Es geht ums Geld

Wegen Juve-Wechsel von Ronaldo: Fiat-Mitarbeiter legen Arbeit für drei Tage nieder

Cristiano Ronaldo schnürt seine Schuhe künftig für Juventus Turin.
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Cristiano Ronaldo schnürt seine Schuhe künftig für Juventus Turin.

Der Wechsel von Cristiano Ronaldo von Real Madrid zu Juventus Turin gefällt nicht jedem. Er löste jetzt sogar einen Streik in einem Werk von Autokonzern Fiat aus.

Turin - Der Millionentransfer von Fußballstar Cristiano Ronaldo zum italienischen Verein Juventus Turin sorgt für Unruhe beim Fiat-Chrysler-Konzern. Der Gewerkschaftsbund USB bestätigte am Donnerstag, die Arbeiter des Werks im süditalienischen Melfi zum Streik aufgerufen zu haben - wegen der 100 Millionen Euro Ablösesumme. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Konzernleitung "riesige Opfer von den Arbeitern verlangt" und gleichzeitig so viel Geld für einen Fußballspieler ausgebe, erklärte die Gewerkschaft. Entsprechende Gerüchte über einen Streik im Zuge des Transfers gab es bereits am Mittwoch. Die hohen Summen, die beim Wechsel zu zahlen waren, waren nach Lothar Matthäus auch der Grund, warum der FC Bayern Ronaldo kein Angebot machte. 

Der Streik soll demnach am Sonntag beginnen und drei Tage dauern. Fiat-Chrysler hat seinen Hauptsitz in Turin und gehört ebenso wie Juventus zu großen Teilen der Industriellenfamilie Agnelli. Die Gewerkschaft drängte die Besitzer, das Geld in "tausend Menschen statt nur einen zu investieren". Ronaldo wechselt zur neuen Saison von Real Madrid zum italienischen Rekordmeister. Sein jährliches Gehalt soll 30 Millionen Euro betragen.

Während die Gewerkschaft über die Ausgaben verärgert ist, geht die Bank Banca IMI davon aus, dass Ronaldos Wechsel die Marke des Vereins weltweit stärken und Millionen an Ticketverkäufen und Merchandising generieren sowie weitere Sponsoren anlocken wird.

Pressestimmen zum Ronaldo-Transfer: Italien jubelt - Spanien spricht vom „Ende einer Ära“

afp

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