Wirbel um Kovac-Personalie

Hoeneß wütet in Richtung Frankfurt und Bobic: „Unverschämt“ und „Schweinerei“

+
Uli Hoeneß (rechts) mit Karl-Heinz Rummenigge. 

Gab es ein Treffen vor zwei Wochen mit Niko Kovac und den Bayern-Verantwortlichen? Uli Hoeneß hat darauf eine ganz eigene Erklärung - und nimmt sich Eintracht Frankfurts Sportvorstand fredi Bobic zur Brust.

München - Eine Sache steht fest: Niko Kovac wird Trainer des FC Bayern. Doch wie ist das alles genau zustande gekommen? Ersten Gerüchten zufolge, sollen die Münchner Kovac schon vor zwei Wochen kontaktiert haben. Der Kroate hat allerdings am Freitag auf der Pressekonferenz seines aktuellen Klubs Eintracht Frankfurt erzählt, dass die Kontaktaufnahme erst am Donnerstag passiert sei. Was stimmt jetzt?

Uli Hoeneß gab darauf bei „Sky“ eine Antwort. Der Präsident der Münchner gab zu, Kovac in dem besagten Restaurant vor zwei Wochen getroffen zu haben. Allerdings nur zufällig im Rahmen eines Geburtstages seines kroatischen Chauffeurs, der auch die Kovac-Brüder Niko und Robert eingeladen habe. „Dort waren 60 Leute, da werde ich keine Vertragsgespräche mit anderen Gästen führen“, so Hoeneß. 

“Aussagen von Bobic unverschämt“

„Es waren Karl-Heinz Rummenigge und seine Frau, sowie meine Frau und ich eingeladen. In der Früh hat mir meine Frau gesagt, dass auch Robert und Niko Kovac auf dem Geburtstag sein werden“, erklärte der Präsident. Also alles eine zufällige Begegnung ohne Hintergedanken?

Auch gegen Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic lederte Hoeneß los. „Wir haben nichts gesagt, weil wir die Aussagen von Bobic als unverschämt ansehen. Wir haben eine Lücke im Vertrag ausgenutzt, das ist sehr professionell“, so der FCB-Verantwortliche auf die Aussagen des Ex-Stürmers, in denen dieser den Münchnern unprofessionelles Verhalten vorgeworfen hatte. 

Hoeneß spricht von „Schweinerei“

Der Chef des Rekordmeisters nannte das Vorgehen seines Vereins „sehr professionell“. Deshalb legte er auch in Richtung Frankfurt nach: „Der Vorwurf, dass Bayern die Nachricht verbreitet hätte, ist eine Schweinerei. Wir hatten keinen Kontakt zur Bild-Zeitung.“

Auch Karl-Heinz Rummenigge verteidigte den Klub gegen die Vorwürfe: “Aus unserer Sicht gibt es keine Irritation. Wir haben uns keinen Vorwurf zu machen. Wir waren fair, seriös und in der ganzen Geschichte sauber.“ Der Vorstands-Boss könne nachvollziehen, “dass Fredi nicht glücklich ist“, weil die Eintracht einen erfolgreichen Trainer verliere. Aber: „Wir haben keinen respektlosen Auftritt gehabt, wir haben auch nicht die Öffentlichkeit hintenrum informiert.“

Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic hatte bereits zuvor gesagt: „Ich kann natürlich die Enttäuschung von Fredi Bobic verstehen. Trotzdem war die Wortwahl vielleicht nicht die richtige.“ Eines dürfte klar sein: Die Causa Kovac wird noch einige Zeit diskutiert werden.

AnK

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Prozess um Ivan Klasnic: Richter empfiehlt Vergleich über drei Millionen Euro

Ivan Klasnic kämpft immer noch vor Gericht um sein Recht im Fall gegen zwei Ex-Ärzte von Werder Bremen. Ein Richter hat nun einen Vergleich vorgeschlagen. 
Prozess um Ivan Klasnic: Richter empfiehlt Vergleich über drei Millionen Euro

So sehen Sie die Eintracht gegen RB Leipzig live im TV und im Livestream

Heimspiel am vierten Bundesliga-Spieltag: Die Eintracht empfängt RB Leipzig. So sehen Sie die Partie live im TV und im Livestream!
So sehen Sie die Eintracht gegen RB Leipzig live im TV und im Livestream

Kurios: Fußball-Profi stürzt bei Europa-League-Spiel in den Abgrund - mit Video

Benjamin Kololli, Spieler beim FC Zürich, ist bei seinem Torjubel in der Europa-League-Partie gegen AEK Larnaka mehrere Meter in die Stadiongraben gestürzt.
Kurios: Fußball-Profi stürzt bei Europa-League-Spiel in den Abgrund - mit Video

Vor Hoffenheim gegen Dortmund: Deswegen drohen Proteste der BVB-Anhänger

Bei der Bundesliga-Partie zwischen der TSG aus Hoffenheim und Borussia Dortmund wird sich TSG-Mäzen Dietmar Hopp vermutlich wieder einiges gefallen lassen müssen aus dem …
Vor Hoffenheim gegen Dortmund: Deswegen drohen Proteste der BVB-Anhänger

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.