Logo stört britische Behörden

Wirbel um deutschen Zweitligisten: Klublogo auf Anti-Terror-Liste gesetzt - Behörde reagiert

Wirbel um den Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli. Weil das Klublogo als linksextremes Symbol eingestuft wird, finden sich die Hamburger auf der britischen Anti-Terror-Liste wieder.

  • Darf Sport politisch sein?
  • Der FC St. Pauli positioniert sich diesbezüglich klar.
  • Nun steht das Klublogo auf der britischen Anti-Terror-Liste.

Update vom 18. Januar, 19.31 Uhr: Die britische Organisation zur Terrorismusbekämpfung hat Medienberichten widersprochen, wonach sie bestimmte Symbole, darunter das Totenkopf-Logo des Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli, als extremistisch einstuft. „Wir betrachten diese Gruppen nicht als extremistisch, wir betrachten sie nicht als Bedrohung für die nationale Sicherheit“, teilte Sprecher Dean Haydon auf der Website der Behörde mit. 

Vielmehr habe diese Liste unterstützenden Charakter: „Wir stellen diese Dokumente her, um Einsatzkräften und anderen Kollegen dabei zu helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen“, hieß es in der Erklärung weiter. Ziel der Liste sei es, die Unterschiede zwischen Zeichen und Symbolen deutlich zu machen. „Es ist nötig, dass unsere Anti-Terrorismus-Polizei, Einsatzkräfte und Partner verstehen, zu welchen Organisationen Leute gehören, und was ihre Ziele und Aktivitäten sind - rechtmäßig oder anderweitig.“

Wirbel um deutschen Zweitligisten: Klublogo auf Anti-Terror-Liste gesetzt

Erstmeldung vom 18. Januar: Hamburg - Der Zweitligist FC St. Pauli positioniert sich klar gegen Rechtsextremismus. Im Stadion am Millerntor, der Heimspielstätte des früheren Bundesligisten, steht in großen Lettern: „Kein Fußball den Faschisten“, darüber hinaus positioniert sich der Klub des Öfteren gegen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung. Dieses Auftreten stellt die Hamburger nun vor Probleme. Der FC St. Pauli landete auf der Anti-Terror-Liste der UK Counter Terrorism Police.

Logo des FC St. Pauli.

Wirbel um FC St. Pauli: Klublogo auf Anti-Terror-Liste gesetzt

Grund hierfür ist insbesondere das Totenkopf-Logo des Zweitligisten. Das britische Netzwerk zur Terrorismusbekämpfung stuft die Totenkopf-Abbildung im Klub-Emblem als linksextremistisch ein. Die Anti-Terror-Liste besteht sowohl aus links- als auch rechtspolitischen Symbolen. Durch diese Liste sollen zum Beispiel Lehrkräfte sensibilisiert werden, dass von Personen, die derartige Symbole verwenden, Terror-Gefahr ausgehen könnte. 

Nach Wirbel um Logo: James Lawrence: „Stolz, für St. Pauli zu spielen“

St. Paulis Profi James Lawrence, seinerseits gebürtiger Waliser, reagierte mit großem Unverständnis auf die Einstufung des Klublogos. Auf Instagram schrieb der 27-Jährige: „Alles was ich dazu sagen kann, ist, dass ich stolz bin - auf mein Team und für was es steht. Ich bin stolz, für St. Pauli zu spielen.“ Der FC St. Pauli teilte die Worte seines Defensivspielers folgendermaßen: „Dem ist nichts hinzuzufügen, außer vielleicht ganz viel Liebe für James.“

Der FC St. Pauli weilt derzeit in Spanien, um sich auf den Wiederauftakt der 2. Bundesliga vorzubereiten. In der Tabelle liegen die Kiezkicker auf Rang elf, nach zwischenzeitlichen acht Spielen ohne Sieg, rehabilitierte sich das Team von Trainer Jos Luhukay und besiegte unter anderem Tabellenführer Arminia Bielefeld.

Luhukay war einst übrigens auch Coach von Hertha BSC - dem kommenden Gegner des FC Bayern München. Vor der Partie, die wir im Live-Ticker für Sie begleiten, blicken wir auch auf die mögliche Aufstellung der Roten

as

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Christian Charisius

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