Kritik am Videobeweis

Juventus: Allegri und Buffon haben keine Lust auf „Wasserball“

Zehn Stunden im Stadion bleiben und Erdnüsse essen? Darauf hat Juventus Turin keine Lust. Trainer Allegri und Torwart Buffon kritisieren die Einführung des Videobeweises.

Turin - Trainer Massimiliano Allegri vom italienischen Serienmeister Juventus Turin hat sich skeptisch über den Videobeweis geäußert. "Fußball wird wie Baseball in den USA: Wir bleiben zehn Stunden im Stadion und essen Erdnüsse", sagte der 50-Jährige. Allegri fürchtet, dass der Fußball immer stärker verändert wird. "Der Video-Assistent wird in Fällen eingesetzt, die subjektiv sind, und meiner Meinung nach ist das nicht gut für den Fußball und den Sport", sagte er nach dem 2:2 seiner Mannschaft bei Atalanta Bergamo, bei dem der Video Assistant Referee (VAR) zweimal eingesetzt worden war.

Buffon: „Ich fühle mich, als spielte ich Wasserball“

Erst wurde bei der Serie-A-Auswärtspartie das Tor von Mario Mandzukic zum 3:1 wegen eines Foulspiels zu Beginn der Spielsituation aberkannt, dann bekam Juventus wegen eines Handspiels einen Elfmeter zugesprochen, den der argentinische Angreifer Paulo Dybala aber vergab. "Es hat nichts mit den Entscheidungen von heute zu tun", versicherte Allegri. Auch Torhüter Gianluigi Buffon hat den Einsatz des Videobeweises kritisiert. "Ich fühle mich, als spielte ich Wasserball. Man kann nicht alle drei Minuten pausieren", sagte der 39-Jährige.

sid

Rubriklistenbild: © AFP

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