Huskies vor dem Aus: Schlittenhunde unterliegen Eispiraten Crimmitschau

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Schmerzhafte Landung: Jace Hennig und seine Huskies unterlagen am Freitagabend den Eispiraten Crimmitschau.

Rückschlag im Kampf um die Playoffs. Die Kassel Huskies haben am Freitagabend ihr Pre-Playoff-Heimspiel gegen die Eispiraten Crimmitschau mit 4:5 (1:1, 1:3, 2:1) verloren.

Huskies-Stürmer Mark Ledlin hatte es schon vor dem Spiel im EXTRA TIP-Interview angekündigt: „Crimmitschau hat ein paar richtig gute Spieler.“ Damit sollte er recht behalten. Crimmitschau war zwar nicht das bessere Team, dafür aber das kaltschnäuzigere. Am Ende gingen die Huskies im ersten Pre-Play-Off-Spiel mit 4:5 (1:1,1:3, 2:1) als Verlierer vom Eis. Damit haben die Huskies ihren Heimvorteil verloren und stehen am Sonntag in Crimmitschau vor einer richtig schwierigen Aufgabe. Verlieren die Huskies bei den Eispiraten, finden die Playoffs ohne Kasseler Beteiligung statt.

Die Schlittenhunde von Tim Kehler begannen aber stark, ließen den Eispiraten kaum Luft und kamen durch Hennig (4.) und den mal wieder bestens aufgelegten Sébastian Sylvestre (7.) zu guten Gelegenheiten. Und in Überzahl war es eben Sylvestre, der mit einem satten Schuss Brett Killar im Tor der Eispiraten überwand (8.) - und das war so was von verdient!

Die Huskies blieben dran, wollten so schnell wie möglich das zweite Tor nachlegen. Die Stimmung in der Eishalle bis dahin? Ausgezeichnet! 

Aber Crimmitschau ist an diesem Abend eiskalt. Im Gegensatz zu den Huskies nutzen die Eispiraten ihre wenigen Chancen. In Überzahl ist es André Schietzold, der den Ausgleich erzielt (16.). Der Treffer zeigte allerdings keine Wirkung. Auch in der Folge blieben die Kasseler das bessere Team und kamen durch Andy Reiss zum 2:1 (24.). Zwar überprüfte Schiedsrichter Tony Engelmann nochmal den Treffer, doch währenddessen sangen die Huskies-Fans munter weiter, so als ob sie wüssten, dass er das Tor geben würde – wieder ein Zeichen für die gute Stimmung.

Was dann aber folgte, killte die gute Stimmung: Zuerst verspielten Sylvestre und Mueller eine Kontersituation leichtfertig (26.), dann scheiterte Derek Dinger nur knapp an Killar (30.) und zu allem Überfluss kamen die Eispiraten zum erneuten Ausgleich. McNally spielt Patrick Pohl frei, der keine Probleme hat die Scheibe an Kuhn vorbeizubringen (30.).

Sieben Minuten später lässt Kuhn die Scheibe nach einem Schuss abprallen und Talbot staubt zum 2:3 ab (37.) - verkehrte Welt, die Eispiraten haben das Spiel gedreht! Und es kommt noch dicker: In Slapstickmanier legt sich Kuhn die Scheibe selbst ins Tor, nachdem ein Schuss von der Bande abprallt, er die Situation nicht durchschaut und der Puck von seinem hinteren Schoner ins Tor trudelt (39.). Das Tor wird Christoph Kabitzky zugeschrieben. 

Wenig später trifft Richie Mueller den Pfosten, Crimmitschau fährt den Konter und Vincent Schlenker macht die Vorentscheidung klar – 2:5 aus Sicht der Huskies (44). Die große Aufholjagd, sie blieb aus, beziehungsweise sie reichte nicht. Obwohl Mike Little auf 3:5 (53.) und Sébastian Sylvestre noch auf 4:5 verkürzten (59.). Der Frust über die Niederlage entlud sich bei Husky Marco Müller dann in einem Gefecht mit Christian Hilbrich - mit den Fäusten. Auch hier mit dem besseren Ende für die Eispiraten.

Ein gebrauchter Abend, der so gut begonnen hatte, endet schmerzhaft. Ähnlich könnte auch ein Saisonrückblick zum jetzigen Zeitpunkt ausfallen.

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