Bundesliga

Vierter Sieg in Serie vertreibt Kölns Sorgen

Die Kölner bejubeln das Tor zum 2:0 von Jhon Cordoba (3.v.l). Foto: Federico Gambarini/dpa
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Die Kölner bejubeln das Tor zum 2:0 von Jhon Cordoba (3.v.l). Foto: Federico Gambarini/dpa

Auch nach der Winterpause hält der Kölner Höhenflug an. Gleich im ersten Rückrundenspiel gelang beim 3:1 über Wolfsburg der vierte Sieg in Serie. Das macht Mut im Abstiegskampf. Dagegen verloren die Wolfsburger den Anschluss an die internationalen Plätze.

Köln (dpa) - Tribünengast Lukas Podolski spendete anerkennenden Applaus. Auch der einstige FC-Profi, der am Ende seines Japan-Engagements derzeit auf Vereinssuche ist, schien nach dem vierten Sieg der Kölner nacheinander beeindruckt.

Die beste Serie des Clubs seit mehr als 19 Jahren und der Sprung auf Rang 13 vertrieb bei allen Beteiligten vorerst die Abstiegssorgen. Noch Minuten nach dem 3:1 (2:0) über den VfL Wolfsburg verharrten die Profis auf dem Rasen und genossen die Ovationen der Fans. "Vier Siege zu holen, da muss man weit zurückschauen, wann es das zuletzt gegeben hat. Das ist in unserer Situation extrem wichtig", befand Torhüter Timo Horn.

Stellvertretend für den wundersamen Formanstieg des Teams unter der Regie des neuen Trainers Markus Gisdol steht Jhon Cordoba. Mit unbändiger Kraft und vorbildlichem Einsatz belebte der bullige Angreifer das Offensivspiel seines Teams und ebnete mit seinen beiden Treffern in der 23. und 45. Minute den Weg zum verdienten Erfolg. Gisdol sprach ein Sonderlob für den Matchwinner aus: "Er hat heute berauschend gespielt. Ich weiß auch nicht, was mit ihm passiert ist. Er war schon immer eine richtige Maschine, aber jetzt ist er noch robuster."

Es passte ins Bild eines gelungenen Rückrundenauftaktes, dass sich auch der in der Winterpause vom Ligakonkurrenten FC Schalke 04 ausgeliehene Mark Uth auf Anhieb bestens einfügte und bei zwei Treffern die Vorarbeit leistete. Dass sich zudem die Jungprofis im FC-Team wie der erst 18 Jahre alte Noah Katterbach oder der noch ein Jahr jüngere Jan Thielmann erstaunlich gut schlagen, macht weiteren Mut für die Zukunft.

Der noch bei seinem Amtsantritt im vergangenen November kritisch beäugte Gisdol hat aus seiner Mannschaft eine Einheit geformt. Selbst der überaus schwache Start in die Partie, als sich den Wolfsburger in den ersten drei Minuten gleich zwei vorzügliche Chancen zur Führung boten, brachte die Kölner nicht aus dem Tritt. Nach und nach fanden sie ins Spiel und waren am Ende die bessere Mannschaft. Das 3:0 durch den starken Jonas Hector (62.) war Lohn für eine sehenswerte Leistung.

Dagegen schöpften die Wolfsburger ihre Potenzial erneut nicht aus. Vorne wurden Möglichkeiten leichtfertig vergeben, hinten ärgerliche Fehler gemacht. "Wir waren in beiden 16-Meter-Räumen nicht gut genug, um dieses Spiel zu gewinnen", gestand Trainer Oliver Glasner und fügte resigniert an: "Es ist alles andere als schön, wenn du nach der Winterpause mit einer Niederlage startest."

Nach nur einem Sieg aus den vergangenen sechs Partien hat sich sein Team fürs erste aus dem Rennen um die Europacup-Plätze verabschiedet. Daran konnte auch der Anschlusstreffer von Renato Steffen (66.) nichts ändern. "Weil wir heute verloren haben, müssen wir aber nicht denken, dass wir nicht mehr unsere Ziele erreichen werden. Es gibt noch 16 Spiele", sagte Mittelfeldspieler Joshua Guilavogui.

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