Peinliche Panne

Trikot-Skandal: Darum sorgt dieses Retro-Shirt von Adidas für Ärger

Sportartikelhersteller Adidas hat mit einem russischen Retro-Shirt und dem Schriftzug „USSR“ vor der WM in Russland für eine Skandal gesorgt. 

Herzogenaurach - Der Retro-Zug, der gerade durch die Modewelt rast, macht natürlich auch vor der Fußball-WM in Russland nicht halt. Daher hat der Sportartikelhersteller Adidas ein Retro-Design für Russland herausgebracht. So gab es bis zuletzt ein Shirt im Online-Shop, dass es so eigentlich gar nicht hätte geben dürfen.

„Das Shirt für Männer kommt im detailgetreuen Design des russischen Nationaltrikots von 1991. Es ist aus sportlichem Trikot, zeigt die Nationalfarben Russlands, das Logo des russischen Fußballverbands und einem „USSR“-Print auf der Brust.“ So die offizielle Produktbeschreibung zum vermeintlichen russischen Retro-Shirt. 

Blöd nur, dass es dieses Shirt so gar nicht hätte geben können. „USSR“ steht für „Union of Soviet Socialist Republics“, also Sowjetunion. Allerdings war Russland nur eins von insgesamt 15 Mitgliedsstaaten, ehe sich die UdSSR 1991 auflöste. 

Fakt ist: Zu der Zeit, als das Trikot angeblich getragen werden sollte, hatte Russland eigentlich noch gar keine Nationalmannschaft. Das erste Länderspiel bestritt die russischen Mannschaft im August 1992. 

Lesen Sie zudem auch: „Oaalea? Darkler? Orahlea?“ Darum sorgt das neue DFB-Trikot für Verwirrung

Adidas wird heftig kritisiert

Für diese peinliche Geschichts-Panne musste der Sportartikelhersteller viel Kritik einstecken. 

Ein Twitter-User verglich die Retro-Version Russlands sogar mit einem möglichen Trikot von Nazi-Deutschland. In seinem Tweet erinnert er daran, dass die Sowjetunion zwischen 1930 und 1950 Millionen seiner eigenen Bürger getötet hatte. 

Auch express.de hatte bereits über den peinlichen Vorfall berichtet.

Elf Teams werden von Adidas ausgerüstet

Die Produktbeschreibung hat Adidas inzwischen geändert. Das Shirt wird nun offiziell als Retro-Trikot der Sowjetunion verkauft. 

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Ein Fehler, den man vermutlich auch im Voraus hätte vermeiden können. Gerade wenn man bedenkt, dass die diesjährige Fußball-WM in Russland stattfindet und Adidas elf der 32 Nationen mit Trikots ausstattet und somit der größte Ausrüster bei diesem Turnier ist. 

fs

Rubriklistenbild: © @adidas

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