Russland-Traum jäh geplatzt

Wagner nicht im vorläufigen WM-Kader: Ein Ex-Bayer ist Jogis große Überraschung

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Nils Petersen (l.) steht im vorläufigen WM-Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft.

Überraschung im Sturmzentrum: Sandro Wagner wurde nicht für Deutschlands vorläufigen WM-Kader nominiert. Der Freiburger Nils Petersen reist an seiner Stelle nach Südtirol. 

München - An den letzten Spieltagen der Bundesliga-Saison schien sich ein Fernduell um den Platz im Sturmzentrum anzubahnen: Sandro Wagner vom FC Bayern hatte ebenso wie der Stuttgarter Mario Gomez Ambitionen auf einen Platz im deutschen WM-Kader angemeldet. Beide zeigten sich in den vergangenen Wochen im nationalen Wettbewerb treffsicher. Doch lediglich für den VfB-Torjäger lebt der Traum von Russland weiter. Wagner wurde von DFB-Coach Jogi Löw nicht für das vorläufige Aufgebot nominiert.

In einem Trainingslager in Südtirol bereitet sich die Löw-Auswahl auf das prestigeträchtige Nationenturnier vor. Überraschenderweise gehört auch der Freiburger Nils Petersen zum DFB-Tross. Ihm waren zuvor allenfalls Außenseiterchancen auf einen Kaderplatz eingeräumt worden. Für die Breisgauer hatte er in der abgelaufenen Bundesliga-Saison immerhin 15 Treffer erzielt und war Zweiter der Torjägerliste geworden. In der Spielzeit 2011/12 trug Petersen das Trikot des FC Bayern, konnte an der Säbener Straße jedoch keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

„Die Nominierung ist eine sehr große Ehre für mich. Ich habe damit nicht wirklich gerechnet und bin sehr dankbar. Die Chance dabei sein zu können, ist die Krönung der Saison“, sagte Petersen laut einer Mitteilung des SC Freiburg.

Alle Informationen zur Kadernominierung: Wir berichten im Live-Ticker.

Wagner: „Bin der beste deutsche Stürmer“

Für Wagner ist der Traum von Russland jäh geplatzt. Bereits im Winter, nachdem der 30-Jährige von der TSG 1899 Hoffenheim an die Isar gewechselt war, wurde spekuliert, ob sich der kantige Angreifer damit seine WM-Chancen verbaut habe - schließlich blieb ihm in München lediglich die Rolle als Lewandowski-Backup. In der Rückrunde gelangen Wagner acht Bundesliga-Treffer für den Rekordmeister - offenbar nicht genug, um den DFB-Coach nachhaltig zu überzeugen.

Trotz seiner Reservistenrolle bei den Bayern hatte der 30-Jährige bis zuletzt fest mit einer WM-Teilnahme gerechnet. „Ich bleibe dabei, dass ich aktuell der beste deutsche Stürmer bin“, hatte der Mittelstürmer noch im März wiederholt. Mangelndes Selbstbewusstsein war Wagner noch nie vorzuwerfen. Eventuell hat auch sein streitbarer Charakter dazu beigetragen, dass nun Petersen an seiner statt das vorläufige Vertrauen ausgesprochen bekommt.

lks

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