Reaktionen aus der Bundesliga

„Zu viel Politik im Spiel“: Rangnick und Völler äußern sich über Özil

Ralf Rangnick, der neue Trainer von Bundesligist RB Leipzig
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Ralf Rangnick, der neue Trainer von Bundesligist RB Leipzig.

Rudi Völler hat die Rücktritts-Erklärung von Mesut Özil mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Für Ralf Rangnick ist bei der polarisierenden Personalie zu viel Politik im Spiel.

Leipzig/Leverkusen - Für RB Leipzigs Trainer Ralf Rangnick ist bei den Diskussionen um den Rücktritt von Mesut Özil „zu viel Politik im Spiel. Es geht um Fußball und um einen Spieler, der bisher Nationalmannschaft gespielt hat und sich jetzt entschieden hat, nicht mehr für die Nationalmannschaft zu spielen. Das gibt es. Das passiert auch woanders“, sagte der Sportdirektor des Bundesligisten am Mittwoch vor dem Qualifikationshinspiel in der Europa League gegen BK Häcken.

Mehr wollte der ansonsten immer sehr meinungsstarke Schwabe nicht sagen. „Da haben schon so viele Menschen ihre Meinung dazu gesagt. Selbst wenn ich jetzt eine hätte, würde ich sie für mich behalten wollen. Die Fakten sind klar: Er hat seinen Rücktritt erklärt“, meinte Rangnick.

Hoeneß-Äußerungen: „Das war vielleicht einen Tick zu viel“

"Ein paar Dinge waren nicht ganz verkehrt", sagte unterdessen Rudi Völler von Bundesligist Leverkusen bei Sky Sport News HD zu Özils Ausführungen, "aber mehr als die Hälfte war etwas übertrieben und Blödsinn." Der Bayer-Sportchef hätte sich gewünscht, "dass die Erklärung etwas früher gekommen wäre", ergänzte der frühere Teamchef der Nationalmannschaft und Weltmeister von 1990: "Es hätte vielleicht ihm selbst geholfen und auch der Öffentlichkeit, die ebenso darauf gewartet hat wie seine Mitspieler."

Rudi Völler.

Das Dauer-Thema Özil habe "alle genervt, in ganz Deutschland. Man hätte gerne früher die ein oder andere Aussage gehabt. Das hat er leider erst zwei Monate später gemacht - das war sicherlich ein großer Fehler", meinte Völler.

Vor diesem Hintergrund sieht Völler (58) auch die scharfe Attacke von Bayern-Präsident Uli Hoeneß auf "Alibispieler" Özil. "Er ist ja sehr direkt. In der Hinsicht war es vielleicht ein Tick zu viel des Guten", sagte Völler zu Hoeneß' Äußerung, wonach Özil zuletzt "nur Dreck" gespielt habe.

Sat.1 zur Hoeneß-Attacke gegen Özil

Lesen Sie auch: Özil-Berater greift Uli Hoeneß an: „Schande für Bayern München und Deutschland“

SID/dpa

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