Zum vierten Mal Champion

Rapinoe eiskalt - US-Girls verteidigen WM-Titel gegen starke Niederländerinnen

Der erste Treffer: US-Kapitänin Megan Rapinoe (2. v. r.) überwindet die niederländische Torfrau Sari van Veenendaal (2. v. l.) per Elfmeter.
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Der erste Treffer: US-Kapitänin Megan Rapinoe (2. v. r.) überwindet die niederländische Torfrau Sari van Veenendaal (2. v. l.) per Elfmeter.

Die US-Girls haben zum vierten Mal den WM-Titel im Frauen-Fußball gewonnen. Auch Kapitänin Megan Rapinoe trifft gegen aufopferungsvoll kämpfende Niederländerinnen.

Lyon - Angeführt von Spielführerin Megan Rapinoe haben die Fußballerinnen aus den USA zum vierten Mal die Weltmeisterschaft gewonnen. Das US-Team von Trainerin Jill Ellis setzte sich am Sonntag im Finale in Lyon mit 2:0 (0:0) gegen Europameister Niederlande durch und sicherte sich nach 1991, 1999 und 2015 erneut den Titel.

Vor 57.900 Zuschauern erzielten Rapinoe (61. Minute/Foulelfmeter) und Rose Lavelle (69.) den verdienten Erfolg der Titelverteidigerinnen gegen die Oranjeleeuwinnen, die im Endspiel der 8. Frauen-WM in Frankreich lange gut mithielten.

Platz drei geht an Deutschland-Bezwinger Schweden

Bereits am Samstag hatte sich Deutschland-Bezwinger Schweden in Nizza mit 2:1 gegen England im Spiel um Platz drei durchgesetzt und Freudentränen vergossen. Kosovare Asllani (11.) und Sofia Jakobsson (22.) bescherten den Skandinavierinnen bei einem Gegentor von Fran Kirby (31.) die Bronzemedaille.

„Wir haben sehr viel erreicht“, sagte Torschützin Asllani voller Stolz. „Niemand hätte gedacht, dass wir einen Olympia-Startplatz oder die Bronzemedaille holen.“

So sehen Siegerinnen aus: Die US-Girls gewinnen in Frankreich ihren vierten WM-Titel.

Rapinoe nach überstandener Verletzung wieder in der Startelf

Mit der von einer Oberschenkel-Blessur genesenen Rapinoe in der Startelf wollten die Amerikanerinnen von Anfang Druck auf die Gegnerinnen ausüben, fanden aber lange nicht wie gewohnt ins Spiel. So gelang erstmals bei dieser WM kein Tor in der ersten Viertelstunde, auch weil die Oranjeleeuwinnen kompakt und aufmerksam verteidigten.

Nach Ballgewinnen schalten die Niederländerinnen, angefeuert auch von König Willem-Alexander, schnell um und suchten den Weg nach vorn. Immer wieder versuchten Sherida Spitse und Lieke Martens, die trotz Zehenblessur spielte, die schnellen Stürmerinnen Vivianne Miedema und Lineth Beerensteyn in Szene zu setzen.

Ertz vergibt erste Chance im Finale

Bei 31 Grad auf dem Rasen des Stade de Lyon dauerte es bis zur 28. Minute, ehe die US-Girls sich die erste große Chance der Partie erspielten. Im Fallen prüfte Julie Ertz Oranje-Torhüterin Sari van Veenendaal, die danach mehr und mehr in den Blickpunkt rückte. Bei einer Doppelchance von Starstürmerin Alex Morgan (38./40.) parierte die 29-Jährige vom WFC Arsenal prächtig und verhinderte den Rückstand vor der Pause.

Als Stefanie van der Gragt nach gut einer Stunde Morgan bei der Ballannahme im Strafraum regelwidrig attackierte, schaute sich die französische Schiedsrichterin Stephanie Frappart die Szene nach Rücksprache mit dem Video-Referee noch einmal an und entschied zu Recht auf Elfmeter.

Rapinoe verwandelte auch ihren dritten Turnierelfmeter sicher und brachte ihr Team damit auf die Siegerstraße. Mit nunmehr sechs Toren traf die 34-Jährige genauso häufig wie ihre Teamkollegin Morgan und die Engländerin Ellen White. Mit dem 2:0 durch einen unhaltbaren Distanzschuss machte Lavelle den vierten zweiten WM-Triumph hintereinander perfekt, auch wenn die Niederländerinnen noch einmal alles nach vorn warfen.

In der Übersicht des Spielplans haben wir noch einmal alle Partien und Ergebnisse zusammengefasst.

Vor dem Finale hatte Rapinoe die Terminierung des wichtigsten Spiels des Jahres kritisiert. Nach dem Dauer-Zwist mit US-Präsident Donald Trump scheint sie ihm, was die Sympathie angeht, offenbar überlegen zu sein: Einer Umfrage eines amerikanischen Meinungsforschungsinstituts zufolge würde Rapinoe US-Präsidentin werden, würde sie im kommenden Jahr gegen Trump antreten.

dpa

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