Nach überraschendem Rauswurf in Paris

PSG-Aus für Thomas Tuchel! Fünf Optionen hat der Trainer - Mega-Jobs möglich

Thomas Tuchel wurde kürzlich bei PSG entlassen. Die Fußball-Welt munkelt nun, wie es beim 47-Jährigen weiter geht. Diese vier Zukunfts-Optionen hat der Trainer.

Paris - Etwas überraschend ließ der französische Meister an Heiligabend die Bombe platzen: nur sechs Monate vor seinem Vertragsende bei Paris Saint-Germain ist Thomas Tuchel seinen Job los. Nun fragen sich nicht nur die deutschen Fans, wohin es den 47-Jährigen nach seiner erfolgreichsten Trainerstation als nächstes verschlägt. Einige Optionen stehen dem letztjährigen Champions-League-Finalisten offen.

Option 1: Tuchel als Löw-Nachfolger beim DFB

Auch wenn sich der DFB* mit langen Reden und der angeblichen intensiven Aufarbeitung der Leistungen seit der WM 2018 beschäftigen, hat sich an der Position des Bundestrainers* nichts geändert. Bis zur Europameisterschaft im kommenden Jahr wird Joachim Löw noch das Sagen haben, in ihrer aktuellen Verfassung ist die Nationalelf allerdings alles andere als ein Titelkandidat. An eine sportliche Kehrtwende glauben die wenigsten, weshalb ein Trainerwechsel nach dem Turnier wahrscheinlich ist.

Sollte Tuchel bis zum Sommer keine neue Anstellung als Trainer finden, stünde er nach der EM 2021 zur Verfügung. Noch gibt es allerdings keine Anzeichen dafür, dass der Verband mit dem gebürtigen Krumbacher in Kontakt steht.

Option 2: England als Auslands-Option für Tuchel

Die französische Liga hat Tuchel mit seinem Team zweieinhalb Jahre lang dominiert. Nach zwei Meisterschaften, dem Pokalsieg und dem Erreichen des Endspiels in der Champions League* ist Tuchel auf internationaler Ebene gefragt. Ein steter Markt für fähige Star-Trainer ist die Premier League*, so gut wie jeder englische Erstligist könnte sich wohl einen Coach wie Tuchel leisten.

Wie die Bild berichtet, soll es bereits einen ersten Kontakt zwischen dem Trainer und Manchester United gegeben haben. Kurz bevor United-Ikone Ole Gunnar Solksjaer die Red Devils Ende 2018 übernahm, wurde Tuchel vom englischen Rekordmeister* umworben.

Beim einstigen Spitzenklub Arsenal könnte es kaum schlechter laufen. Aktuell liegen die Gunners auf Platz 15 der Premier League, Trainer Mikel Arteta wird bei einer ausbleibenden sportlichen Wende seinen Hut nehmen müssen. Sollte im Derby gegen Chelsea am 2. Weihnachtsfeiertag kein Dreier gelingen, könnte sich das Trainer-Karussell weiter drehen.

Option 3: Tuchel-Rückkehr in die Bundesliga

Beim FSV Mainz 05* machte Tuchel seine ersten Schritte als Bundesliga*-Trainer und blieb fast fünf Jahre Chefcoach, ehe es ihn zum BVB zog. Mit Borussia Dortmund* holte Tuchel in der Saison 2016/17 den DFB-Pokal, doch weitere Titel im Herrenbereich blieben ihm verwehrt. Trotzdem ist Tuchel ein gefragter Mann, auch beim Liga-Primus.

Ende 2019 soll Tuchel auch beim FC Bayern München* ein heißer Kandidat für die Nachfolge von Ex-Trainer* Niko Kovac gewesen sein, wie Bild berichtet. Bereits im September 2017 hatte der Rekordmeister* den Kontakt zum ehemaligen BVB-Trainer aufgenommen, der damals Carlo Ancelotti hätte ablösen können. Doch am Ende kam alles anders.

Option 4: Tuchel könnte Barcelona wieder Leben einhauchen

Der FC Barcelona ist in dieser Saison ein taumelnder Riese. Bereits im Sommer deutete sich angesichts des Wechselpokers um Superstar Lionel Messi* und einer sparsamen Transferphase eine schwierige Saison an. Mit Neu-Coach Ronald Koeman erzielte die „Blaugrana“ zuletzt zwar gute Ergebnisse, allerdings steht der Topklub derzeit nur auf Platz fünf.

Nach Informationen von Sky könnte Tuchel auch aufgrund der Präsidentschaftswahlen bei Barcelona am 24. Januar als neuer Coach in Frage kommen. Tuchel und Barca - das sei dem Transfer-Experten Max Bielefeld zufolge „eine Spur, die man nicht ganz vernachlässigen darf“. Ob Koeman gemeinsam mit der Barca-Ikone Messi* das Ruder herumreißen können, wird sich zeigen. Sollte es nicht gelingen, wäre der Weg für Tuchel frei.

Option 5: Erneute Auszeit für Tuchel aus Ausgleich zum Trubel

Im Hamsterrad Profifußball ist Thomas Tuchel ein besonderer Typ, auch deshalb, weil der Schwabe nicht nur für den Fußball lebt. Nach seiner Zeit bei Mainz 05 nahm sich der Trainer ein Jahr Zeit, in dem er Reisen unternahm und sich auf seine Gesundheit und Ernährung konzentrierte. Auch um seine Familie, für die Tuchel nach eigenen Aussagen wenig Zeit hatte, konnte er sich erneut kümmern.

Auch nach seinem Aus in Dortmund machte Tuchel ein Jahr Pause, ehe er sich Paris Saint-Germain anschloss. Nach zweieinhalb turbulenten Jahren wäre eine weitere Auszeit vorstellbar. Wie vor seinen letzten beiden Engagements hat Tuchel wieder keinen Druck, sich sofort um einen neuen Trainerjob zu kümmern. Tendenziell wird Tuchel im Sommer eine neue Aufgabe übernehmen, doch auch eine längere Pause wäre wohl nachvollziehbar. (ajr) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Martin Rickett/PA Wire/dpa

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