Spieler verlässt Platz unter Tränen

Rassistischer Vorfall? Bochumer erheben schwere Vorwürfe gegen Testgegner

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Schwer getroffen: Bochums Arsenal-Leihgabe Jordi Osei-Tutu soll bei einem Testspiel rassistisch beleidigt worden sein.

In einem Testspiel soll ein Bochumer Profi von seinem Gegenspieler rassistisch beleidigt worden sein. Der Zweitligist erhebt öffentlich Vorwürfe - doch der angesprochene Verein kontert.

St. Margrethen - Eine mutmaßlich rassistische Beleidigung des Bochumer Profis Jordi Osei-Tutu beim Test des Fußball-Zweitligisten am Dienstag gegen den FC St. Gallen (0:3) hat zu einer Auseinandersetzung zwischen beiden Clubs geführt. Nach Darstellung der Bochumer war der vom englischen Erstligisten FC Arsenal ausgeliehene Osei-Tutu von seinem Gegenspieler „auf inakzeptable Art rassistisch beleidigt“ worden. Deshalb stünden „der VfL Bochum 1848, Jordi Osei-Tutu und sein Stammverein, der FC Arsenal, in enger Abstimmung, um diesen Vorfall aufzuarbeiten“.

„Niemand sollte jemals diskriminiert werden, und es ist wirklich schwer nachvollziehbar, wie sich ein Profi-Fußballkollege auf diese Weise respektlos verhalten kann. Arsenal und der VfL Bochum haben mich großartig unterstützt und ich hoffe, dass wir letztlich demonstrieren können, dass Rassismus im Fußball keinen Platz hat“ , kommentierte Osei-Tutu.

St. Gallen bestreitet Vorwürfe: „Spieler pflegen respektvollen Umgang“

St. Gallen streitet den mutmaßlichen Vorfall ab und reagierte mit einem Dementi. „Unsere Spieler pflegen einen respektvollen Umgang untereinander, völlig unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religion. Der betroffene Spieler hat in einem klärenden Gespräch mit den Verantwortlichen glaubhaft versichert, sich auch gestern im Spiel gegen den VfL Bochum an diesen Vereinsgrundsatz gehalten zu haben“, teilte der Schweizer Erstligist am Mittwoch mit. „Der FC St. Gallen 1879 stellt klar, dass er jede Form von Rassismus und Diskriminierung aufs Schärfste verurteilt. Entsprechende Verfehlungen würden ohne jeden Toleranzspielraum sanktioniert.“

Nach der mutmaßlichen Beleidigung hatte Osei-Tutu unter Tränen den Platz verlassen und war von seinen Mitspielern getröstet worden.

Der ehemalige Liverpooler Daniel Sturridge kämpft derweil nach einem Einbruch um die Freigabe seines Hundes. Megan Rapinoe, Kapitänin des US-Nationalteams, bringt die Debatte der Gleichberechtigung erneut in Gang - und wäre im direkten Vergleich mit ihrem verbalen Kontrahenten Donald Trump sogar die beliebtere US-Präsidentin. Dem derzeit vereinslosen Mario Balotelli droht wegen einer Roller-Wette Ungemach - die Polizei beschäftigt sich mit dem Fall.

dpa

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