DEL2 vor Saisonstart: Mit Zuversicht in ungewisse Zeit

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Endlich wieder Eiszeit: Die DEL2-Saison startet am kommenden Wochenende in eine neue Spielzeit.

Es geht wieder los: Nach 243 Tagen ist Schluss mit der Eishockey-Pause und die Deutsche Eishockey Liga 2 startet in die neue Saison. Dabei ist vieles ungewiss. Kann die Saison zu Ende gespielt werden?

Eishockey. „Wir hätten uns sicherlich günstigere Umstände für unseren Start in die Hauptrunde gewünscht, aber wir nehmen die aktuellen Gegebenheiten an, um das Fortbestehen unseres Sports zu sichern und unseren Spielern und Angestellten der Clubs eine Perspektive zu geben“, sagt DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch vor der Pressekonferenz vor dem Spiel der Kassel Huskies gegen die Löwen Frankfurt (19.30 Uhr). 

Das Interview zum Saisonstart mit ECK-Kapitän Denis Shevyrin lesen Sie hier.

Trotz der zweimonatigen Verschiebung des Hauptrundstarts, plant die DEL2 eine Doppelrunde und somit sollen 52 Spieltage stattfinden. Der letzte Spieltag ist für den 11. April 2021 terminiert. „Dass die DEL2 startet ist keine Selbstverständlichkeit und dennoch Realität", so Rudorisch. Das aber größte Problem: Die fehlenden Zuschauer, denn die reinen Ticketerlöse machen aus den Fanbereichen 28 Prozent des Umsatzes aus.

DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch

Der Geschäftsführer hofft, dass bis Anfang nächsten Jahres wieder sukzessive Zuschauer in den Arenen zugelassen werden und der Staat die Clubs auch über den Jahreswechsel hinaus bezüglich ausbleibender Ticketeinnahmen unterstützt. „Die aktuelle Beihilfe für den Profisport, welche auf 2020 begrenzt ist, unterstützt unseren Start auch unter den aktuellen Bedingungen. Allerdings muss diese bei weiteren Einschränkungen auch auf 2021 ausgedehnt werden“, sagt Rudorisch. Über SpradeTV können die Spiele wie gewohnt auch aus dem Wohnzimmer verfolgt werden, der Preis für die Spiele wurde jedoch erhöht, dieser kommt aber den Clubs zugute. Für dieses Angebot sind wir als Liga sehr dankbar und hoffen, dass die Fans dieses Angebot auch annehmen“, erklärt Rudorisch.

DEL2-Geschäftsführer mit Appell

Doch auch an die Partner der Clubs hat er eine Bitte: „Ich wünsche mir, dass auch die Sponsoren an den Standorten unseren eingeschlagenen Weg sowie den Saisonstart, auch im Sinne der Sportler, positiv unterstützen. Fehlende Zuschauer in den Arenen hoffen wir durch Reichweitensteigerung über die medialen Kanäle auszugleichen. Die wirtschaftliche Unterstützung der Sponsoren gerade in dieser Saison, ist extrem wichtig, um das gemeinsame Vorhaben erfolgreich zu gestalten.“

Aufstieg ist wieder möglich

Sportlich bietet die anstehende Hauptrunde erstmals seit 2006 wieder alles, was das Eishockeyherz begehrt. So kämpfen die 14 Teams um die Playoff-Plätze und den Ligaverbleib. Erstmals führt dabei der Weg eines Meisters vielleicht sogar in die DEL. „Wir sind trotz der aktuellen Schwierigkeiten froh, dass wir nach langen Verhandlungen mit der DEL nun auch endlich wieder einen sportlichen Aufstieg für unsere Clubs und die Fans bieten können“, so Rudorisch. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben im Vorfeld der Saison die Kassel Huskies schon nachgewiesen. Auch die Clubs aus Frankfurt und Bietigheim haben diese erbracht. Bleibt nur abzuwarten, ob die Saison auch wie geplant gespielt werden kann – das hoffen alle Sport- und insbesondere Eishockeyfans.

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