Nach Pleite gegen Aue

FCK-Trainer Meier vor dem Aus

+
Norbert Meier steht vor dem Aus in Kaiserslautern.

Nach der Niederlage des 1.FC Kaiserslautern gegen Erzgebirge Aue steht Trainer Norbert Meier vor der Entlassung.

Die Tage von Norbert Meier als Trainer des 1. FC Kaiserslautern sind wohl gezählt. Der viermalige deutsche Fußballmeister unterlag am 7. Spieltag der 2. Liga Erzgebirge Aue 0:2 (0:1). Damit bleiben die nach wie vor sieglosen Roten Teufel mit lediglich zwei Punkten Tabellenletzter. Ein Doppelpack von Sören Bertram (30. und 48.) bescherte Aue (zehn Zähler) den ersten Sieg beim FCK.

Die Partie galt als "Endspiel" für den 58 Jahre alten Meier, der erst Anfang Januar bei den Pfälzern angeheuert und einen Vertrag bis zum Ende der laufenden Saison unterschrieben hatte. Nachdem die Verantwortlichen im Sommer eine "sorgenfreie Spielzeit" als Ziel ausgegeben hatten, geriet der Coach in den vergangenen Wochen zunehmend unter Druck.

Sportchef: Müssen Situation analysieren

Die Zeichen stehen nun auf Abschied. "Ich sage erst einmal nichts zum Trainer", sagte Sportchef Boris Notzon: "Der Vorstand und ich müssen uns erst zusammensetzen und die Situation analysieren."

Für den zweimaligen DFB-Pokal-Sieger, der im kommenden Jahr das 20. Jubiläum seiner einmaligen Sensationsmeisterschaft als Aufsteiger feiert, geht es um die Existenz im Profifußball. Die 3. Liga ist für den chronisch klammen Verein wahrscheinlich nicht finanzierbar.

FCK-Torwart Marius Müller sagte: "Das ist traurig für alle hier, für die Fans und die Region. Das ist so erniedrigend, das kannst du dich nur schämen."

Lautern absolut harmlos

Vor lediglich 16.613 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion begannen die Gastgeber nervös. In der Offensive fehlte den verunsicherten Profis jegliche Kreativität. Beim Gegentreffer durch Bertram offenbarte auch die FCK-Abwehr große Schwächen. Dimitri Nasarow hätte die Führung der Sachsen sogar ausbauen können, traf aber nur den Pfosten (41.). Die Leistung der Pfälzer in der ersten Hälfte war unterirdisch, die Fans machten ihrem Unmut lautstark Luft.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs setzte Meier alles auf eine Karte. Der Coach brachte Gino Fechner und Stürmer Lukas Spalvis. Die Maßnahme hatte nicht den gewünschten Effekt, im Gegenteil: Bertram traf erneut für die Veilchen. Danach warf Lautern alles nach vorne, vor dem Tor war die Meier-Elf aber viel zu harmlos.

sid

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Champions League im Live-Ticker: Tuchel kehrt nach schmutziger Scheidung nach Dortmund zurück

Borussia Dortmund empfängt im Champions-League-Achtelfinale Paris Saint-Germain und Ex-Trainer Thomas Tuchel - verfolgen Sie das Hinspiel am Dienstagabend hier im …
Champions League im Live-Ticker: Tuchel kehrt nach schmutziger Scheidung nach Dortmund zurück

Erling Haaland: Transfer-Geheimbotschaft an Manchester United auf seinem T-Shirt?

Man muss ganz genau hinschauen: BVB-Torjäger Erling Haaland trug nun ein T-Shirt, das ein deutliches Signal an Manchester United beinhalten könnte. 
Erling Haaland: Transfer-Geheimbotschaft an Manchester United auf seinem T-Shirt?

Bundesliga im Live-Ticker: Legt der FC Bayern München im Meister-Duell der Bundesliga weiter vor?

FC Bayern gegen SC Paderborn: Viel klarer könnte die Favoritenrolle vor einem Bundesliga-Spiel kaum verteilt sein. Oder gibt es die Mega-Überraschung? Verfolgen Sie das …
Bundesliga im Live-Ticker: Legt der FC Bayern München im Meister-Duell der Bundesliga weiter vor?

Werder-Coach Florian Kohfeldt und der Bremer Klüngel

Als am Sonntagmorgen die Ersatzspieler zum Trainingsplatz am Weserstadion gingen, war wie immer auch Florian Kohfeldt dabei. Der 37-Jährige bleibt nach der …
Werder-Coach Florian Kohfeldt und der Bremer Klüngel

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.