Viele Erfolge mit S04 gefeiert

Schalker Kultfigur gibt wichtiges Amt auf: Das sind die Gründe für seinen endgültigen Abschied

Niemals geht man so ganz, heißt es in einem Kultsong. Eine Schalker Kultfigur verkündet jetzt aber seinen endgültigen Abschied vom Klub. Das sind die Gründe des früheren Erfolgsgaranten.

Mit Skhodran Mustafi verstärkt neben Sead Kolasinac ein weiterer Spieler des Premier-League-Klubs FC Arsenal den FC Schalke 04 bis zum Saisonende. Dazu kommt noch die Verpflichtung von Torjäger Klaas-Jan Huntelaar (Ajax Amsterdam). Trotzdem trägt man derzeit auf Schalke Trauer, wie 24VEST.de* berichtet. Denn diese Transfercoups mitten im Abstiegskampf überschattet eine traurige Meldung, die aktuell über alle Ticker läuft: Eine absolute Kult-Figur verabschiedet sich endgültig von allen offiziellen Ämtern beim Gelsenkirchener Bundesligisten.

Huub Stevens, Trainer der erfolgreichsten Schalker Phase seit dem letzten Meistertitel 1958, sagt in einem Interview auf der Homepage des Vereins „Tschüss“ von einem wichtigen Amt. Der 67-Jährige hatte S04 erstmals ab dem 8. Oktober 1996 gecoacht und war schon ein gutes dreiviertel Jahr später mit dem Finalsieg im UEFA-Cup im Elfmeterschießen bei Inter Mailand zur lebenden Legende avanciert.

NameHuub Stevens
Geboren29. November 1953 in Sittard, Niederlande (Alter: 67)
Trainerzeit auf Schalke1996-2002, 2011-2012, 2019 und 2020
Titel mit S04UEFA-Cup (1997), DFB-Pokal (2001, 2002)

Huub Stevens: Viele erfolgreiche Jahre auf Schalke

Es folgten weitere erfolgreiche Jahre auf Schalke, die ihm und seinen Eurofightern zwei DFB-Pokalsiege (2001 und 2002) sowie den Gewinn des - leider nur inoffiziellen - Titels „Meister der Herzen“ einbrachten. Denn in der Saison 2000/01 wähnten sich die Schalker für einige Minuten bereits als Bundesliga-Titelträger, bevor Bayern München in der Nachspielzeit beim Hamburger SV doch noch den entscheidenden Punkt zum Gewinn der Meisterschale holte.

Huub Stevens hält am 22. Mai 1997 als damaliger Schalke-Trainer im Gelsenkirchener Parkstadion den UEFA-Pokal fest in der Hand, rechts neben ihm Manager Rudi Assauer.

In der Folgezeit kam Huub Stevens immer wieder zu seinem Herzensverein und in die Veltins-Arena zurück. Auch als Retter in der Not, wie am Ende der Saison 2018/19, als Schalke als 15. kurz vor dem Abstieg* stand, war er sich nicht zu schade.

Huub Stevens gibt letztes Amt auf Schalke schweren Herzens auf

Im Sommer wird der Niederländer seine Mitgliedschaft im Aufsichtsrat aber auslaufen lassen und sich schweren Herzens nicht mehr zur Wahl stellen. Die Gründe dafür seien rein persönlicher Natur, wie Stevens auf der Schalke-Homepage erklärt: „Ich bin 67 Jahre alt und glaube, dass jetzt ein guter Zeitpunkt ist, mich nur noch um meine Familie zu kümmern.“

Schalke 04 bleibt immer mein Verein.

Kult-Trainer Huub Stevens (67) wird Königsblau auch in Zukunft tief verbunden sein

Der Ex-Trainer hatte das Amt im Jahr 2018 angetreten* und sich dort in erster Linie um den Nachwuchs und das Scouting gekümmert. Die Initiative zur Wahl Stevens‘ war vom damaligen Klub-Boss Clemens Tönnies ausgegangen, der die Kultfigur unbedingt weiter im Verein haben wollte.

Schalkes Kult-Trainer Huub Stevens verabschiedet sich von den Fans.

Dennoch werde der 67-Jährige dem Klub weiter tief verbunden bleiben. Sein Motto, wie das vieler S04-Anhänger: „Einmal Schalker, immer Schalker. Ich stehe natürlich jederzeit mit Rat und Tat zur Seite und möchte und werde mich auch weiter einbringen, nur eben nicht mehr in einem offiziellen Amt“, verspricht Huub Stevens den Fans und den Verantwortlichen.

Der Kult-Trainer wirft aber im Interview auch noch einen Blick in die nähere Zukunft, die für Mannschaft, Verein und Anhänger wegen der Angst vor einem möglichen Abstieg zur Zerreißprobe zu werden droht. Es gelte auch in dieser schweren Situation zusammenzuhalten. „Egal wie die Saison ausgeht, Schalke kann und wird am Ende nur zusammen erfolgreich sein. Das gilt für Fans, Mitglieder und auch die Gremien.“ *24VEST.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/Martin Meissner/dpa/picture alliance (Archiv) / Montage: 24VEST

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