Ausschluss von Mitgliedern?

Bundesliga-Präsident will keine AfD-Wähler im Verein

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Eintracht Präsident Peter Fischer möchte keine AfD-Wähler als Mitglieder im Verein.

Präsident Peter Fischer vom Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt will keine AfD-Sympathisanten in seinem Klub.

Frankfurt - Das ist mal eine deutliche Ansage. "Ich werde auf der Mitgliederversammlung eine deutliche Position beziehen, dass es sich mit unserer Satzung nicht verträgt, AfD zu wählen", sagte der Vereinsboss der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit Blick auf die Versammlung am 28. Januar: "Es kann niemand bei uns Mitglied sein, der diese Partei wählt, in der es rassistische und menschenverachtende Tendenzen gibt." 

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Fischer gab an, dass die Eintracht derzeit Mitglieder aus über 70 Nationen hat. "Bei uns gibt es in der Boxabteilung junge Israelis, die gegen Palästinenser im sportlichen Wettstreit antreten", sagte der Präsident: "Wir sind absolut weltoffen, Rassismus hat bei uns keinen Platz. Dafür stehe ich als Präsident ein."

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„Der Sport muss vielmehr auch ganz klar politisch sein und seine Stimme erheben gegen gesellschaftliche Fehlentwicklungen, wenn es angebracht und notwendig ist“, sagt Fischer weiter. Als Eintracht Frankfurt, als einer der größten und bedeutendsten Vereine in Deutschland, müsse man bereit sein, „klare Kante zu zeigen und Position zu beziehen“.

Kritik von der AfD an Fischers Aussagen

Die beiden Landessprecher der AfD Hessen, Robert Lambrou und Klaus Herrmann, kritisierten die Aussagen Fischers und wiesen seine Behauptung, es gebe in der AfD rassistische und menschenverachtende Tendenzen sowie Antisemitismus, zurück. „Wer wie Herr Fischer im Falle der AfD, einer demokratischen, durch Wahlen legitimierten Partei, angesichts der AfD-Wahlerfolge von „gesellschaftlichen Fehlentwicklungen“ spricht und in haltloser Art und Weise der AfD Antisemitismus unterstellt, begibt sich selber ins demokratische Abseits“, sagte Lambrou laut einer Mitteilung der AfD Hessen.

Beide AfD-Sprecher fordern Fischer auf, den Fußball und Eintracht Frankfurt als Sportverein nicht für seine eigenen politischen Ansichten zu instrumentalisieren. „Bei einer Mitgliedschaft sollte nicht die politische Überzeugung zählen, sondern die sportliche Ausrichtung“, meinte Herrmann. Zusammen mit Lambrou habe er „nicht zuletzt aufgrund der jüngsten Äußerungen von Peter Fischer“ einen Mitgliedsantrag bei der Eintracht gestellt.

Auch die frühere CDU-Politikerin und bekennende AfD-Wählerin Erika Steinbach kritisierte Fischer. „Ihre Aussage ,wer die AfD wählt, kann bei uns kein Mitglied sein' ist ungeheuerlich“, schrieb sie in einem Offenen Brief an den Eintracht-Präsidenten. „Wollen Sie jetzt von jedem Ihrer Mitglieder eine eidesstattliche Versicherung verlangen, dass sie keine AfD-Wähler sind?“

Demokratie funktioniere anders. „Es wäre lohnenswerter, wenn Sie sich mehr um Ihre ziemlich radikalen Fans kümmern würden. Das ersparte unseren Ordnungshütern viel Arbeit“, meinte Steinbach.

sid

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