Nach Ausschreitungen

Leipzig-Fans kritisieren BVB-Konzept - Ermittlungen laufen

Die Mit ihren Spruchbändern setzten Dortmunder Schlachtenbummler im Stadion die Aggression gegen Leipziger Fans fort.
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Die Mit ihren Spruchbändern setzten Dortmunder Schlachtenbummler im Stadion die Aggression gegen Leipziger Fans fort.

Leipzig - Fanclubs von RB Leipzig haben nach den Ausschreitungen am Rande des Spiels in Dortmund harte Kritik auch an den Sicherheitsvorkehrungen geübt.

In einer Stellungnahme an den Deutschen Fußball-Bund, die Deutsche Fußball Liga und Borussia Dortmund schrieb der Fanverband des Bundesliga-Aufsteigers und Tabellenzweiten: "Wir Fans von RB Leipzig sind seit Jahren Einiges gewohnt, aber was in Dortmund los war, war bisher unerreicht!"

Vor allem auf dem Weg ins Stadion war es zu den Ausschreitungen gekommen. BVB-Anhänger hatten die RB-Fans unter anderem mit Steinen beworfen und dabei auch keine Rücksicht auf Kinder und Frauen genommen. RB forderte die Vereinsverantwortlichen der Dortmunder daraufhin bereits zu einer lückenlosen Aufklärung auf. Der BVB versicherte, alles daran setzen, das Fehlverhalten der eigenen Anhänger aufzuklären und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten hart zu sanktionieren.

Der Fanverband der Leipziger monierte in seinem Schreiben, dass aus Sicht der Anhänger ein Sicherheitskonzept zu "keiner Zeit zu erkennen" gewesen sei. Er berichtete auch davon, dass mit Bussen angereiste Fans überfallen, geschlagen und deren Eintrittskarten gestohlen worden seien. "Zusammenfassend muss man sagen, dass Verein und Stadt ein sehr schlechtes Bild abgegeben haben, welches in diesem Ausmaß völlig neu für uns war."

Nach den Ausschreitungen laufen bei der Dortmunder Polizei umfangreiche Ermittlungen. "Wir ermitteln jetzt", sagte eine Sprecherin. Details wollte sie nicht nennen. Leipziger Fußballfans, Unbeteiligte und Polizisten waren unter anderem mit Steinen beworfen worden. Die Polizei berichtete von einem "völlig enthemmten Mob".

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"Mit einem massiven Polizeieinsatz, auch unter Einsatz von Pfefferspray und Einsatzmehrzweckstöcken, haben wir noch Schlimmeres verhindert! Solche Bilder, in solche hasserfüllten Fratzen habe ich noch in keinem meiner Polizeieinsätze gesehen - ich bin schockiert!", berichtete der Polizeieinsatzleiter in einer Mitteilung.

Die Polizei hatte bis Sonntag Kenntnis von zehn Verletzten, darunter sechs Gästefans und vier Polizisten. Außerdem ist ein Diensthund der Polizei verletzt worden, wie aus einer Mitteilung hervorging. Am Samstagabend wurden elf mutmaßliche Straftäter aus der Ultraszene des BVB und ein Leipziger vorläufig festgenommen. Ob die Festgenommenen inzwischen wieder auf freiem Fuß sind, war am Montagmorgen zunächst nicht bei der Dortmunder Polizei zu erfahren.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat nach den gewalttätigen Attacken Dortmunder Randalierer gegen Fußballfans von RB Leipzig harte Konsequenzen gefordert. "Ich hoffe auf eine schnelle und harte Reaktion der Justiz, damit alle wissen, was ihnen droht, wenn man sich so verhält", sagte der CDU-Politiker der "Bild"-Zeitung.

De Maizière sagte, die gewalttätigen Szenen "lassen einem den Atem stocken". Nach Ansicht des Innenministers gehören die Krawallmacher "nicht ins Stadion, sondern hinter Schloss und Riegel". RB Leipzig hatte die Dortmunder Vereinsführung zu einer lückenlosen Aufklärung der Geschehnisse aufgefordert. Die BVB-Clubspitze verurteilte die Angriffe scharf und kündigte gemeinsam mit der Polizei eine schnelle Aufarbeitung der Vorfälle und deutliche Sanktionen im Rahmen der eigenen Möglichkeiten an.

dpa

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