Es geht um über 60.000 Euro

Arglistige Täuschung? Prozessauftakt gegen Sammer wegen Uduokhai-Transfer

+
Der angeklagte Matthias Sammer (Mitte), früherer Vorstand vom FC-Bayern, beim Prozessauftakt im Landgericht I mit seinen Anwälten der Anwaltskanzlei Dr. Riedl im Sitzungssaal.

Prozessauftakt gegen Matthias Sammer: Der Ex-Vorstand des FC Bayern München ist wegen eines Wechsels eines 1860-Spieler angeklagt. Dabei sollen er und sein Sohn einen ehemaligen Geschäftspartner übers Ohr gehauen haben.

München - Im Prozess gegen den früheren Sportvorstand des FC Bayern, Matthias Sammer (50), wegen arglistiger Täuschung im Zusammenhang mit der Vermittlung eines Fußballprofis hat es zunächst keine Einigung gegeben. Nach der ersten Verhandlung am Montag vor dem Landgericht München I ist für den 6. Juli ein weiterer Termin angesetzt. Bis dahin könnten sich Kläger und Beklagter außergerichtlich einigen. 

„Das brüllt nach einer Einigung“, hatte Richter Martin Scholz gesagt, ehe er die Verhandlung zur Beratung beider Parteien für rund 20 Minuten unterbrach. Eine Einigung blieb dann jedoch vorerst aus.

Lesen Sie auch: Matthias Sammer wird 50: Fußball ist nicht mehr alles im Leben

Es geht um knapp 65.000 Euro

Im konkreten Fall geht es um einen Streitwert von 64.750 Euro, wie Scholz sagte. Der Kläger Alderim Ramaj (30) hatte seinen finanziellen Schaden ursprünglich sogar auf 350.000 Euro geschätzt. Im November 2015 gründete Ramaj gemeinsam mit Sammers Sohn Marvin eine GmbH, über die beide Spieler vermitteln wollten. Viel Erfolg hatten sie damit nicht. „Diese GmbH war nicht der große Bringer“, stellte Richter Scholz fest. „Ich hätte die Scheißfirma null Komma null gebraucht“, räumte Sammer senior vor der Kammer ein.

Auch interessant: BVB-Boss Watzke verrät: So wichtig war Sammer für den FC Bayern

Felix Uduokhai wechselte 2017 von 1860 München zum VfL Wolfsburg.

Ramaj hatte später seinen Anteil an der Firma an Matthias Sammer verkauft. Nur kurz nach der Abwicklung wurde aber der Transfer von Felix Uduokhai von 1860 München zum VfL Wolfsburg bekannt. Im Sommer 2017 schloss sich der Verteidiger für kolportierte eine Million Euro Ablöse den Niedersachsen an. Dies sei ihm verschwiegen worden, um die Provision alleine zu bekommen, so Ramaj und ficht den Abtretungsvertrag an.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Schweizer Justiz: Fall Platini "nicht endgültig geschlossen"

Die Schweizer Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen zu einer Millionenzahlung an den früheren UEFA-Präsidenten Michel Platini doch noch nicht für beendet erklärt.
Schweizer Justiz: Fall Platini "nicht endgültig geschlossen"

„Bester Moment“: Götze lacht Peinlich-Foto weg

Ein britischer Comedian überrascht Mario Götze mit einem peinlichen Schnappschuss - und spielt mit Thomas Müller Beer-Pong.
„Bester Moment“: Götze lacht Peinlich-Foto weg

Rückkehr zur alten Wirkungsstätte: Martin Harnik verlässt Hannover 96

Martin Harnik kehrt zurück an alte Wirkungsstätte. Der Österreicher verlässt nach knapp zwei Jahren Hannover 96, bleibt aber in Norddeutschland.
Rückkehr zur alten Wirkungsstätte: Martin Harnik verlässt Hannover 96

WM 2018: Deutschland in Gruppe F - Alle Infos

Bei der WM 2018 in Russland tritt Deutschland in Gruppe F an. Das Ziel heißt Titelverteidigung. Hier finden Sie alle Informationen zur Mannschaft.
WM 2018: Deutschland in Gruppe F - Alle Infos

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.