Hoffnung lebt weiter

HSV gewinnt Keller-Duell gegen Freiburg

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Freiburgs Christian Günter (l) hat gegen HSV-Profi Aaron Hunt das Nachsehen. Foto: Axel Heimken

Der Hamburger SV gibt sich nicht auf. Das 1:0 gegen den ebenfalls gefährdeten SC Freiburg lässt die Hoffnungen auf den Klassenverbleib am Leben. Jetzt geht es zum nächsten Endspiel in Wolfsburg. Die Freiburger kämpfen nach der fünften Niederlage gegen den Trend.

Hamburg (dpa)- Nach dem nächsten Lebenszeichen von der Intensivstation der Fußball-Bundesliga gab sich der Hamburger SV bescheiden.

"Wir müssen demütig bleiben. Jetzt ist jedes Spiel überlebenswichtig", sagte Torwart Julian Pollersbeck nach dem 1:0 (0:0) im Duell gegen den ebenfalls mitgefährdeten SC Freiburg. Torschütze Lewis Holtby lenkte schon den Blick auf die nächste Aufgabe: "Das fühlt sich heute gut an, aber ab morgen muss der Fokus auf Wolfsburg liegen."

Mit seinem Stocher-Tor in der 54. Minute hatte er entscheidenden Anteil am zweiten Heimerfolg nacheinander. Damit bekommt der Tabellenvorletzte am kommenden Samstag beim VfL Wolfsburg das nächste Abstiegs-Endspiel gegen einen Mitkonkurrenten um den Klassenverbleib. "Wir wollen keine Spiele mehr verschenken", kündigte Kapitän Gotoku Sakai an.

Drei Spieltage vor dem Saisonende haben die Hanseaten nun fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsrang, den die Freiburger mit 30 Zählern einnehmen. Wolfsburg und Mainz 05, das am Sonntag in Augsburg spielt, weisen ebenfalls 30 Zähler auf. "Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Wir waren abgeschlagen, dann ist es nicht leicht, sich Woche für Woche ranzukämpfen", sagte HSV-Trainer Christian Titz. "Wir können jetzt in Wolfsburg wieder in Schlagdistanz kommen, darauf müssen wir uns konzentrieren."

Die Gemütslage seines Freiburger Trainer-Kollegen Christian Streich war eine andere. Er haderte wieder einmal mit der Ungerechtigkeit der Fußball-Welt, die ihm und seinem Team in Hamburg widerfahren war. In diesem Fall ging es um die Gelb-Rote-Karte für Abwehrchef Caglar Söyüncü in der 71. Minute. "Ich versuche, mich daran zu gewöhnen", sagte er.

Sein größtes Problem ist aber der Trend: Seit acht Spielen sind die Breisgauer ohne Sieg, das 0:1 in Hamburg war die fünfte Niederlage nacheinander. Dabei hatte sein Team in der ersten Halbzeit vor 54 847 Zuschauern Chancen, die Partie zu gewinnen. Doch scheiterten die Freiburger am starken HSV-Torwart Pollersbeck. 

Er vereitelte in 35. Minute eine Dreifach-Möglichkeit: erst scheiterte Janik Haberer, dann Nicolas Höfler per Kopf, ehe Pollersbeck den Ball nach dem schwachen Schuss von Lucas Höler unter sich begrub. Sieben Minute später musste der HSV-Keeper gegen Freiburgs Nils Petersen per Fuß aus kurzer Distanz abwehren. 

Den Sieg verdienten sich die Hamburger mit einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte, die durch Holtbys vierten Saisontreffer belohnt wurde. Dabei stocherte er den Ball an zwei Freiburger Spielern und Torhüter Alexander Schwolow vorbei ins Tor. Nach dem Platzverweis für Söyüncü war das Spiel so gut wie entschieden. In der Schlussphase hatte der HSV-Sieg noch höher ausfallen können, doch die Chancen wurde kläglich vergeben.

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