1. Spieltag

Paderborn stolz trotz Niederlage: "Ein schönes Zeichen"

Die Aufsteiger aus Paderborn um Christian Strohdiek verloren knapp gegen Kevin Volland (r) und Co. Foto: Rolf Vennenbernd
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Die Aufsteiger aus Paderborn um Christian Strohdiek verloren knapp gegen Kevin Volland (r) und Co. Foto: Rolf Vennenbernd

Sie spielten frech und munter drauf los, auch beim Champions-League-Teilnehmer Leverkusen. Am Ende verlor Aufsteiger Paderborn zwar zum Bundesliga-Auftakt. Doch die Leistung macht den als Absteiger Nummer 1 gehandelten Ostwestfalen Mut.

Leverkusen (dpa) - Punkte gab es beim Bundesliga-Comeback nach fünf Jahren zwar keine, dennoch war Trainer Steffen Baumgart nicht frustriert.

"Wenn man das Ergebnis weglässt, kann man zufrieden sein", sagte der Trainer von Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn nach dem 2:3 (2:2) bei Bayer Leverkusen mit süßsaurer Miene. Auch Geschäftsführer Martin Prondziono pflichtete bei. "Das war ein schönes Zeichen, dass wir in dieser Liga bestehen können. Das macht einen schon ein bisschen stolz", sagte er.

Dem Champions-League-Teilnehmer setzten die Ostwestfalen in dessen Stadion richtig zu. "Das war ein offener Schlagabtausch. Und damit genau das, was wir nicht wollten", sagte Leverkusens Trainer Peter Bosz. Worauf Baumgart mit sichtlichem Stolz erklärte: "Diesen offenen Schlagabtausch haben wir provoziert." Bosz nickte zustimmend. Und Baumgart versprach: "Das werden wir immer wieder tun. Und damit hoffentlich den einen oder anderen Gegner knacken."

Ihr Versprechen auf begeisternden Offensiv-Fußball lösten die Paderborner jedenfalls gleich ein und bewiesen, dass sie eine Bereicherung für die Liga sein können. In einem über weite Strecken begeisternden Spiel konterte Paderborn die ersten beiden Rückstände durch die Gegentore von Leon Bailey (10.) und Kai Havertz (19.) durch Sven Michel (15.) und Neuzugang Streli Mamba (25.). Erst nach dem dritten Rückstand durch Kevin Volland (70.) waren sie geschlagen.

Somit kassierte Paderborns doppelter Aufstiegs-Trainer Baumgart in seinem ersten Bundesliga-Spiel ausgerechnet gegen seinen alten Mitspieler eine Niederlage: Mit Bosz spielte er 1998 für eine Halbserie bei Hansa Rostock zusammen. Für Bayer bedeutet der Sieg eine Erlösung: In den vergangenen drei Jahren hatte die Werkself jeweils das erste Saison-Spiel verloren. "Das Auftakt-Spiel zu gewinnen, ist immer gut", sagte Bosz: "Aber mit der Leistung kann ich nicht zufrieden sein. Wir haben noch viel Arbeit vor uns."

Das sah auch Baumgart bezogen auf sein Team so. Doch er sieht es eindeutig auf dem richtigen Weg. "Wir haben noch viel zu tun", sagte der 47-Jährige, der zwei Tage vor dem Bundesliga-Auftakt seinen Vertrag bis 2021 verlängert hatte: "Aber wir haben viel Spaß." Oder anders gesagt: "Leistungstechnisch haben wir die erste Aufgabe bestanden. Ergebnistechnisch haben wir Nachholbedarf."

In jedem Fall ist Paderborn nun eine Art Versprechen auf Spektakel. "Bei uns fallen eben mehr Tore als bei anderen", sagte Prondziono: "Hinten, aber auch vorne. Das zeichnet uns aus. Und deshalb werden wir das auch so durchziehen." Es ginge seinem Verein nicht um das Spektakel als solches, erklärte Prondziono weiter: "Aber wir wollen kein 0:0 über die Zeit retten. Und das können wir auch gar nicht. Das steckt in unseren Spielern nicht drin."

Informationen zum Spiel bei bundesliga.de

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