Vier Punkte Vorsprung auf BVB

Sieg im Revierderby gegen Dortmund: Schalke nähert sich der Champions League

+
Jewgeni Konopljanka feiert seinen Führungstreffer.

Der FC Schalke 04 hat mit dem prestigeträchtigen Derbysieg gegen Borussia Dortmund einen großen Schritt Richtung Champions-League-Qualifikation getan.

Gelsenkirchen - 142 Tage nach dem spektakulären 4:4 im Hinspiel in Dortmund besiegten die Königsblauen den Nachbarn im 92. Revierduell der Bundesliga verdient mit 2:0 (0:0). Im Kampf um den zweiten Platz setzte sich Schalke vier Spieltage vor Saisonende auf vier Punkte vom BVB ab.

Vor 61.786 Zuschauern in der ausverkauften Arena trafen am Sonntag der Ukrainer Jewgeni Konopljanka (50. Minute) und Naldo mit einem fulminanten Freistoß (82.). Konopljankas Tor war der 2500. Schalker Treffer der Bundesliga-Historie. „Die Nummer eins im Pott sind wir“, skandierten die Anhänger. Der BVB dagegen rutschte nach der zweiten Bundesliga-Niederlage unter Trainer Peter Stöger im 15. Spiel auf den vierten Platz hinter die punktgleichen Leverkusener und muss nun um den angestrebten Einzug in die Königsklasse bangen.

Schalkes Trainer Domenico Tedesco veränderte sein Team nach dem 2:3 in Hamburg - der ersten Niederlage nach sechs Siegen - auf drei Positionen. Für Matija Nastasic (Gelbsperre/Kreuzbandanriss), Max Meyer und Breel Embolo (Oberschenkelprobleme) rückten Alessandro Schöpf, Nabil Bentaleb und Konopljanka in die Startelf.

Stöger vertraute in seinem ersten Revierderby dem gleichen Team, das zuletzt den VfB Stuttgart mit 3:0 bezwungen hatte. Weltmeister Mario Götze saß erneut nur auf der Bank. „Die Mannschaft hat es verdient, in der Konstellation nochmal aufzulaufen“, sagte der BVB-Coach, der auf Schalke bis dato noch nie verloren hatte.

Erster Schalker Derbysieg seit fast vier Jahren

Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel mit viel Engagement und Zweikämpfen. Den ersten Warnschuss gab der Österreicher Schöpf (5.) ab, den BVB-Schlussmann Roman Bürki reaktionsschnell zur Ecke lenkte. Auf der Gegenseite war Ralf Fährmann zum ersten Mal bei einem Klasse-Freistoß des ansonsten unauffälligen Spielmachers Marco Reus (23.) aus gut 25 Metern gefordert. Der Schalke-Torhüter musste sich mächtig strecken, um den Ball aus dem Winkel zu fischen.

Schalke wirkte gefälliger und gedankenschneller in seinen Aktionen und kam einige Male gefährlich vor das Borussia-Tor. Der BVB wurde nach gut 25 Minuten in die eigene Hälfte gedrängt und lauerte auf Kontermöglichkeiten. Allerdings konnte sich die Dortmunder Offensive gegen die aufmerksame Abwehr der Gastgeber kaum in Szene setzen, weil es im Aufbau an Ideen und Durchschlagskraft mangelte. Doch auch den Knappen fehlte es an Präzision, so dass Torraumszenen bis zur Pause Mangelware blieben. Allein der agile Konopljanka (45.) sorgte mit einem Schlenzer knapp neben das Tor noch einmal für etwas Gefahr.

Der erste Angriff im zweiten Abschnitt bescherte die Führung durch Konopljanka, der mit seinem dritten Saisontreffer die Arena zum Kochen brachte. Daniel Caligiuri hatte den Ukrainer glänzend bedient, und dieser ließ Bürki mit einem strammen Schuss keine Abwehrchance.

Erst nach dem Rückstand wurde die Borussia etwas aktiver und bemühte sich um den Ausgleich. Doch ein Schuss von Christian Pulisic nach Reus-Vorarbeit strich über das Tor. Schließlich beseitigte Abwehrchef Naldo, der bereits beim Hinspiel-4:4 in der Nachspielzeit den Ausgleich erzielt hatte, alle Zweifel am ersten Schalker Derbysieg seit fast vier Jahren.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Ticker: Furiose erste Halbzeit reicht  DFB-Team gegen Russland - Sorge um Hector

Die Nationalmannschaft muss am 15. November in einem Freundschaftsspiel gegen Russland ran. Das DFB-Team braucht positive Erlebnisse, vielleicht schon gegen die …
Ticker: Furiose erste Halbzeit reicht  DFB-Team gegen Russland - Sorge um Hector

Russland hilflos gegen DFB-Elf

Eine furiose erste Halbzeit reicht: Vor dem Abstiegs-Endspiel gegen Holland hat die DFB-Elf Russland geschlagen. In der Startaufstellung standen vor allem junge Spieler. 
Russland hilflos gegen DFB-Elf

Spekulationen um seine Zukunft: Ist Lehmann bald nicht mehr Experte bei RTL?

Weil er bei einem Profi-Verein im Gespräch ist, könnte Jens Lehmann seinen Posten als Fußball-Experte bei RTL verlassen. Vielleicht gelingen ihm aber auch beide Jobs - …
Spekulationen um seine Zukunft: Ist Lehmann bald nicht mehr Experte bei RTL?

Frankfurt-Profi verrät: Stärke von Kovac bei der Eintracht wird zur Schwäche beim FC Bayern

Warum läuft es für Niko Kovac beim FC Bayern nicht so richtig? Sein ehemaliger Spieler aus Frankfurt zieht einen Vergleich zu Adi Hütter und spricht über Kovacs …
Frankfurt-Profi verrät: Stärke von Kovac bei der Eintracht wird zur Schwäche beim FC Bayern

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.