Absturz überlebt

Weihnachtswunder: „Chape“ feiert Neto-Comeback

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Torwart Jackson Follmann (l-r), Neto und Alan Ruschel, die Überlebenden des Flugzeugabsturzes.

Ein Weihnachtswunder der besonderen Art: 13 Monate nachdem er schwer verletzt den Flugzeugabsturz seines Fußballteams Chapecoense überlebt hat, ist der Abwehrspieler Neto wieder auf den Fußballplatz zurückgekehrt.

Chapecó - In einem Benefizspiel für die Opfer und ihre Angehörigen im brasilianischen Chapecó wurde er in der symbolischen 71. Minute eingewechselt - kurz nach einer Pause, um der 71 Todesopfer des Absturzes am 28. November 2016 in Kolumbien zu gedenken. Dabei starben 19 Fußballer, neben Trainer, Betreuern, Besatzungsmitgliedern und mitreisenden Journalisten. „Dieser Tag wird für immer in meinem Gedächtnis bleiben, es gibt keinen Preis dafür, dass ich wieder hier sein darf“, sagte der überwältigte Neto.

Zwei weitere Profis überlebten

Nur drei Profis überlebten den Absturz. Alan Ruschel feierte im August bei einem Spiel gegen den FC Barcelona sein Comeback. Dem Torwart Jackson Follmann musste der rechte Unterschenkel amputiert werden. Alle drei sind zu Gesichtern der Hoffnung geworden - nach zeitweiliger Abstiegsgefahr und zwei Trainerwechseln legte das mit über 20 Spielern neuformierte Team einen starken Endspurt in der ersten Liga hin und qualifizierte sich für die Qualifikationsrunde der südamerikanischen Champions League, die Copa Libertadores.

Treibstoffmangel als Ursache

Der Flugzeugabsturz war ein Ereignis von kaum zu überbietender Tragik: Der 1973 gegründete Verein war auf dem Weg zum bisher größten Spiel seiner Geschichte: dem Hinspiel um die Copa Sudamericana gegen Atlético Nacional aus Medellín. Das ist in etwa vergleichbar mit der Europa League und ist der zweitwichtigste Vereinswettbewerb in Südamerika, nach der Copa Libertadores. Wegen Treibstoffmangels stürzte das Charterflugzeug kurz vor dem Flughafen ab.

Bis heute warten die Angehörigen auf Entschädigungen, ein Versicherungsunternehmen weigerte sich, die Police in Höhe von 25 Millionen Dollar zu zahlen, da die bolivianische Fluggesellschaft LaMia bei den Versicherungszahlungen in Verzug gewesen sei.

dpa

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