Saisonaus: Kassel Huskies verpassen nach Niederlage gegen Crimmitschau die Playoffs

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Erzielte den einzigen Treffer der Huskies, der aber nicht zum Sieg reichte: Jace Hennig.

Spannung bis zum Schluss - mit dem schlechteren Ende für die Huskies. Die Mannschaft von Tim Kehler verlor am Dienstagabend mit 1:2 (1:0, 0:1, 0:1) gegen die Eispiraten Crimmitschau und verpasste damit die Playoffs.

Alles oder nichts, Playoffs oder Sommerpause im März, so die Ausgangslage vor dem Spiel. Und für die Kassel Huskies ist jetzt schon Sommerpause, wer hätte das vor der Saison gedacht. Die Schlittenhunde verpassen die Playoffs. 23 Sekunden vor dem Ende trafen die Eispiraten zum Sieg.

Wie viel auf dem Spiel steht, war den Kasselern anzumerken. Die Huskies wirkten verkrampft, kämpften zwar wacker, fanden aber in der Offensive kaum Lösungen. "Crimmitschau war heute einfach besser. Nur das Ergebnis war knapp, mehr nicht", sagte Huskies-Trainer Tim Kehler nach dem Spiel erstaunlich abgeklärt.

Sein Team agierte extrem defensiv und setzte auf Konter. Nur 7 Torschüsse feuerten die Schlittenhunde im ersten Drittel ab. Dem Gegenüber standen 26 Torschüsse der Eispiraten - und das in einem entscheidenden Spiel.

Doch zunächst ging die Taktik auf. Sébastian Sylvestre erkämpfte sich in der 8. Minute die Scheibe, passte zu Jace Hennig, der Torhüter Brett Killar zum 1:0 überwindet. Doch die Eispiraten bleiben gefährlich: Christian Hillbrich trifft kurz nach der Führung den Pfosten (9.). Besonders Huskies-Torhüter Jerry Kuhn zeigte vor 3583 Zuschauern eine starke Partie - das sagt schon viel aus.

Doch in der 36. Minute war auch er machtlos: Vincent Schlenker kommt frei zum Schuss und trifft zum 1:1 Ausgleich (36.). Und dieser war auch verdient. Die Huskies waren in der Folge stets um Spielkontrolle bemüht, Crimmitschau dagegen machte ordentlich Druck und wäre nur eine Minute nach dem Ausgleich beinahe durch Dominic Walsh in Führung gegangen. Die Huskies kämpften, die Fans peitschten ihr Team nach vorne, doch im Offensivspiel gelang ihnen einfach zu wenig.

Und spätestens jetzt dürfte es auch dem letzten der 3583 Zuschauer klar gewesen sein: Das wird eine ganz knappe Sache und nichts für schwache Huskies-Nerven! In Unterzahl hält Kuhn sein Team im Spiel, pariert gegen André Schietzold (53.) und erntet dafür "Kuuuhn" Sprechchöre.

Doch dann der Knockout - und der hatte sich angedeutet: Die Eispiraten schnüren die Huskies minutenlang im eigenen Drittel ein und Adrian Grygiel trifft 23 Sekunden vor Schluss zum 2:1 Endstand - unglaublich bitter, aber verdient. Die verbliebene Zeit reicht den Huskies natürlich nicht mehr zum Ausgleich. Die Fans der Eispiraten feiern ihr Team, den Huskies-Fans und ihren Spielern steht die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Hallensprecher Sven Breiter verabschiedet die Zuschauer in die Sommerpause - im März. 

Damit verpassen die Huskies die Playoffs der DEL2. Wer hätte das vor der Saison gedacht? Eine chaotische Spielzeit, mit zahlreichen wechseln auf und neben dem Eis, findet somit ein krachendes Ende.

Trainer Tim Kehler: "Die nächsten Tage werden zeigen, wie es weitergeht"

"Der Wille zu gewinnen war da, darauf bin ich Stolz. Ich war ein halbes Jahr hier und die Jungs haben mir alles gegeben", meinte Kehler nach Spielende. Das hörte sich schon sehr nach Abschied an. Für die kommende Spielzeit besitzt Kehler keinen Vertrag. Zu seiner persönlichen Zukunft sagte er: "Ich habe die Zeit hier genossen und sehr gut mit Joe Gibbs und dem Team zusammengearbeitet. Die nächsten Tage werden zeigen, wie es weitergeht."

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