9. Spieltag

Pflichtsieg gegen Bielefeld: Leipzigs B-Elf feiert Erfolg

RB Leipzig - Arminia Bielefeld
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Leipzigs Lazar Samardzic (l), Alexander Sörloth (M) und Torschütze Angelino (r) bejubeln die Führung. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Vor den wichtigen Spielen in der Champions League und bei Bayern München ließ Leipzig-Coach Nagelsmann ordentlich rotieren. Zum Sieg gegen Aufsteiger Bielefeld langte es trotzdem.

Leipzig (dpa) - Erst nicht geglänzt, am Ende noch gezittert: Julian Nagelsmann brachte es nach dem glücklichen 2:1 (1:0) gegen Arminia Bielefeld auf den Punkt.

«Wir freuen uns nur über die drei Punkte. Wir haben kein gutes Spiel gemacht. Gefühlt hatte Bielefeld über 90 Minuten die klareren Chancen. Das war insgesamt mit unsere schlechteste Saisonleistung», sagte der Trainer von RB Leipzig. Mit dem mühevollen Pflichtsieg blieb Leipzig am Samstag dennoch Tabellenführer Bayern München in der Fußball-Bundesliga auf den Fersen.

Mit gleich sechs neuen Spielern in der Startelf ging RB zwar durch Angeliño (29. Minute) und Christopher Nkunku (47.) in Führung. Doch erst verschoss Alexander Sörloth (73.) einen Elfmeter, dann hatte Bielefeld nach dem Anschluss durch Fabian Klos (75.) plötzlich Oberwasser. «Man konnte heute ein bisschen erkennen, warum wir verdient aufgestiegen sind. Wenn man den Spielverlauf nimmt, wäre ein 2:2 gerecht gewesen. Wir waren definitiv ebenbürtig», sagte Bielefelds Torwart Stefan Ortega. RB-Innenverteidiger Willi Orban befand sogar, man habe am Ende «um den Ausgleich gebettelt.»

Die Arminia erwischte durch Ritsu Doan den besseren Start in die Partie. Ein Schuss des Japaners (8.) wurde in höchster Not noch geblockt. RB wurde dann nicht zwingend dominanter, aber in den Angriffszügen zielstrebiger. Ein Volley und ein Schuss von Angeliño (12./24.) verfehlten noch knapp das Tor, doch den dritten Versuch ließ sich der Spanier nicht entgehen. Nach Traumpass des erst 18 Jahre alten Lazar Samardžić umkurvte Angeliño Cédric Brunner sowie Arminia-Torwart Stefan Ortega und schob den Ball ins leere Tor.

Für Angeliño war es bereits der vierte Saisontreffer in der Liga. Noch beeindruckender: Seit seinem Pflichtspieldebüt für RB im Februar sammelte kein anderer Leipziger so viele Torbeteiligungen wie die Leihgabe von Manchester City. Angeliño schoss sieben Tore selbst und bereitete weitere sieben vor. Nach 35 Minuten hätte der Außenverteidiger fast nachgelegt, doch der Winkel war für seinen Schuss einfach zu spitz.

Bielefeld ließ sich keinesfalls entmutigen und suchte seine Chancen vor allem über den trickreichen Doan. Kurz vor der Pause hängte die Leihgabe der PSV Eindhoven Nationalspieler Marcel Halstenberg problemlos ab, sein Schuss aus kurzer Distanz ging jedoch um wenige Zentimeter am Tor vorbei. Und so blieb Bielefeld als einziges Team der Liga weiterhin ohne Tor in der ersten Halbzeit.

Nagelsmann war trotz der Führung nicht zufrieden und stellte taktisch um. Viererkette und zwei Stürmer war das Konzept für die zweite Hälfte - und es griff sofort. Der in den Angriff beorderte Dani Olmo fing einen Rückpass von Amos Pieper auf Ortega ab, legte den Ball zum gerade eingewechselten Nkunku, der mühelos das leere Tor traf. Für den Franzosen war es das erste Bundesliga-Tor seit Juni.

Nach einem Foul von Pieper im Strafraum an Sörloth erhielt der Norweger die große Chance auf seinen ersten RB-Treffer. Emil Forsberg drückte dem Angreifer den Ball zum Elfmeter in die Hand - doch Sörloth (73.) verschoss. Fast im Gegenzug schoss Klos nach einer unglücklichen Kopfballverlängerung von Willi Orban sein erstes Bundesliga-Tor.

© dpa-infocom, dpa:201128-99-498907/3

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