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FC Bayern baggerte Bundesliga-Star an: „Ich bin kein Lewandowski“

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Von: Michael Haug

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Der FC Bayern war wohl an Andrej Kramaric von der TSG Hoffenheim dran. Der Kroate erklärt, warum er in der Provinz geblieben ist.

München - Warum ist Andrej Kramaric, dieser begnadete Torjäger, der sich in den vergangenen Jahren auch spielerisch weiterentwickelt hat, noch nicht zu einem absoluten Top-Klub gewechselt? Es hätte ja nicht direkt der FC Bayern München sein müssen. Wobei: Andrej Kramaric hätte die Möglichkeit gehabt an die Säbener Straße zu wechseln, wie er nun verrät! Der Rekordtorschütze der TSG Hoffenheim erklärt, warum er sich dagegen entschied.

Andrej Kramaric: Torjäger schießt sich ins Visier des FC Bayern

Andrej Kramaric wechselte 2016 für 11 Millionen Euro aus Leicester zur TSG, nachdem er zuvor schon einige Monate ausgeliehen war. Der kroatische Nationalspieler überzeugte direkt in seiner ersten vollständigen Saison, erzielte fünfzehn Treffer in der Bundesliga und bereitete acht vor. Herausragend war der 30-Jährige in der Saison 2020/2021, als er mit 20 Toren und 6 Assists die Lebensversicherung der Kraichgauer war. Das rief den FC Bayern auf den Plan.

Andrej Kramaric lässt seinen Emotionen freien Lauf.
Andrej Kramaric lässt seinen Emotionen freien Lauf. © IMAGO/Thomas Voelker

FC Bayern: Warum entschied sich Andrej Kramaric gegen den Rekordmeister?

Kramaric habe wegen eines möglichen Wechsels „viel nachgedacht“, erzählt er dem kicker. Bekanntlich entschied sich der Familienvater für eine Vertragsverlängerung bis 2025 bei der TSG. „Ich habe mich gefragt: Was willst du? Bei Bayern München sind Müller und Lewandowski, die sind dort Legenden, da hätte ich nicht jede Woche gespielt. Du musst akzeptieren, einer von 25 Spielern zu sein“, erläutert Kramaric. Der Kroate bevorzuge seinen „Top-Status“ beim Hopp-Klub und fühle sich dort auch privat mit Frau und Kind wohl.

Die abgelaufenen Saison sieht Kramaric kritisch. Der Führungsspieler bereitete zwar zehn Treffer vor, konnte aber nur sechsmal selber einnetzen. „Da bin ich nicht zufrieden“, gibt der Mann, der in einem kleinen Ort nördlich von Zagreb aufwuchs, zu. Wie die gesamte Mannschaft blieb er besonders am Saisonende unter den eigenen Ansprüchen. „Ich bin eben auch kein Messi, kein Cristiano Ronaldo und kein Lewandowski“, weiß Kramaric.

Kramaric kritisch: „Müssen uns hinterfragen, was professionelle Einstellung betrifft“

„Wir hatten zu viele Gelbsperren, und natürlich müssen wir auch als Spieler uns hinterfragen, was professionelle Einstellung und Verhalten betrifft“, analysiert der TSG-Stürmer. Eine weitere Andeutung weist auf die Probleme der TSG hin. „Jedes Kind träumt davon, Bundesliga zu spielen, deswegen muss man eigentlich das ganze Jahr voll fokussiert und vorbereitet sein.“

Seine Vertragsverlängerung bedauert Kramaric dennoch mitnichten. „Ich habe immer betont, wie wohl ich mich hier fühle. Das ist immer noch so, trotz des faden Beigeschmacks wegen des letzten Saisonviertels.“ Im Gegensatz zu Kramaric ist Romelu Lukaku angeblich aktuell als Lewandowski-Nachfolger auf der Münchner Agenda. Die Bosse des FC Bayern wollen sich wohl noch diese Woche mit seinem Berater treffen.

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