden. Offenbar hätten den Bayern jedoch noch ein ewiger Rivale in die Suppe spucken können. Denn der vereinbarte Vorvertrag soll eine Ausstiegsmöglichkeit für den Profi beinhaltet haben. So berichtet es die spanische Sportzeitung AS.

Dort heißt es, Lewandowskis damaliger Berater Cezary Kucharski hätte Real Madrid auf eine entsprechende Klausel aufmerksam gemacht. So hätten die „Königlichen“ lediglich 20 Millionen Euro an den FC Bayern zahlen müssen, um sich die Dienste des Torjägers zu sichern. Rückblickend eigentlich ein Schnäppchen. Eine Chance, die sich Spaniens Rekordmeister im Grunde nicht hätte entgehen lassen dürfen.

FC Bayern: Klausel im Lewandowski-Vertrag? Real-Boss wollte gute Beziehungen wohl nicht riskieren

Und dennoch habe Real-Boss Florentino Perez die Füße still gehalten - wegen der guten Beziehungen zwischen den beiden Topklubs. Der milliardenschwere Unternehmer habe befürchtet, dass zwischen den „Königlichen“ und den Roten ein Krieg ausgebrochen wäre, hätte er sich Lewandowski auf diesen Weg gekrallt. Zudem habe Karim Benzema, ein erklärter Lieblingsspieler von Perez, seine Sache im Sturmzentrum gut gemacht.

Verwunderlich ist schon, dass die Real-Führungsetage beim Lewandowski-Lager erst im Jahr 2014 wirklich vorgefühlt haben soll wegen eines Transfers. Denn auch dem Rekord-Champions-League-Sieger schenkte der gebürtige Warschauer einmal ordentlich ein: Im legendären Halbfinal-Hinspiel der Königsklasse 2012/2013 netzte er beim Dortmunder 4:1 viermal ein. Anschließend hätte es zwar ein Gespräch zwischen Perez und Lewandowski gegeben, doch konkreter wurde das Interesse zunächst anscheinend nicht.

Real Madrid fast im Alleingang besiegt: Im Frühjahr 2013 schoss Robert Lewandowski für Borussia Dortmund vier Tore gegen die „Königlichen“.

FC Bayern: Klausel im Lewandowski-Vertrag? Auch Berater-Wechsel bringt keinen Transfer zustande

Dabei umwehen die Karriere des 112-maligen Nationalspielers immer wieder Gerüchte über seinen angeblichen Wunsch, einmal für die „Blancos“ aufzulaufen. Dies soll auch der Grund gewesen sein, warum Lewandowski 2018 sein Berater-Duo Kucharski und Maik Barthel schasste und sich in die Hände des international bestens vernetzten Pini Zahavi begab*. Doch auch der Israeli brachte - wohl auch unter dem Eindruck einer schwachen WM des Knipsers in Russland - keinen Deal zustande.

Mittlerweile haben sich die Gerüchte merklich abgekühlt. Zumal Lewandowski auch das klarstmögliche Bekenntnis zu seinem Arbeitgeber abgegeben hat: Im August 2019 unterschrieb er einen neuen Vertrag, der ihn bis 2023 an den FC Bayern bindet. Dann wird der mittlerweile zweifache Familienvater fast 35 Jahre alt sein. Und wohl auf weitere Titel im roten Dress zurückblicken.

Auf tz.de* wird auch die fast perfekte Elfmeter-Taktik von Lewandowski beleuchtet. Der FC Bayern zeigt sich derweil in der Corona-Krise spendierfreudig und unterstützt den Breitensport. Ein ehemaliger Teamkollege muss sich derweil einen neuen Klub suchen - doch wohin verschlägt es Mario Götze?

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

mg

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