Lob für Kimmich und Groetzka

Corona-Krise: Hoeneß glaubt an Ende der 100-Millionen-Transfers - „eine neue Fußballwelt “

Uli Hoeneß glaubt, dass das Coronavirus die Fußballwelt verändern wird. Auch ein Ende der hohen Transfersummen prophezeit er.

  • Der ehemalige FCB-Präsident Uli Hoeneß kann sich nicht vorstellen, dass in nächster Zeit noch 100-Millionen-Euro-Transfers vonstattengehen werden.
  • Das Coronavirus wird laut ihm die Fußballwelt stark verändern.
  • Im schlimmsten Fall sei die Existenzgrundlage der gesamten Liga bedroht.

München - Die Coronavirus-Pandemie hat derzeit die ganze Welt im Griff. Alle Bereiche des Lebens werden beeinflusst, auch der Fußball. Uli Hoeneß glaubt, dass sich die Fußballwelt nach dem ungewissen Ende der Corona-Krise völlig verändern wird.

Corona-Krise: Hoeneß: Keine 100-Millionen-Euro-Transfers in nächster Zeit

 „Man kann es nicht vorschreiben, aber 100-Millionen-Euro-Transfers kann ich mir in der nächsten Zeit nicht vorstellen. Die Transfersummen werden fallen, die Beträge werden sich in den kommenden zwei, drei Jahren nicht mehr auf dem bisherigen Niveau bewegen können“, sagte der ehemalige Präsident es FC Bayern München* gegenüber dem Kicker. „Denn es sind alle Länder betroffen“, meinte Hoeneß. „Es wird sehr wahrscheinlich eine neue Fußballwelt geben.“

In der aktuellen Situation sieht Hoeneß aber nicht nur eine Gefahr, sondern auch die Chance, „dass die Koordinaten etwas verändert werden können“. Die Politik in Deutschland mache „einen sensationellen Job“, sagte der Ehrenpräsident der Bayern und forderte: „Jetzt muss Solidarität gelebt, nicht nur erzählt werden.“ Und: „Es geht um Menschenleben“ - deshalb sollten sich alle unbedingt an die verabschiedeten Regelungen halten.

Hoeneß über Coronavirus: Im schlimmsten Fall „Existenzgrundlage der gesamten Liga bedroht“

Die künftige Entwicklung auch im Spielplan derBundesliga sei zwar derzeit ungewiss. Hoeneß sagte aber: „Auch Spiele ohne Zuschauer* garantieren die Verteilung der Fernseh-Gelder, und wenn das klappt, gibt es für 2019/20 kein existenzielles Problem.“ Falls es bis Weihnachten jedoch keine Spiele geben sollte, betonte Hoeneß, dann sei „die Existenzgrundlage der gesamten Liga bedroht“. Alle, die Voraussagen über einen möglichen Neu-Start der Spiele machen, seien „Scharlatane“.

Corona: Hoenß appelliert an Vernunft der Menschen - Lob für Kimmich und Groetzka

Uli Hoeneß hat außerdem an die Vernunft der Menschen appelliert. Man müsse die „ganze Kraft des Fußballs einsetzen, um die Leute aufzufordern, dass sie sich diszipliniert verhalten, damit die aktive Ansteckung zurückgeht“, forderte der 68 Jahre alte Ehrenpräsident des FC Bayern München. „Dieser Appell gilt nach wie vor und umso mehr, da es noch immer Unbelehrbare gibt.“ Hoeneß lobte als ein Beispiel die Spendenaktion der Bayern-Stars Leon Goretzka und Joshua Kimmich. „Wir sind alle aufgerufen zu helfen. Jede Initiative ist wertvoll“, sagte der langjährige Macher des Fußball-Rekordmeisters.

Ein wildes Transfergerücht zum FC Bayern München kommt aus Italien. Angeblich ist der Rekordmeister an einem Innenverteidiger von Lazio Rom interessiert.

dpa

*tz.de und merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

Rubriklistenbild: © dpa / Sven Hoppe

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