Mark Ledlins andere Saite: Husky ist nicht nur auf dem Eis kreativ

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Zurück in Kassel: Während des Interviews zeigte Mark Ledlin, hier vor der Orangerie, was er so an der Gitarre drauf hat.

Im Juni letzten Jahres hatte er die Schlittschuhe eigentlich schon weggeschmissen. Seit Januar ist er wieder ein Husky. Doch Mark Ledlin kann mehr, als nur Tore schießen.

Das ist zwar sein Hauptberuf, doch auch in seiner Freizeit ist er noch kreativ. Zum Interview vor dem Pre-Playoff-Spiel gegen Crimmitschau kam er ohne Kelle, dafür mit Gitarre.

EXTRA TIP: Mark, in den Pre-Playoffs geht es jetzt gegen Crimmitschau. Habt ihr euch gut vorbereitet?  Na klar. Das ist eine „alles oder nichts“-Serie. Im letzten Spiel gegen Crimmitschau haben wir es nicht so gut gemacht. Daraus haben wir gelernt. Aber die haben ein paar echt gute Spieler.

Wie weit geht es denn für euch in dieser Saison? Es ist immer noch alles möglich. Jeder kann jeden schlagen in dieser Liga – und überhaupt im Eishockey. Das ist ja das Schöne am Spiel.

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Auf ein gutes, folgt meist ein schlechtes Spiel. Wie erklärst du dir das? Das ist natürlich schwer. Jedes Team macht mal harte Zeiten durch. Aber wir geben alles, so wie die Fans. Bei jedem Spiel sind Minimum 2000 Leute da, auch wenn es mal nicht so läuft. Das ist Wahnsinn!

Niemand hatte damit gerechnet, dass du deine Karriere beendest. Jetzt steht du doch wieder im Kader der Huskies. Was war da los? Ich wollte Abstand gewinnen und wissen was ich wirklich machen will. Ich habe das Leben in meiner Heimatstadt Vancouver vermisst. Ich habe dann weiter Hockey an einer Uni gespielt, war aber nicht spielberechtigt. Dann hat es mich wieder gepackt, ich wollte unbedingt wieder auf dem Eis stehen. Jetzt bin ich wieder hier und bin dankbar dafür.

In Aktion für die Kassel Huskies: Mark Ledlin im Spiel gegen die Lausitzer Füchse.

Planst du also schon für die Zeit nach deiner Karriere? Über ein Fernstudium in Kanada mache ich eine Ausbildung zum Physiotherapeuten. Und Musik machst du auch. Ja genau, manchmal poste ich das dann auch auf Instagram. Und die Reaktionen sind bisher positiv. Vor zwei Jahren habe ich mir das Gitarrenspielen über YouTube beigebracht. Zunächst habe ich nur wenig gepostet. Dann wurde ich besser und habe mehr gepostet. Das ist wie beim Eishockey: Umso besser es läuft, desto mehr Selbstvertrauen hat man.

Spielst du nur Coversongs? Nicht nur, ich schreibe auch eigene Songs. Ungewöhnlich für einen Eishockeyspieler, oder? Hast du schon mal an eine zweite Karriere als Musiker gedacht? Nein (lacht). Es macht mir einfach Spaß. Auch vor Leuten zu singen macht mir nichts mehr aus. Aber in ein paar Wochen kommt ein Song von mir raus, den man dann auf Spotify hören kann.

Ein singender Eishockeyprofi: Da kannst du dir bestimmt Sprüche in der Kabine anhören. Klar machen die Jungs mal einen Witz. Aber manchmal wollen sie, dass ich etwas spiele. Also, alles cool.

Worum geht es in deinen Texten? So typische Herzschmerz-Geschichten (lacht).

Zum Beispiel? Das ist manchmal ganz simpel. Mit einer Freundin war ich mal auf einem George Ezra Konzert und sie hat ihren Cocktail über ihre weißen Schuhe geschüttet. Darüber haben wir sehr gelacht. Eigentlich eine Kleinigkeit, aber insgesamt war es ein toller Abend. Die Frau fand ich natürlich auch nicht schlecht, so wurde ein Song aus der Geschichte.

Dein Vater Fred Ledlin war auch Eishockeyprofi. Von wem hast du diese musikalische Seite? Von ihm. Er ist auch sehr musikalisch. Er schaut sich auch jedes Spiel von mir an. Er ist mein größter Fan, sagt mir aber auch, wenn ich schlecht gespielt habe.

War er enttäuscht, als du ihm gesagt hast, dass du deine Karriere beenden willst? Überhaupt nicht! Ich muss meinen eigenen Weg gehen, das hat er mir immer gesagt.

Er hat lange in der DEL gespielt. Was macht er eigentlich heute? Er ist Geschäftsmann in Vancouver. Unter anderem veranstaltet er eines der größten Oktoberfeste in Kanada. Beim letzten Mal habe ich hinterm Tresen gearbeitet, das war ein Spaß (lacht).

Und nach deiner Karriere auf dem Eis füllst du ein großes Stadion als Musiker? Ich habe mal Milky Chance über Instagram angeschrieben aber die bekommen bestimmt 1000 Nachrichten am Tag. Mit ihnen mal was zu machen: das wäre echt cool!

Wer nicht so lange warten will, bis sein Song auf Spotify erscheint: Mark Ledlins Songs kann man sich auf seinem Instagram-Feed mledlinsowie auf seinem Youtube-Kanal anhören.

Bildergalerie zum letzten Heimsieg der Kassel Huskies

Die Bilder zum Spiel: Kassel Huskies schlagen Lausitzer Füchse

 © Soremski
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