Keine Vertragsverlängerung

Augsburg-Keeper Marwin Hitz geht zum Saisonende - neuer Verein schon gefunden?

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Augsburgs Stammtorhüter Marvin Hitz (l.) verlässt den Verein zum Saisonende.

Jetzt ist es raus: Keeper Marwin Hitz wird den FC Augsburg zum Saisonende verlassen. Erste Spekulationen berichten bereits von einem neuen Arbeitgeber innerhalb der Bundesliga.

Augsburg - Torwart Marwin Hitz hat das Rätselraten um seine Zukunft beendet und wird dem FC Augsburg den Rücken kehren. „Marwin Hitz hat uns heute mitgeteilt, dass er den Verein verlassen wird“, sagte Trainer Manuel Baum in der Pressekonferenz vor dem letzten Bundesliga-Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den FC Schalke 04. Der Vertrag des 30 Jahre alten Stammkeepers läuft aus. Laut Informationen der Bild soll Hitz seine Zelte bei Borussia Dortmund aufschlagen, wo Roman Weidenfeller mit 37 Jahren nach dem Saisonende seine Karriere beenden wird. Im kostenpflichtigen Angebot „Bild plus“ meldet die Zeitung, dass der Schweizer Nationaltorhüter künftig mit Roman Bürki den BVB-Kasten sauberhalten soll. Ein offizielle Bestätigung der beiden Vereine für den Wechsel gab es zunächst aber nicht.

„Es ist ja nicht so, dass es mich aus heiterem Himmel trifft“, meinte der Coach der Fuggerstädter. Hitz hatte sich in den vergangenen Monaten stets zurückhaltend zu seiner Zukunft geäußert. „Schade, dass Marwin geht, der sehr viel für den Verein getan hat. Ich denke, wir sind auch nächste Saison gut auf der Position besetzt.“

Der Schweizer war im Sommer 2013 vom VfL Wolfsburg nach Augsburg gewechselt und bestritt bislang 140 Bundesligaspiele für den FCA. Wohin Hitz geht, ist noch nicht bekannt. Zuletzt durfte Andreas Luthe für ihn im Kasten stehen. Gegen Schalke wird wieder Hitz spielen. „Er wird sein Abschiedsspiel haben“, kündigte Baum an. Sein Team hatte in der Vorwoche erst den Klassenerhalt perfekt gemacht.

Baum: Priorität ist nun die Verpflichtung eines weiteren Torhüters

„Er hat Großes beim FC Augsburg geleistet. Ich kann verstehen, dass jemand wie er als Nationaltorhüter eine neue Chance sucht“, sagte Luthe über die Nummer eins beim FCA. Höhepunkt für Hitz war sicher 2015/16 die Tour durch die Europa League. Damals stand er in allen acht Partien im Tor und zeigte starke Leistungen. Für die Schweiz ist der zweimalige Nationalspieler hinter Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach) und Roman Bürki (Borussia Dortmund) nur dritte Wahl, dürfte aber bei der WM in Russland dabei sein.

Bei den Torhütern der Augsburger wird nun eine Stelle frei. Für die kommende Saison hat der Verein Luthe und Fabian Giefer fest unter Vertrag. Der Kontrakt von Ioannis Gelios läuft ebenfalls aus. Nun habe es für die nächste Saison Priorität, „dass wir auf der Position mindestens dreifach gut aufgestellt sind“, sagte Baum.

Letztes Heimspiel soll voller Leidenschaft und mit Sieg gestaltet werden

Gegen den FC Schalke 04, der Vize-Meister werden will, möchten die Augsburger ein starkes letztes Heimspiel in dieser Bundesligasaison hinlegen. „Wir wollen uns natürlich bei den Fans für die Unterstützung bedanken, und das geht am besten auf zwei Arten: ein leidenschaftliches Spiel auf den Platz bringen und es dann natürlich möglichst auch gewinnen“, sagte Baum. „Wir wollen versuchen, sie durch unsere Mentalität an den Rand einer Niederlage zu bringen.“

Fraglich ist der Einsatz von Michael Gregoritsch. Der mit 13 Toren treffsicherste Angreifer der Augsburger hat Adduktorenprobleme. Beim 2:2 gegen Hertha BSC musste er in der 59. Minute ausgewechselt werden. Für seinen Teamkollegen Marcel Heller war da in der 90. Minute Schluss. Wie nun bekanntgegeben wurde, ist seine Saison vorzeitig beendet. Der 32 Jahre alte Offensivmann wurde nach einer Tätlichkeit in einem leichteren Fall vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für drei Spiele gesperrt.

Heller war am Samstag in der 90. Minute von Schiedsrichter Marco Fitz des Feldes verwiesen worden. In den restlichen beiden Partien des FCA wird er also fehlen. Baum kann die Höhe der Sperre jedoch nicht nachvollziehen. „Das Foul wurde wohl gewertet wie eine Tätlichkeit, das kann ich nicht verstehen“, sagte der FCA-Coach.

dpa/lby

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