Sachsens Verbandschef

Winkler steht zu Kritik an Löw-Vertragsverlängerung

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Hermann Winkler ist Präsident des Sächsischen Fußballverbands.

Sachsens Verbandspräsident Hermann Winkler steht zu seiner Kritik zur Vertragsverlängerung von Bundestrainer Joachim Löw bis 2022 schon vor der Fußball-WM.

Leipzig - "Ich bleibe bei meiner Meinung. Aber ich habe für meine Meinung keine Mehrheit gefunden, und als Demokrat akzeptiere ich das", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Am Donnerstag hatten die Präsidenten der Regional- und Landesverbände bei einer mehrstündigen Konferenz des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt über das historische WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft diskutiert. "Wir haben mehr als vier Stunden diskutiert. Alle Probleme wurden angesprochen, auch die, die ich genannt habe. Aber die große Mehrheit hat sich dafür ausgesprochen, nach vorne zu schauen, die Analyse abzuwarten und Joachim Löw und Oliver Bierhoff das Vertrauen auszusprechen", sagte Winkler.

Der 55-Jährige hatte zuvor im ARD-Magazin "Fakt" deutliche Kritik geübt und gesagt, normalerweise zähle erst Leistung. "Der Vertrag war bis 2020 gültig. Warum diese Vertragsverlängerung gemacht werden musste, erschließt sich uns nicht." Nach dem mehrstündigen Gespräch mit Bierhoff und DFB-Präsident Reinhard Grindel stellte sich die Basis hinter Löw und Bierhoff.

Bundestrainer Löw nahm nicht an dem Gespräch teil, Bierhoff und Grindel stellten sich der Diskussion. Löw wird auf der Präsidiumssitzung des DFB erwartet. Anschließend soll laut DFB-Vizepräsident Rainer Koch auch ein erster Zwischenstand der WM-Analyse verkündet werden. Bis zum 24. August soll dann das Endergebnis stehen.

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