1:2 im Breisgau

Hertha kassiert Rückschlag beim Lieblingsgegner Freiburg

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Wieder einmal Petersen: Der Freiburger bejubelt seinen Treffer zum 2:0 gegen Hertha. 

Freiburg - Der SC Freiburg hat Herthas Fehlstart ins Bundesliga-Jahr 2017 perfekt gemacht.

Mit dem 1:2 (0:1) im Breisgau mussten die Berliner einen erneuten Rückschlag für ihre internationalen Ambitionen einstecken und verpassten den Sprung auf einen Champions-League-Platz in der Fußball-Bundesliga. Die Breisgauer jubelten dagegen am Sonntag über den ersten Heimsieg gegen die Gäste aus der Hauptstadt seit fast 16 Jahren.

Janik Haberer sorgte mit seinem Treffer in der 39. Minute vor 23 800 Zuschauern für Ernüchterung bei den Berlinern. Der eingewechselte Nils Petersen erhöhte kurz vor Schluss auf 2:0 (87.). Joker Julian Schieber gelang fast im Gegenzug der Anschlusstreffer (88.). Den bislang einzigen Erfolg über den Bundesliga-Rivalen hatte Freiburg im Schwarzwald-Stadion im Mai 2001 gefeiert (1:0). Mit 26 Punkten rückte der Aufsteiger unter Coach Christian Streich auf Platz acht vor.

Trainerkollege Pal Dardai trat mit seiner Elf (30 Zähler) nach dem 1:3 in Leverkusen zum Jahresauftakt erneut und zum insgesamt dritten Mal nacheinander von einem Auswärtsspiel die Heimreise als Verlierer an. Gegen den FC Ingolstadt 04 steht Hertha am kommenden Wochenende in der Pflicht. Die Badener reisen nach Mönchengladbach.

„Nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass wir jetzt wieder gewinnen“, hatte SC-Trainer Christian Streich wegen der mauen Erfolgsausbeute gegen Berlin im eigenen Stadion argumentiert. Am Ende hatte sollte er Recht behalten, die Berliner waren in der Offensive insgesamt zu harmlos.

Die zweite Heimpartie der Freiburger binnen neun Tagen begann verhalten. Die Breisgauer sorgten für etwas mehr Tempo, aber auch ihnen mangelte es an Präzision. Gefährliche Strafraumszenen blieben lange Mangelware. Auch Salomon Kalou brachte nicht den erhofften Schwung. Nur drei Tage nach seiner Rückkehr vom Afrika Cup stand der Ivorer in Berlins Startelf.

„Zu nett gewesen“

„Wir brauchen die notwendige Aggressivität bei vielen Szenen, wo wir zu nett gewesen sind. Da müssen wir uns mehr wehren, vielleicht müssen wir auch nicht so fair sein“, sagte Hertha-Coach Pal Dardai vor dem Anpfiff bei Sky. Die fünfte Gelbe Karte von Niklas Stark hatte sich der Ungar damit aber sicher nicht erhofft.

Der Abwehrspieler handelte sich schon früh im Mittelfeld die Verwarnung ein. Am nächsten Wochenende wird er fehlen. Für Aufregung sorgte Fabian Lustenberger, als er Freiburgs Maximilian Philipp an der Strafraumgrenze zu Fall brachte. Für ein Foul war es Schiedsrichter Günter Perl zu wenig. Dann strich ein Schuss von Herthas Per Skjelbred knapp am SC-Tor vorbei, ehe Haberer wie schon gegen Bayern cool zum 1:0 abschloss. Eine lange Hereingabe wehrte John Anthony Brooks zu Vincenzo Grifo ab, der die Vorlage leistete.

Nach der Pause spielte Hertha teilweise mutiger auf. Dardai brachte nach einer guten Stunde in Alexander Esswein und Genki Haraguchi frische Kräfte. Der frühere Freiburger Vladimir Darida zwang Freiburgs Keeper Alexander Schwolow zwar mit einem Distanzschuss ins linke untere Eck zu einer Parade (62.). Ein Schuss von Haraguchi wurde abgeblockt. Die Freiburger kontrollierten jedoch die Partie und gerieten kaum in Bedrängnis, Joker Petersen erhöhte sogar noch auf 2:0. Der Anschlusstreffer durch Schieber kam für Berlin zu spät.

dpa

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