Nach verpasstem Aufstieg

HSV-Trainersuche kann "noch etwas dauern" - großer Umbruch im Kader

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Trainer Hannes Wolf ist mit dem Saisonziel Aufstieg beim HSV gescheitert.

Der Hamburger Sportverein hat eine Entscheidung getroffen. Der gescheiterte Coach Hannes Wolf muss gehen. Wer wird sein Nachfolger?

Update vom 20. Mai 2019: Sportchef Ralf Becker (48) vom Hamburger SV wird den Nachfolger von Trainer Hannes Wolf (38) offenbar nicht schnell präsentieren. "Es geht um die bestmögliche Lösung für den HSV - und die kann auch noch etwas dauern", sagte Becker bei Sky. Bei der Frage nach dem Profil, das die Kandidaten mitbringen müssen, blieb er ebenfalls vage: "Ob jung oder erfahren, das ist nicht entscheidend. Wir wollen einen Trainer finden, der mit uns aufsteigt." Nach Informationen des kicker traut Becker vor allem Markus Anfang (zuletzt 1. FC Köln), Dimitrios Grammozis (Darmstadt 98) und Andre Breitenreiter (zuletzt Hannover 96) zu, die Hanseaten im zweiten Zweitliga-Jahr zurück in die Bundesliga zu führen. Auch Daniel Thioune vom Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück werde "als vielversprechendes Trainertalent intensiv verfolgt", schreibt das Fachmagazin.

Der neue Trainer wird auch eine komplett neue Mannschaft aufbauen müssen. Neben Wolf, dessen Aus am vergangenen Freitag verkündet worden war, werden unter anderem auch die Profis Jann-Fiete Arp, Pierre-Michel Lasogga, Lewis Holtby, Douglas Santos, Orel Mangala und Hee-Chan Hwang den HSV verlassen. "Es wird einen großen Umbruch geben", hatte Becker bereits vor dem Saisonfinale gegen den MSV Duisburg (3:0) angekündigt und seine Ideen für die Zusammenstellung des Kaders präsentiert: "Wir haben festgestellt, dass wir in der Zukunft im Hinblick auf die Konstellation der Mannschaft eine klare Hierarchie brauchen. Wir brauchen eine Achse an Führungsspielern, die auf dem Platz vorweggehen und den jungen Spielern eine Stütze und Hilfe sind."

Der HSV muss aber schon aus finanziellen Gründen weiter auf junge Spieler setzen. "Die Kaderplanung müssen wir aber insofern ändern, dass diese jungen Spieler Leute an ihrer Seite brauchen, an denen sie sich orientieren können", sagte Becker.

HSV: Entscheidung über Zukunft von Trainer Wolf gefallen

Update vom 16. Mai, 13.14 Uhr: Fußball-Zweitligist Hamburger SV hat die Trennung von Trainer Hannes Wolf (38) zum Saisonende offiziell verkündet. Dies erklärte Sportchef Ralf Becker zwei Tage vor dem letzten Saisonspiel gegen den MSV Duisburg (Sonntag, 15.30 Uhr/Sky). Ein Nachfolger steht noch nicht fest, als Kandidaten werden Dieter Hecking (noch Borussia Mönchengladbach), Alexander Zorniger (zuletzt Bröndby IF) und Dimitrios Grammozis (Darmstadt 98) gehandelt.

Der HSV hatte bereits vor dem Saisonfinale seine Chance auf die direkte Rückkehr in die Bundesliga verspielt, Sportchef Ralf Becker sorgte zudem mit einem Zitat zur Zukunft von Wolf für viel Wirbel an der Elbe. "Ich habe Hannes nach dem 0:3 gegen Ingolstadt gesagt, dass es für ihn hier im Sommer nicht weitergehen wird, dass wir etwas anderes machen wollen", wurde der 48-Jährige von der Bild-Zeitung zitiert. Becker fühlte sich falsch wiedergegeben und wollte das Wort "vielleicht" in dem Satz ergänzt haben.

Wolf hatte im Oktober des vergangenen Jahres Christian Titz beim HSV beerbt, sein Vertrag lief noch bis 2020.

Update vom 15. Mai, 16.20 Uhr: Der Hamburger SV dementiert die angebliche Trennung von Trainer Hannes Wolf zum Saisonende. „Die Aussagen von Bernd Hoffmann am Vortag zum Trainer haben Bestand“, teilte der Verein am Mittwoch mit. Damit soll über Wolfs Zukunft in Hamburg erst nach dem letzten Saisonspiel am Sonntag gegen den MSV Duisburg beraten werden.

Zuvor hatte die Bild Sportvorstand Ralf Becker zitiert: „Ich habe Hannes nach dem 0:3 gegen Ingolstadt gesagt, dass es für ihn hier im Sommer nicht weitergehen wird, dass wir etwas anderes machen wollen.“ Becker ließ mitteilen, dass er falsch zitiert worden sei. In seiner Aussage sei das Wort vielleicht unterschlagen worden.

Becker bestätigt: HSV trennt sich von Trainer Wolf

Die ursprüngliche Meldung vom 15. Mai, 15.11 Uhr: 

Hamburg - Die verpasste Rückkehr in die Fußball-Bundesliga hat Trainer Hannes Wolf (38) den Job beim Hamburger SV gekostet. „Ich habe Hannes nach dem 0:3 gegen Ingolstadt gesagt, dass es für ihn hier im Sommer nicht weitergehen wird, dass wir etwas anderes machen wollen", sagte Sportchef Ralf Becker der Bild: „Wir mussten am Ende überlegen, was das Beste für den HSV ist."

Nach einer desaströsen Rückrunde und zuletzt acht Spielen ohne Sieg werden bereits seit Tagen mögliche Nachfolger von Wolf an der Elbe gehandelt. Demnach gelten Alexander Zorniger (zuletzt Bröndby IF), Dieter Hecking (noch Borussia Mönchengladbach) und Peter Stöger (zuletzt Borussia Dortmund) als potentielle Kandidaten, um den HSV dann in der zweiten Zweitliga-Saison der Vereinsgeschichte wieder auf die große Bühne zurückzuführen. Bruno Labbadia (noch VfL Wolfsburg) sieht seine Zukunft eher im Ausland.

HSV-Kader

sid/dpa

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