Kassel Huskies: „Bekommen eine neue, schöne Eishalle mit alten Werten“

Kassel Huskies im Hotel Gude
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Neue-alte Gesichter bei den Kassel Huskies: Manuel Klinge (Sportdirektor v.l)., Michi Christ (Organisation Eissporthalle), Paul Sinizin (Huskies-Management und Halleninvestor), Joe Gibbs (Huskies-Geschäftsführer) und Derek Dinger (Huskies-Marketing).

Die neue Spielzeit der DEL2 rückt immer näher und mit ihr nicht nur die große Lust auf Eishockey, sondern auch ein neues Stadionerlebnis. Die Kasseler Eissporthalle wird gerade saniert und die Kassel Huskies gaben einen Einblick über die schon erfolgten Maßnahmen - und noch mehr.

Eishockey. Daran muss man sich schon noch gewöhnen: Husky Derek Dinger eröffnet nicht mit einem überlegten Pass das Spiel, sondern ganz in Ruhe eine Pressekonferenz, zu der die Schlittenhunde ins Hotel Gude geladen hatten. Dabei ging es auch um seine, Michi Christs und natürlich Paul Sinizins neue Rolle im Verein, den Stand bei der Sanierung der Eishalle, den Kartenvorverkauf und das Design des neuen Trikots.

Die Rolle von Paul Sinizin

Diese war nach Bekanntwerden der Umbaupläne für die Eishalle als Investor beschrieben worden. „Ich komme aus der Region, spiele für die 89ers, das ist eine Herzensangelegenheit“, so Paul Sinizin. Zukünftig wird er einen Posten im Management übernehmen. Ob er dann auch Mitgesellschafter ist? „Im Handelsregister noch nicht“, so Sinzin, er werde das partnerschaftlich zusammen mit Joe Gibbs machen. „Paul wird für uns ein Partner, der uns in allen Bereichen mehr Wissen und Kraft geben wird“, sagt Huskies-Geschäftsführer Joe Gibbs.

Die Eishalle

„Jetzt beginnen erst die sichtbaren Dinge“, sagt Michi Christ der seine Aufgabe selbst als eine Art Baustellenleiter beschreibt. „Wir liegen im Zeitplan. Kassel kann sich auf eine moderne, schöne Eishalle mit alten Werten freuen“, so Christ mit Bezug auf Hallenerbauer Simon Kimm. Nur weil etwas neu sei, müsse es nicht automatisch besser sein, fügte Joe Gibbs hinzu und verwies einmal mehr auf die hochwertige Bauweise der 40 Jahre alten Halle. Am 25. September soll das Eis bereitet, am 1. Oktober gespielt werden. Einen Plan B, sollte am 1. Oktober nicht gespielt werden, gibt es nicht. „Plan B ist das Plan A funktioniert“, so Gibbs. Während der Saison sollen dann noch kleine Umbauarbeiten und Ausbesserungen gemacht werden.

Die Kosten der Sanierung

Und wie viel kostet nun die Sanierung? „Viel“, so Paul Sinizin auf Nachfrage ohne Zahlen zu nennen. Das werde man wie in der Vergangenheit handhaben, die Zahlen und Beträge blieben intern, so Joe Gibbs.

Karten-Vorverkauf

Der startet am 12. September, dann gibt es Dauer- und Tageskarten zu kaufen. Ob mit 2G oder 3G-Regelung blieb offen. Wenn man aber mit 2G mehr Fans zufriedenstellen könne, werde man das machen. „An erster Stelle steht aber die Gesundheit der Fans und Zuschauer“, betont Gibbs.

Die neue Partnerschaft

Die Kassel Huskies hatten nicht umsonst ins Hotel Gude geladen. Das Traditionshaus wird sich vornehmlich um das Catering in den VIP-Logen kümmern. Vor allem die Kartoffelsuppe hat es Joe Gibbs angetan, wie er erzählte. Er habe zwar schon oft nach dem Rezept gefragt, dieses sei aber geheim. In dieser hält es das Hotel Gude dann also wie die Huskies mit ihren Zahlen: Die bleiben ja auch intern.

Die Mannschaft

Das erste Testspiel ging in Wolfsburg 1:5 verloren, verkaufte sich gegen das DEL-Team aber gut. „Wir haben aber elementare Bausteine der Mannschaft gehalten, das war wichtig. Weitere Erkenntnisse können wir erst nach mehreren Vorbereitungsspielen und Trainingseinheiten gewinnen“, so Sportdirektor Manuel Klinge.


Das Trikot

Das gefällt nicht nur Joe Gibbs, sondern auch den Fans, die über Social Media viel Lob für das Trikot übrig hatten. Federführend war hier Derek Dinger, der jetzt Teil des Marketingteams ist. Was auffällt: Der Hauptsponsor VW fehlt, auf der Brust ist groß das Logo der Huskies zu sehen. „Wir sind nach wie vor im Austausch, final aber noch nicht übereingekommen, wie wir gemeinsam arbeiten“, sagt Sinizin. Man sei dankbar für alle Sponsoren, so Gibbs, viele hätten trotz eigener Probleme in der Corona-Zeit Wege gefunden, das Sponsoring weiterzuführen. „Bei anderen haben wir dann einfach ein Jahr Pause vereinbart.“

Die neuen Trikots der Kassel Huskies.

Die neue Rolle von Derek Dinger und Michi Christ

Der war fast fließend, wie Derek Dinger und Michi Christ berichten. „Wir haben nach der Enttäuschung zum Ende der Saison wenig Zeit zum Verschnaufen gehabt - vielleicht war das aber auch ganz gut“, so Dinger. Michi Christ zeigte sich dankbar für die Chance, „ich leite ja quasi ein Millionenprojekt als Quereinsteiger.“ Im Sport gehe es seiner Meinung nach aber einen Tick strenger und disziplinierter zu: „Ich hätte nicht gedacht dass man manchmal so lange auf Infos warten muss und rumtelefoniert, bis man endlich mal einen erreicht“, sagte Christ schmunzelnd.

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