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FC Bayern startet neue Kampagne - Kahn spricht über eigene Erfahrungen: „Irgendwann wird das schwer zu ertragen“

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Von: Patrick Mayer

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Oliver Kahn auf der Spielmacherkonferenz
Vorstand des FC Bayern: Oliver Kahn. © dpa / Markus Scholz

Die Bundesliga debattiert eifrig über Rassismus. Jetzt startet der FC Bayern eine Kampagne - mit einer deutlichen Botschaft von Oliver Kahn und Uli Hoeneß an alle Hetzer.

Update vom 10. März, 10.52 Uhr: Das Thema Rassismus und Hetze im Fußball schlägt weiter hohe Welle. Nachdem der FC Bayern am Wochenende die Kampagne „Rot gegen Rassismus“ ins Leben gerufen hat und dadurch deutlich machen will, das Diskriminierungen jeglicher Art im Fußball nichts verloren hat, spricht Oliver Kahn über seine eigenen Erfahrungen mit Hetze und Schmähungen.

Im Podacast „kicker meets DAZN“ verrät der Titan: „Für mich war das auch nicht immer lustig, jahrelang ins Tor zu gehen und erstmal den ganzen Gemischtwarenladen an Früchten und was da sonst so im Fünfmeterraum lag, wegzuräumen.“

Kahn weiter: „Irgendwann wird das schwer zu ertragen. Deswegen kann ich mich auch sehr gut hineinversetzen, was es bedeutet, rassistisch angegangen zu werden“, sagt der 50-Jährige: „Wie man sich da fühlt. Was für eine Art der Ausgrenzung und Erniedrigung, das für einen Menschen bedeutet.“

FC Bayern: Nach Stadion-Eklat startet FCB Kampagne - besonders Oliver Kahn wird deutlich

München - Die Beleidigungen gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp, rassistische Ausfälle in Stadien, Hetze gegen Spieler und Investoren - die Bundesliga kämpft mit Diskriminierung und Hass unter ihrem Dach.

FC Bayern München: Kampagne „Rot gegen Rassismus“

In dieser wahrlich schwierigen Gemengelage will der FC Bayern jetzt eine Vorreiterrolle übernehmen - und startet eine Kampagne gegen Rassismus sowie Hetze. Das gab der deutsche Rekordmeister an diesem Donnerstag (5. März) bekannt.

„In den vergangenen Wochen ist es in den Stadien der Bundesliga zu Vorfällen gekommen, die uns allen nicht gefallen können. Insbesondere die sich häufenden Fälle von Rassismus bereiten uns große Sorge“, wird Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge in einer Mitteilung zitiert: „Deshalb zeigen wir dem Rassismus die Rote Karte.“ 

Rummenigge: FC Bayern München reagiert auf Vorfälle in Bundesliga-Stadien

Mit der lange geplanten Aktion „Rot gegen Rassismus“ wollen die Münchner dazu beitragen, „dass unsere Stadionkultur, um die man uns in ganz Europa beneidet, wieder von Vernunft und Menschlichkeit bestimmt wird“, erklärte Rummenigge. Exemplarisch nahmen Spieler und Ex-Präsident Uli Hoeneß Stellung:

Richtig gegen Rassisten teilt aber der neue Vorstand Oliver Kahn aus. Der 50-Jährige berichtet, dass er sich gut in Menschen hineinversetzen könne, die angefeindet werden: „Das ist ein Gefühl der Abwertung, Erniedrigung und Ausgrenzung.“

Die Fanszene kündigt derweil weitere Aktionen an und nimmt dabei auch Spielabbrüche in Kauf.

FC Bayern München: Aktionen im Bundesliga-Heimspiel gegen den FC Augsburg

Wie der Rekordmeister mitteilte, sind im Rahmen des Bundesliga-Heimspiels der Mannschaft von Hansi Flick gegen den FC Augsburg am Sonntag (15.30 Uhr, hier im Live-Ticker) verschiedene Aktionen zu der Kampagne in der Allianz Arena* geplant:

pm

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