„Du must einfach nix gewinnen“

Berater eines Bayern-Stars wütet nach Wahl von Reus zum Fußballer des Jahres

Die Bayern durften in der vergangenen Saison viel jubeln - aber nichtt bei der Wahl zum Fußballer des Jahres.
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Die Bayern durften in der vergangenen Saison viel jubeln - aber nichtt bei der Wahl zum Fußballer des Jahres.

Der FC Bayern München hat das Double gewonnen, bei der Auszeichnung zum Fußballer und Trainer des Jahres ging man aber leer aus. Das sorgt nun für Ärger.

Update vom 29. Juli: Marco Reus von Borussia Dortmund wurde zum Fußballer des Jahres in Deutschland gewählt. Mit 158 Stimmen setzte er sich vor Kai Havertz (Bayer Leverkusen/ 121 Stimmen) durch. Das gefiel aber nicht jedem. Maik Barthel, Berater von FCB-Stürmerstar Robert Lewandowski, schrieb auf Twitter: „Fußballer des Jahres! Da musst Du einfach nix gewinnen, dann hast du die größten Chancen!“

Hintergrund: Lewandowski (30) hatte vergangene Saison mit den Bayern das Double gewonnen. Zudem holte er sich mit 22 Toren in der Bundesliga die Torjägerkanone. Bei der vom Kicker ausgerichteten Wahl unter Sportjournalisten belegte der Pole aber nur den siebten Platz. Er erhielt 21 Stimmen. 

Fußballer und Trainer des Jahres: FC Bayern München geht leer aus

Erstmeldung vom 28. Juli: Dortmund - Die Meisterschaft hat Borussia Dortmund verloren, am Ende sicherte sich der FC Bayern München den Titel. In einer anderen Hinsicht haben die Schwarz-Gelben jetzt aber doch die Nase vorne.

Marco Reus ist Fußballer des Jahres 2019. Der 30-Jährige setzte sich in der vom Kicker unter Sportjournalisten ausgerichteten Wahl mit 158 Stimmen vor Kai Havertz (121 Stimmen) von Bayer Leverkusen und Bayern-Profi Joshua Kimmich (35) durch. Für Reus ist es die zweite Auszeichnung als Fußballer des Jahres nach 2012. Zum Trainer des Jahres wurde Jürgen Klopp von Champions-League-Sieger FC Liverpool gekürt. Bei den Frauen setzte sich zum dritten Mal in Serie Dzsenifer Marozsán von Olympique Lyon durch.

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Fußballer des Jahres: Marco Reus setzt sich durch

„Ich werte die Auszeichnung als Anerkennung meiner Leistung in den vergangenen zwei Jahren. Es ist schwierig, nach einer schweren Verletzung wie meinem Kreuzbandriss 2017 wiederzukommen und Fußballer des Jahres zu werden. Das macht mich auf jeden Fall stolz und zeigt, dass ich nach meiner Verletzung einen guten Weg eingeschlagen habe“, wird Reus am Sonntag vom Kicker zitiert. Außerdem erklärte Reus, was es braucht, um die Bayern im Kampf um die Bundesliga-Schale hinter sich zu lassen. 

In der vergangenen Saison hatte Reus als Kapitän maßgeblichen Anteil an der hervorragenden Hinrunde der Dortmunder. Der letztlich erst am letzten Spieltag definitiv verpasste Meistertitel ärgerte den Offensivmann. Reus ist der erste Dortmunder seit Jürgen Kohler 1997, dem die Auszeichnung zuteil wird. 2012 wurde er noch für seine Leistungen im Trikot von Borussia Mönchengladbach geehrt. Der BVB will in der anstehenden Saison aber einen neuen Angriff auf die Schale starten. Neben den fixen Transfers um Mats Hummels ist man jetzt offenbar auch noch an einem Star des FC Barcelona dran. In München hat man dagegen neue Pläne, um an Spieler zu kommen, wie tz.de* berichtet.

Jürgen Klopp als Trainer des Jahres geehrt

„Marco hat sich die Wahl zum "Fußballer des Jahres" absolut verdient. Mit seinem Tempo, seiner Technik, seinen Überraschungsmomenten, seiner Kreativität und seinem Zug zum Tor ist er ein Spieler, der den Unterschied machen kann. Marco ist sehr gereift, hat dabei seinen Esprit und seine Frische aber nicht verloren“, sagte Bundestrainer Joachim Löw. Für die Nationalmannschaft bestritt Reus in der Saison des Neuaufbaus nach dem WM-Aus sieben von zehn möglichen Länderspielen und erzielte drei Tore.

Wie für Reus lagen auch für Klopp sieben Jahre zwischen der letzten und der aktuellen Auszeichnung. Der Liverpool-Coach hatte 2012 für das Double mit dem BVB die Ehrung erhalten. Nach seinem Triumph in der Königsklasse mit den Reds gewann er diesmal vor Friedhelm Funkel und Adi Hütter, die in der Bundesliga mit Fortuna Düsseldorf und Eintracht Frankfurt unerwartet erfolgreich waren. Bayern-Trainer Niko Kovac wurde Vierter.

*tz.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

akl/dpa

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