VfB-Coach unter Druck

Wie VfB-Stuttgart-Trainer Pellegrino Matarazzo mit seiner ersten Niederlage umging, sagt viel über ihn

Der neue VfB-Stuttgart-Trainer Pellegrino Matarazzo muss nach der Corona-Pause gegen Wehen Wiesbaden eine Niederlage einstecken. Er hat schon in der Vergangenheit gezeigt, wie er damit umgeht.

  • VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo steht unter Druck (bw24* berichtete): Er muss den Fußballverein zum Aufstieg führen
  • Gegen Wehen Wiesbaden kassierte der VfB Stuttgart nun die erste Niederlage nach der Corona-Pause
  • Matarazzo zeigte schon einmal, wie souverän er mit Niederlagen umgeht

Fürth - Auf dem neuen Trainer des VfB Stuttgart (*bw24 berichtete) lastet hoher Druck: Pellegrino Matarazzo (44) soll den kriselnden Fußballverein zum Aufstieg führen, steht unter strenger Beobachtung. Schließlich war der US-Amerikaner mit italienischen Wurzeln vor seiner Zeit als VfB-Trainer in der Fußball-Welt weitgehend unbekannt. Der neue Coach in Stuttgart war nie Profispieler. Pellegrino Matarazzo hat Mathematik studiert. Sein Wissen aus dem Studium will er für seine Strategie beim VfB nutzen.

Der Plan schien aufzugehen: Der neue VfB-Trainer hatte einen vielversprechenden Einstand. Unter Pellegrino Matarazzo, der auf den entlassenen VfB-Trainer Tim Walter folgte (bw24* schilderte die Details), gewann der VfB Stuttgart vier Spiele in der 2. Bundesliga. Inzwischen hat der neue Coach auch einige Niederlagen hinter sich - zuletzt in dem so wichtigen ersten Spiel des VfB nach der Corona-Pause gegen Wehen Wiesbaden - bw24* berichtete über den Spott im Netz. Doch VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo zeigte schon einmal, wie souverän er mit Rückschlägen umgeht: Nach seiner ersten Niederlage als Coach der Stuttgarter.

VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo nimmt Stellung zur Niederlage gegen Greuther Fürth

Der VfB Stuttgart hätte im März 2020 durch das Spiel gegen die SpVgg Greuther Fürth zum Zweitliga-Spitzenreiter Arminia Bielefeld aufschließen können. Stattdessen verlor der Club mit 0:2 (0:0) - zum Entsetzen der Fans. 120 Stuttgarter Hooligans prügelten sich nach der Niederlage mit Hooligans aus Halle auf dem Bahnhof von Crailsheim. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen Landfriedensbruch ein.

Trainer Pellegrino Matarazzo steht beim VfB Stuttgart unter Druck

VfB-Stuttgart-Trainer Pellegrino Matarazzo reagierte bei der Pressekonferenz auf die schmerzhafte Niederlage. „Wir haben ordentlichen Fußball gespielt, haben uns auch Torchancen rausgespielt“, sagte der Coach. „Wir haben aber leider Gottes das Tor nicht gemacht.“ Den Grund für die Niederlage glaubt der VfB-Trainer erkannt zu haben. „Wir haben dann im Laufe der ersten Halbzeit die Griffigkeit verloren, haben unnötige Ballverluste gehabt und den einen oder anderen Ball nicht gewonnen“, sagte Pellegrino Matarazzo laut Echo24.de*.

VfB Stuttgart: Trainer Pellegrino Matarazzo zollt dem Gegner Respekt

Nach dem 0:2 sei das Spiel laut dem VfB-Trainer „gegessen“ gewesen. Die Mannschaft habe dann aufgemacht und sei ein hohes Risiko eingegangen. Pellegrino Matarazzo folgerte:  „Unter dem Strich denke ich, ein verdienter Sieg für Fürth.“ Es kommt dem Coach zugute, dass er nach seinem fulminanten Einstandspiel Ende Januar bescheiden geblieben war.

Gegen den 1. FC Heidenheim siegten die Stuttgarter mit 3:0. Pellegrino Matarazzo hatte nach seinem ersten Spiel als VfB-Trainer die Erwartungen gedämpft: Der VfB habe noch viel Luft nach oben, sagte er. Der Moment des Pressings sei nicht stimmig gewesen, es hätten mehr Aktionen im Sprint nach vorne sein können.

Dieses Defizit brachte dem VfB Stuttgart nun auch seine erste Niederlage unter Trainer Pellegrino Matarazzo ein. Einziger Trost: Auch der HSV und der 1. FC Heidenheim verloren am Samstag, 29. Februar. Dadurch blieb der VfB mit 44 Punkten hinter Bielefeld (50 Punkte) auf Platz zwei der Tabelle und damit auf einem Aufstiegsplatz in die 1. Bundesliga. Hinter dem VfB folgen der HSV (41) und Heidenheim (38).

Gegen Bielefeld geht es für VfB-Stuttgart-Trainer Pellegrino Matarazzo um viel

Der Frust bei den VfB-Fans war nach der Niederlage dennoch hoch. Sie warfen dem Fußballverein auch unter dem neuen Trainer Pellegrino Matarazzo mangelnden Biss vor. Ein Vorwurf, der VfB-Sportdirektor Sven Mislintat erboste. „Wir haben Mentalität - ich kann diesen Scheißdreck nicht mehr hören“, wetterte er. Auch die VfB-Spieler wollen nun lieber nach vorne schauen, als sich weiter mit dem Rückschlag zu beschäftigen. „Diese Niederlage ist schmerzhaft, aber wir haben weiter alles selbst in der Hand“, sagte VfB-Mittelfeldspieler Gonzalo Castro.

*BW24 ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Mit Material des SID

Rubriklistenbild: ©  Nicolas Armer/dpa

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