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Tuchel reagiert auf Chelsea-Rauswurf: „Am Boden zerstört“ – Ex-Coach dankt allen, nur einem nicht

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Von: Stefan Schmid

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Erstmals seit seiner Entlassung beim FC Chelsea meldet sich Thomas Tuchel zu Wort. Den Worten ist anzumerken, wie schwer seine Enttäuschung wiegt. 

London - Es dauerte einige Tage, bis sich Thomas Tuchel selbst zu seiner Freistellung vom FC Chelsea äußerte. Das nun über Twitter veröffentlichte Statement zeigt deutlich, wie sehr ihm die Entlassung auf die Gemütslage schlägt. Dem Klub gegenüber zeigt er sich dankbar und so verwundert es nicht, dass er kein schlechtes Wort über den Londoner Verein fallen lässt. Auffällig ist aber, dass eine Verantwortungsebene der Blues keine Erwähnung in den warmen Worten findet.

Tuchel „am Boden zerstört“

Der Tweet – auf Englisch verfasst – richtet sich vor allem an seine Fans von der Insel und verschiedenste Akteure rund um den FC Chelsea. Tuchel sei „am Boden zerstört“ nachdem er seinen Job bei den Londonern verloren hat und ordnet sein Statement als „eine der schwierigsten Erklärungen, die ich je zu schreiben hatte“ ein. Was wohl auch daran liegt, dass er sich nach eigener Aussage in London „sowohl beruflich als auch persönlich zu Hause gefühlt habe.“

„Ich fühle mich geehrt, ein Teil der Geschichte dieses Vereins gewesen zu sein“, drückt er auch weiterhin seine höchste Bewunderung für den Verein aus, der mit Graham Potter schon einen neuen Trainer vorgestellt hat. Auch die vergangenen großen Erfolge des Champions-League-Siegs und den Gewinn der Klub-Weltmeisterschaft 2021, die er mit dem Verein schon ein halbes Jahr nach der Übernahme des Postens als Trainer erreichen konnte, lässt Tuchel Revue passieren.

Tuchel dankt allen, nur nicht der Chef-Etage

Im Chelsea-Umfeld hat sich der Deutsche, so legen es seine Worte nahe, sichtlich wohlgefühlt. Und so dankt er einer ganzen Reihe von Personen rund um den Verein: „Vielen Dank an alle Mitarbeiter, die Spieler und die Fans, die mir von Anfang an das Gefühl gegeben haben, willkommen zu sein.“ Wer, vermutlich, bewusst in dieser Liste fehlt, sind die Eigentümer des Vereins.

Es ist kein Geheimnis, dass Tuchel kein besonders gutes Verhältnis zu dem Neu-Eigentümer Todd Boehly hatte, der den Verein aufgrund der Sanktionen der britischen Regierung gegen den russischen Milliardär Roman Abramowitsch, von diesem übernommen hat. Zuletzt gab es Gerüchte um eine Meinungsverschiedenheit zwischen Boehly und Tuchel bezüglich einer möglichen Ronaldo-Verpflichtung, die das ohnehin schon vorbelastete Verhältnis weiter vergiftet haben soll. (sch)

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