Weltmeister von 1990

Rudi Völler verkündet Leverkusen-Hammer: „Habe das Thema mit meiner Frau besprochen“

Rudi Völler zieht sich als Geschäftsführer von Bayer Leverkusen zurück.
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Rudi Völler zieht sich als Geschäftsführer von Bayer Leverkusen zurück.

Rudi Völler ist ein Aushängeschild der Bundesliga. Nun kündigte der Weltmeister von 1990 aber an, sich bald als Geschäftsführer von Bayer Leverkusen zurückzuziehen.

Leverkusen - Er ist eine der größten Persönlichkeiten des deutschen Fußballs: Rudi Völler. Als Spieler war er brillant, als Trainer und Manager lieferte er unvergessliche Anekdoten. Nun verkündet der einstige DFB*-Teamchef seinen Abschied: Rudi Völler wird seinen 2022 auslaufenden Vertrag als Geschäftsführer von Bayer Leverkusen* nicht verlängern.

„An Weihnachten habe ich das Thema mit meiner Frau Sabrina besprochen. Seitdem steht fest: 2022 ist für mich Schluss“, sagte der 60-Jährige gegenüber der Sport Bild.

Rudi Völler: Geschäftsführer von Bayer Leverkusen hört auf

Für Völler sei es „der richtige Zeitpunkt, weil der Verein grundsätzlich gut aufgestellt ist“ - trotz der Ergebniskrise in der Bundesliga* zuletzt. Völler selbst brauche nach den Jahren in der ersten Reihe „sicherlich erstmal ein bisschen Abstand“, schloss aber nicht aus, dass er in einer anderen Funktion zu der Werkself zurückkehre.

Auf seine Zeit als Geschäftsführer blickt Völler kritisch zurück. Vor allem der fehlende Titel wurmt den ehemaligen Nationalspieler. Für Leverkusen sei es zu wenig gewesen „im DFB-Pokal nur zweimal das Finale erreicht und verloren zu haben - 2009 gegen Werder Bremen und 2020 gegen Bayern München“.

Bayer Leverkusen: Geschäftsführer Rudi Völler macht 2022 Schluss

In der laufenden Saison steht für Leverkusen aufgrund der Ergebniskrise sogar die Teilnahme an der Europa League auf dem Spiel. Laut Völler hängt für Leverkusen vom europäischen Wettbewerb „sehr viel ab. Wenn wir das nicht schaffen sollten, ist es nicht garantiert, dass wir alle unsere Spieler behalten“. Zudem könnte Bayer auch durch die dann fehlenden Einnahmen nicht die Spieler verpflichten, „die wir brauchen, um uns zu verbessern“.

Zuletzt sorgte die Werkself für Schlagzeilen, als man sich von Trainer Peter Bosz trennte. Bis Saisonende coacht Hannes Wolf nun die Leverkusener - am kommenden Samstag steht die Pflichtaufgabe gegen Schalke 04 auf dem Programm.

Völler selbst ist eines der bekanntesten Kinder der Bundesliga. Der gebürtige Hanauer spielte für die Kickers Offenbach, 1860 München und Werder Bremen. Dann ging es auf die internationale Bühne - bei der AS Rom und Olympique Marseille reifte Völler zum Weltklasse-Spieler, gewann 1990 mit Deutschland die WM und holte 1993 die Champions League. Dabei schrieb „Tante Käthe“ Geschichte - OM war der erste Sieger der neu geschaffenen Königsklasse und Völler damit der erste Deutsche, der den Henkelpott in die Höhe streckte.

Zwei weitere Aktionen, die bis heute eng mit dem Namen Völler verknüpft sind: Frank Rijkaards ekelhafte Spuck-Attacke gegen den Stürmer 1990 und der legendäre Weißbier-Wutausbruch gegenüber TV-Moderator Waldemar Hartmann 2003. (akl/sid) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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