„Absoluter Topspieler bei einem Topverein“

Foda sucht Lösung für Alaba-Problem

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David Alaba.

Österreichs neuer Fußball-Nationaltrainer Franco Foda will die perfekte Lösung für den umstrittenen Umgang mit Bayern Münchens Verteidiger David Alaba finden.

Wien - "Er wird dort spielen, wo ich glaube, dass er für uns am besten ist", sagte der 51-Jährige am Mittwoch während seiner Präsentation als erster deutscher ÖFB-Trainer der Verbandsgeschichte.

Alaba, ein "absoluter Topspieler bei einem Topverein" (Foda), ist seit längerem außer Form und hat zudem seine Rolle im Nationalteam noch nicht gefunden. Im zentralen Mittelfeld hatte sich der Linksverteidiger bei der EM 2016 in Frankreich überfordert gezeigt.

Foda wurde mit großem Vorschusslorbeer bedacht. "Er schafft es, in kleinen Strukturen Großes zu leisten", betonte ÖFB-Präsident Leo Windtner in Wien. Der zweimalige deutsche Nationalspieler habe "eine gewaltige Karriere als Spieler und Trainer" vorzuweisen.

Franco Foda: Ein "Piefke" mit Steirerblut

Mit dem ersten "Piefke" im Amt kann sich sogar die Legende Hans Krankl anfreunden. Franco Foda ist zwar Deutscher, das nagt schon ein wenig - aber: "Er war fast 20 Jahre in Österreich tätig", sagte der Schrecken der Deutschen bei der WM 1978 (Cordoba!), dann erteilte er höchstes Lob: "In seinen Adern fließt schon fast Steirerblut."

Für Franco Foda, 51, zweimaliger deutscher Nationalspieler, nun auch österreichischer Nationaltrainer, ist derlei Absolution hilfreich. Wer die Bekanntgabe des Verbandes ÖFB verfolgte, kam schnell zu der Erkenntnis, dass der Meistertrainer von Sturm Graz nicht erste Wahl war - das war eindeutig Peter Stöger vom 1. FC Köln. Der Verband hatte auf die Entlassung Stögers gezockt - vergeblich: "Fakt ist, dass er immer noch Köln-Trainer ist", sagte der ebenfalls neue Sportdirektor Peter Schöttel.

Stattdessen also Franco Foda, der erste Deutsche auf der ÖFB-Bank in 113 Jahren Verbandsgeschichte. Er ist die kleinere, deutlich günstigere (etwa eine Million Euro im Jahr), quasi österreich-interne Lösung. "Er ist konsequent, beinhart in seinem Weg", berichtete Schöttel. Der SK Sturm führt die Bundesliga-Tabelle vor Red Bull Salzburg an, was vor allem dem Trainer zugeschrieben wird.

Foda stellte sich am Mittwoch in einer Pressekonferenz mit dunklem Anzug und schwarzer Krawatte vor. Begrüßt wurde er von ÖFB-Präsident Leo Windtner als "Mann mit einer gewaltigen Karriere als Spieler und Trainer", wobei sich letztere auf Graz und ein Engagement in der 2. Liga beim 1. FC Kaiserslautern beschränkt. So gewaltig ist das nicht. Doch: "Er schafft es, in kleinen Strukturen Großes zu leisten", betonte Windtner.

Foda sprach von einer Ehre und "großem Stolz", der ihn erfülle. "Ich bin eine Art Zwischending", sagte er zur brisanten Nationalitätenfrage, "österreichisch-deutsch, würde ich sagen." Ausführlich bedankte sich Foda bei seiner "großen Liebe" Graz: "Ich hatte ja einen laufenden Vertrag." Sturm soll 350.000 Euro Ablöse kassieren, bis zum Jahresende wird Foda den Verein noch trainieren.

Am 14. November in Wien gegen Uruguay wird er aber bereits das Nationalteam coachen, obwohl sein Vertrag erst ab dem 1. Januar 2018 greift. Ziel ist die EM 2020 - oder, wie Krankl in einer Kolumne schreibt: Dass Österreich wieder dahin kommt, "wo es hingehört".

Auf Foda wartet eine sehr schwierige Aufgabe. In sechs Jahren unter Marcel Koller spielte die wohl talentierteste ÖFB-Generation seit Krankl, Prohaska und Schachner teils sehr erfolgreich, qualifizierte sich bei der EM 2016 sportlich erstmals nach 18 Jahren für ein großes Turnier. Die Endrunde in Frankreich verlief aber ebenso ernüchternd wie die krachend in den Sand gesetzte Qualifikation zur WM 2018.

sid

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